Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sozialpädagogik

Hanna Riedel arbeitet neben ihrem Studium der Sonderpädagogik als Integrationshilfe an einer Förderschule der Caritas in Landau. Foto: Philipp Sittinger

Helfen als Nebenjob

Die 21-jährige Sonderpädagogik-Studentin Hanna Riedel ist zwar noch keine Lehrerin, verbringt aber trotzdem viel Zeit im Klassenzimmer. Neben ihrem Studium arbeitet sie als Integrationshilfe an der Förderschule des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus in Landau. Mit fünf anderen Kindern sitzt die zehnjährige Franka Hormuth in einem bunten Klassenzimmer. Die Kinder arbeiten an Texten und schreiben konzentriert in ihre Hefte. Hanna Riedel sitzt neben Franka und unterhält sich mit ihr im Flüsterton. „Wo ist der Südpol, Franka?“, fragt sie. Vor Franka steht ein Bildschirm, auf dem sie schreiben kann, indem sie einzelne Buchstaben lange anschaut. Sie schreibt „Süden“ und Hanna korrigiert „südlichster Punkt der Erde“. Franka sitzt im Rollstuhl, sie ist motorisch stark eingeschränkt. An Hannas Hand kann sie ein bisschen gehen, ihre Hände und Arme kann sie zwar bewegen, allerdings reicht es nicht, um einen Stift zu halten oder damit zu schreiben. Auch Sprechen ist schwierig, daher braucht sie den sogenannten Talker – ein Bildschirm, der durch Blicke gesteuert wird. Hanna Riedel ist Integrationshilfe an der Förderschule des Caritas Förderzentrums St. Laurentius und Paulus, einer …

Sarah Sauer hat ein Praktikum einer heilpädagogischen Kindertagesstätte absolviert. Die Arbeit stellte sie vor besondere Herausforderungen. Foto: Teresa Schardt

Frühförderung: Praktikantin an einem Ort für besondere Kinder

Trisomie 21, Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsbeeinträchtigungen sind Hürden, die teilweise bereits im Kleinkindalter bewältigt werden müssen. Doch wer kümmert sich um die Kinder, wenn die Eltern einem Beruf nachgehen müssen? Sarah Sauer, Studentin der Pädagogik, berichtet von ihrem Praktikum in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte in Koblenz. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Praktikum in einem heilpädagogischen Kindergarten zu absolvieren? Die Serie Die Arbeitswelt kennenlernen und Perspektiven ausleuchten – wer hier schon im Studium aktiv wird, dem fällt der Berufseinstieg oft leichter. Unsere Serie „Karriere“ informiert zu Möglichkeiten, sich auf den Lebensweg nach der Uni vorzubereiten. Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Schon zu Schulzeiten habe ich an einem Projekt mit Jugendlichen an einer Förderschule teilgenommen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass der Umgang mit beeinträchtigten Menschen eine schwierige, aber sehr interessante Aufgabe ist. Um herauszufinden, welche neuen Hürden die Arbeit mit behinderten Kindern mit sich bringt, entschied ich mich für ein Praktikum in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte. Was ist eine heilpädagogische Kindertagesstätte? Und was unterscheidet sie von einer normalen Kita? Eine heilpädagogischer Einrichtung ist …

Kindern aus instabilen Verhältnissen eine Perspektive geben - das ist die Aufgabe von Kinder- und Jugendheimen. Entgegen ihrem negativen Image, das vor allem wegen Verfehlnissen in den Nachkriegsjahren entstand, arbeiten heute in Heimen engagierte Pädagogen, die den Heranwachsenden dabei helfen möchten, ihren Platz in der Welt zu finden. Foto: Fotolia/makam1969

Das Heim als Chance

Derzeit leben in Deutschland mehr als 80.000 Heranwachsende in Kinder- und Jugendheimen. Bei vielen Menschen weckt das Wort Heim negative Assoziationen. Doch was früher häufig als Strafe angedroht wurde, ist heute für viele Kinder ein Ausweg aus Vernachlässigung und Gewalt, wie Pädagogik-Professor Prof. Dr. Christian Schrapper im Interview mit Uniblog erklärt. Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema der Heimerziehung und was war der Anlass dafür? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit bin ich im Rahmen meines Anerkennungsjahres beim Landesjugendamt Nordrhein-Westfalen mit der Aktenverwaltung von Heimkindern betraut worden. Damals wurde ich zum ersten Mal mit den rechtlichen und organisatorischen Bedingungen der Fürsorgeerziehung konfrontiert. Als ich mein Pädagogik-Studium an der Universität Münster abgeschlossen hatte, wurde ich Referent des Bundesverbands für Erziehungshilfe (AFET). Im Zusammenhang mit dieser Arbeit habe ich viele Einrichtungen der Heimerziehung kennengelernt. Das waren meine ersten Anknüpfungspunkte an dieses Thema. Später wechselte ich an die Universität …