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Dröhnen, Rascheln, Flüstern: Kuwi-Projekt erkundet Klangwelten

Stille und Lärm, Geräusch oder Musik – die deutsche Sprache hat nicht für alle akustischen Phänomene einen gemeinsamen Namen. Das englische Wort “Noises” dagegen bezeichnet all diese Höreindrücke mit einem Begriff. Koblenzer Studierende der Kulturwissenschaft wollen mit dem gleichnamigen Projekt /ˈnɔɪzɪz/ für die kulturübergreifende Welt der Klänge sensibilisieren. 

Gestartet ist die Veranstaltungsreihe bereits im April mit einem Themenabend zu Remix und Sampling im Circus Maximus. Am Donnerstag, 22. Mai, begibt sich /ˈnɔɪzɪz/ mit DJ-Lecture, Konzert und DJ-Set um 20 Uhr im Jam Club in die Gefilde der Experimentalmusik ‘Drone’, was so viel wie ‘Dröhnen’ bedeutet. “Das Musikgenre ist von entrhytmitisierten und wiederholenden Klängen gekennzeichnet”, erklärt Projektinitiator und Kulturwissenschaftsstudent Christopher Southernwood. “In einem oft hektischen Alltag zeichnet sich dieses Genre durch eine Ästhetik der Langsamkeit aus.”

der zweite Themenabend von "noises" begibt sich am 22. Mai in die Gefilde der Experimentalmusik "Drone". Plakat: noises

Am 22. Mai geht es in die Gefilde der Experimentalmusik. Plakat: Noises

Im Juni setzt sich die Veranstaltungsreihe fort und widmet sich im Rahmen der SommerUni am Donnerstag, 26. Juni, dem Thema Weltmusik. “Damit hinterfragen wir den kommerzialisierten Begriff der Weltmusik und vermitteln, wie sich die Effekte der Globalisierung und Vernetzung auch auf lokale Musiklandschaften auswirken.” Dazu wird der Schweizer Musikethnologe Thomas Burkhalter einen mit Musikbeispielen gespickten Vortrag über das Konzept einer “Weltmusik 2.0” halten. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Anders als im vergangenen Jahr findet das Projekt nicht mehr an einem Festivalwochenende in Montabaur auf dem Gelände des Kulturzentrums b-05 statt, sondern verteilt sich über mehrere Programmabende in verschiedenen Koblenzer Locations. Um den Fortebstand des Projektes zu sichern, haben die Organisatoren inzwischen einen Verein gegründet.

Und wie klingt Koblenz?

Ein mehrtägiger Workshop am Wochenende des 26. und 27. Julis markiert den Schlusspunkt der Veranstaltungsreihe im Sommersemester. Workshopleiter Lasse-Marc Riek, international bekannter Klangkünstler aus Frankfurt, führt mit den Workshop-Teilnehmern Hörspaziergänge durch. “Unser Ziel ist, aus diesen akustischen Erkundungstouren nach und nach eine Soundmap der Stadt Koblenz anzufertigen, die online zugänglich ist.”

Sandra Erber

Mehr Infos zum Programm gibt es auf der Facebook-Seite des Projektes.

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