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Madeleine Becker und Erhan Ayan haben sich im Rahmen von Take.IN fit für die Zukunft gemacht und ihre Kompetenzen im Bereich Integration erweitert. Fotos: Lisa Leyerer

Take.IN: Botschafter der Vielfalt

Für manche Studierende ist der Start an der Universität schwieriger als für andere – zum Beispiel, wenn sie einen Migrationshintergrund haben oder als erste in ihrer Familie studieren. Damit sich Betroffene schneller im universitären Umfeld einleben können, bündelt das Projekt Take.IN Unterstützungsangebote und schult die integrativen Kompetenzen von Studierenden. Madeleine Becker und Erhan Ayan sind Teilnehmer des Projekts und erzählen von ihrem Schritt aus der Komfortzone.

Anna Maria Scherhag hilft im Rahmen des Projekts ZuGewinn FH-Absolventinnen beim Sprung an die Uni. Foto: Greta Rettler

Mit FH-Abschluss promovieren: ZuGewinn hilft beim Weg in die Wissenschaft

Als FH-Absolventin erfolgreich eine Dissertation schreiben und an einer Universität Fuß fassen? Das Projekt ZuGewinn des Interdiszplinären Promotionszentrums (IPZ) macht es möglich. Die Angebote gehen auf aktuelle Rechte und Pflichten der Promotion ein und berücksichtigen dabei die individuellen Erwartungen und Bedürfnisse von promotionsinteressierten FH-Absolventinnen.

Die ESG der Uni Koblenz-Landau möchte das miteinander stärken und Menschen und Religionen verbinden. Grafik:

Evangelische Studierendengemeinde: Interreligiöser Dialog als Aufgabe

An beiden Standorten der Universität Koblenz-Landau gibt es eine Evangelische Studierendengemeinde (ESG), geleitet von Dr. Anja Lebkücher in Landau und Burkhard Leh in Koblenz. Die zwei Theologen legen besonderen Wert auf einen offenen Dialog, die Zusammenarbeit mit der Universität und moderne Formen des Glaubens.  Mehr denn je ist unsere Gesellschaft auf einen interreligiösen Dialog angewiesen, um aufzuklären und eine gegenseitige Toleranz zu schaffen. Speziell an der stark bildungswissenschaftlich ausgerichteten Universität Koblenz-Landau sei dies wichtig, findet Dr. Anja Lebkücher: „Für die vielen angehenden Lehrer ist Verständnis und Akzeptanz besonders wichtig, da sie im späteren Berufsleben mit der Integration von verschiedensten Religionen und Kulturen konfrontiert sind. Hinzu kommt, dass es immer mehr muslimische Studierende und Lehramtsanwärter gibt.“ Der 42-jährigen Pfarrerin der ESG in Landau liegt deshalb der christlich-muslimische Austausch am Herzen. Multinationales Zusammenleben Auch der Studierendenpfarrer der ESG in Koblenz, Burkhard Leh, legt Wert auf ein friedliches Miteinander und Austausch. Sein Ziel ist eine offene Gastfreundschaft: „Die ESG gestaltet einen Teil des sozialen Lebens an der Universität, die gekennzeichnet ist durch Gemeinschaft und Verschiedenheit.“ In den evangelischen Wohnheimen beider Standorte leben die Studierenden deshalb multinational zusammen. Die ESG-Programmhefte bieten neben …

Anna Lauermann berät Studienzweifler. Foto: Greta Rettler

Hilfe bei Zweifeln im Studium

Habe ich mich für das richtige Studium entschieden? Sehe ich darin wirklich meine berufliche Zukunft? Oder wäre etwas anderes nicht doch besser? Wen diese Fragen nachts wach halten, der kann sich seit 2016 an NeuStArt wenden. Unter dem Dach des Kompetenzzentrums Studium und Beruf (KSB) bietet das Projekt Hilfestellung, zeigt neue Perspektiven auf und unterstützt so beim Entscheidungsprozess für oder gegen einen Studienausstieg. “Manchmal muss man einfach nur zuhören, das hilft vielen Studierenden bereits ein gutes Stück weiter”, weiß Anna Lauermann. Die Erziehungswissenschaftlerin ist Projektkoordinatorin von NeuStArt und nimmt sich den Sorgen von Studierenden an, die an ihrer Studienfachwahl zweifeln. Zu Beginn sei es das Wichtigste, potenziellen Studienaussteigern die gewünschte Hilfe zukommen zu lassen. In der Eingangsberatung werden die Probleme der Betroffenen ermittelt und konkrete Ziele für die Zukunft formuliert. “Mit einer neutralen Person über die akuten Abbruchgedanken oder die Studienzweifel zu sprechen, fällt vielen leichter.” Eine gute Vertrauensbasis ist für das anschließende Coaching unumgänglich. Durch den Aufbau von Motivation werden die Studierenden in ihrer Entscheidungsfindung gestärkt. Ab 2017 sollen auch Workshops angeboten werden, die der Orientierung dienen, …

Guido Groß kennt den Standort Koblenz seit über 30 Jahren. Als Pastoralreferent kam der heute 57-Jährige damals aus dem Saarland an Rhein und Mosel. Foto: Marius Adam

Katholische Hochschulgemeinde: Ansprechpartner in allen Lebenslagen

Religiöser Auftrag, Berater für Lebensfragen und praktische Alltagshilfe: Die Katholische Hochschulgemeinden (KHG) in Koblenz und Landau sind Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Dinge. Die Pastoralreferenten Ralf Nico Körber und Guido Groß geben Religion und Glauben an der Universität ein Gesicht und stehen auch als wissenschaftliche Diskussionspartner bereit. Wissenschaft und Religion: Zwei Gegensätze, die nicht zueinander passen, weil sie von unterschiedlichen Grundsätzen ausgehen? “Diese Ansicht befindet sich nicht erst seit gestern im Wandel und trotzdem ist Glaube für viele eine suspekte Geschichte. Religion als solches steht in der heutigen Zeit wieder mehr denn je unter einem generellen Verdachtsmoment”, erklärt Ralf Nico Körber. Der 41-jährige Pastoralreferent der KHG am Campus Landau versucht, Licht ins Dunkle zu bringen: „Oft ist Religion ins Private und Individuelle zurückgezogen und wird als irrational abgestempelt. Wir versuchen, ihr durch unsere Arbeit an der Universität ein Gesicht zu geben und stehen auch im wissenschaftlichen Kontext als Diskussionspartner zur Verfügung.“ So ist in Landau die religionspädagogische Arbeitsstelle für Lehrer im selben Haus wie die örtliche KHG untergebracht. Am Schwestercampus in Koblenz ist die Arbeit der Gemeinde ebenfalls in den universitären Kontext eingebettet: …

André Schneider ist Stipendiat des Deutschlandstipendiums. Foto: Marius Adam

Deutschlandstipendium: Unterstützung für engagierte Studierende

Ein voller Stundenplan an der Uni, Nebenjob und ehrenamtliches Engagement – viele Studierende arbeiten nicht nur an ihrer fachlichen Ausbildung, sondern nutzen die Studienzeit, um Praxiserfahrungen zu sammeln und sich für soziale Projekte einzusetzen. Das Deutschlandstipendium unterstützt engagierte Studierende mit einem monatlichen Betrag von 300 Euro. André Schneider ist einer von ihnen. Sie sind Stipendiat des Deutschlandstipendiums. Wie kam es dazu? Ein guter Freund aus der Schulzeit hat mich darauf angesprochen, dass er sich an seiner Universität für das Deutschlandstipendium beworben hat. Daraufhin habe ich mich im Internet erkundigt, ob es das Stipendium auch an unserer Universität gibt und mich zum nächstmöglichen Termin beworben. Für wen eignet sich das Stipendium? Das Deutschlandstipendium eignet sich besonders für Studierende mit überdurchschnittlichen Studienleistungen, die gleichzeitig außerhalb ihres Studiums besonderes Engagement zeigen. Ich würde als potenzieller Bewerber aber trotzdem keine Angst haben, mich zu bewerben, man muss kein Überflieger in allen Bereichen sein, um das Stipendium zu bekommen. Wie engagieren Sie sich? Ich engagiere mich vor allem an der Universität. Ich bin seit April 2015 Mitglied in der Fachschaftsvertretung für …

Finanzielle Notlagen entstehen oft abrupt. Unterstützung finden Studierende am Campus Koblenz beim Verein Finanzielle Hilfe im Studium e.V. Foto: Colourbox.de

Verein greift Studis finanziell unter die Arme

Gestiegene Studienkosten, höhere Mietpreise und ein allgemeiner Anstieg von Lebenshaltungskosten führen dazu, dass immer mehr Studierende ein enges Budget zum Leben und Studieren haben. Wenn dazu weitere Umstände wie nicht aufschiebbare Prüfungsphasen, Jobverlust, Krankheiten oder familiäre Probleme hinzukommen, kann der ein oder andere schnell in eine finanzielle Notlage geraten. Mit diesen Fällen haben es Beate Bastian, Mitarbeiterin des Koblenzer Studierendenwerks, und Andrea Hauswirth, Frauenreferentin am Campus in Koblenz, täglich zu tun. Bereits 2010 vernetzten sich sämtliche Beratungsstellen der Hochschulstandorte Koblenz, Höhr-Grenzhausen und Remagen und gaben einen gemeinsamen Flyer heraus. Dieser listet die verschiedenen Angebote und Anlaufstellen. „Mit der Zeit hat sich aber gezeigt, dass einige Studierende durch alle Angebote fallen und nicht zu der Zielgruppe gehören“, erklärt Hauswirth. Eine Idee musste her, wie Gelder für diese Gruppe akquiriert werden können. Ein Sponsorenlauf in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Hochschulsport brachte erste Erfolge. Der nächste Schritt: Ein rechtlicher Rahmen als Verein, um beispielsweise Gelder anzulegen oder Spendenquittungen auszustellen. 2013 gründete sich der Verein Finanzielle Hilfe im Studium e.V., seit 2015 gilt er offiziell als gemeinnützig. Neben Andrea Hauswirth und Beate Bastian gehören Julia Aron vom Gleichstellungsbüro der …

Wie geht Erste Hilfe und wo finde ich einen Defibrillator? Diese Fragen beantwortet die App „Defi-Now!“. Marco Krause, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Koblenzer Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik, hat die Erste-Hilfe-App mitentwickelt. Auch in der Turnhalle am Campus Koblenz ist ein Laien-Defibrillator angebracht. Fotos: Marius Adam

Defi Now: Hilfe, wenn das Herz stillsteht

Die App „Defi Now!” weist Ersthelfern den Weg zum nächsten Laien-Defibrillator in der Umgebung, um sie im Ernstfall bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu unterstützen. Entwickelt wurde die Anwendungssoftware von einem Team um Prof. Dr. J. Felix Hampe, Vizepräsident der Universität am Campus Koblenz und Professor am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik. Bei einem plötzlichen Herzstillstand ist Erste Hilfe lebenswichtig. Mit einem Anruf beim Rettungsdienst und der Einleitung einer manuellen Herz-Lungen-Wiederbelebung ist in einer solchen Situation schon viel getan. Was viele nicht wissen: Ersthelfer können mithilfe eines Laien-Defibrillators, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, eigenständig eine Wiederbelebung vornehmen, auch wenn noch kein Notarzt vor Ort ist. “Leider ist bisher nur wenig bekannt, dass solche Laien-Defibrilatoren in zahlreichen öffentlichen und privaten Gebäuden frei zugänglich sind und von Ersthelfern genutzt werden können”, weiß Marco Krause, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik und Mitentwickler der Defi Now!-App. “Bei der Bedienung eines AED kann man nichts falsch machen. Mit der App versuchen wir, Aufklärung zu betreiben.” Erste Hilfe in drei Schritten Die Nutzer der App werden dabei zunächst durch ein dreistufiges Menü gelotst, …

Kümmert sich um Gastwissenschaftler aus aller Welt: Marion Kraft vom Landauer Welcome Center. Foto: Katharina Greb

Welcome Center: Erste Hilfe für Internationals

Willkommen am Campus: Jedes Jahr kommen Studierende und Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt nach Deutschland, um an der Universität Koblenz-Landau zu studieren, zu promovieren oder zu forschen. Unterstützung für erste Herausforderungen wie die Einreise oder die Wohnungssuche können „Internationals“ vom Welcome Center der Universität erhalten. Marion Kraft, Leiterin des Welcome-Centers am Campus Landau, berichtet im Uniblog von ihrer Arbeit. Seit Herbst 2014 leitet Marion Kraft das Welcome Center in Landau. Seitdem hilft sie den ausländischen Gästen bei administrativen und organisatorischen Angelegenheiten, die außerhalb des Fachlichen liegen. Sowohl vor dem Aufenthalt in Deutschland als auch währenddessen gibt es einige behördliche Hürden, die auf dem Weg zum Studium oder zur Gastprofessur in Landau überwunden werden müssen. „Ich kümmere mich um die Betreuung aller Internationalen, die für ein komplettes Studium oder einen Forschungsaufenthalt aus dem Ausland hierher kommen: Master-Studierende, Doktoranden und Gastwissenschaftler. Sie brauchen zum Beispiel bei der Beantragung eines Visums oder einer Krankenversicherung Hilfe. Der wesentliche Unterschied zu Studierenden, die nur ein Auslandssemester am Campus Landau verbringen, ist, dass reguläre Studierende und Gastwissenschaftler oft einen längeren Zeitraum bei …