Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sicherheit

Linus Henze ist alles andere als ein normaler Informatikstudent. Anfang 2019 entdeckte er eine Sicherheitslücke bei Apple und wurde daraufhin sogar im Forbes Magazin erwähnt. Foto: René Lang

Wie ein Koblenzer Student eine Sicherheitslücke bei Apple aufdeckte

Über Nacht verbreitet sich weltweit die Nachricht von seinem Fund: Linus Henze entdeckt eine Sicherheitslücke beim US-amerikanischen Technologieunternehmen Apple. Auf YouTube berichtet der Koblenzer Informatikstudent von seiner Beobachtung in einem Video, das mittlerweile über 100.000 Klicks zählt. Im Februar 2019 entdeckt Henze die Sicherheitslücke in der Keychain des Apple-Betriebssystems macOS. “Die Keychain ist der zentrale Ort, an dem alle Passwörter der einzelnen Apple-Nutzer verschlüsselt gesichert werden”, erklärt Henze. Über die Option Passwort speichern können Nutzer auf ihr Konto zugreifen, ohne die Zugangsberechtigungen erneut eingeben zu müssen. Alle Programme, die eine Anmeldung erfordern, werden so schneller zugänglich. An dieser Stelle identifiziert Henze den Fehler: “Es bestand die Möglichkeit, ein Programm zu entwickeln, das die Passwörter aller Nutzer ausliest.” Hacker hätten somit die Möglichkeit, auf jegliche Inhalte der Nutzer zuzugreifen. Dies betreffe etwa Social-Media-Konten, Online-Banking oder Apple-Accounts. Von ungewolltem Spam bis zu Erpressung und Diebstahl wäre alles denkbar gewesen. “Der Fehler war nicht leicht zu finden”, erinnert sich Henze. “Ich musste den Quellcode der Keychain, der für alle Nutzer einsehbar ist, schrittweise durchgehen.” Zunächst beschäftigte er sich …

Dr. Jacqueline Breugnot betreut das Projekt SERIOR. In diesem Netzwerk sollen PhD-Studierende und Postdocs zusammenkommen und sich austauschen. Foto: Philipp Sittinger

SERIOR nimmt Nachwuchswissenschaftler an die Hand

Vier Jahre hat Dr. Jacqueline Breugnot das Drei-Länder-Projekt SERIOR zum Thema Risikomanagement als Philologin begleitet. Im Interview spricht die gebürtige Französin über interkulturelle Kommunikation, Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich und Gesprächssituationen, in denen man an seine Grenzen stößt. Ihr Fachgebiet ist die interkulturelle Kommunikation. Verschafft Ihnen das bei Interviews einen Vorteil gegenüber Kollegen? Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, dass meine Kollegen keine Probleme haben, Interviews zu führen. Ich will zwar hoffen, dass auch ich einige Kompetenzen in Sachen Kommunikation im Laufe der Jahre entwickeln konnte. Aber als französische Muttersprachlerin ist es komplizierter, mich zu verständigen und sicher zu sein, dass ich verstanden werde. Andererseits kann ich darum vielleicht mit etwas Entgegenkommen vom Interviewpartner rechnen. Und ich muss sagen, dass gerade diese kulturelle Herausforderung, nicht nur die Sprache, sondern auch die Denkweise umzusetzen, eine spannende Übung für mich  ist. Warum haben Sie sich dazu entschlossen, in Deutschland und nicht in ihrem Heimatland zu arbeiten? Das war eigentlich reiner Zufall. Ich habe in Frankreich studiert und wollte danach nicht gleich ins Berufsleben einsteigen. Ich habe mich deshalb …

Thomas Hild ist Experte für Arbeitsschutz. Er erkennt am Campus Koblenz Gefahren, die sich dem Blick Anderer noch entziehen und sucht nach passenden Lösungen. Foto: René Lang

Arbeitsschutz: Seine Herzenssache

Wer sich in der Universität sicher aufgehoben fühlt, verdankt dies oft den Leistungen des Arbeitsschutzes. Thomas Hild ist Sachbearbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Standort Koblenz. Im Interview erklärt er, warum Arbeitsschutz so wichtig ist. Kurz und knapp: Was ist Arbeitsschutz? Grundlegend ist Arbeitsschutz für uns alle da. Arbeitsschutz beinhaltet sowohl die Arbeitssicherheit als auch den Gesundheitsschutz. Arbeitsschutz soll unseren Alltag sicherer machen. Das ist die Kernaufgabe. Leider ist die gesellschaftliche Wahrnehmung des Themas meist anders. Viele begreifen das Thema Arbeitsschutz als einen Störfaktor. Dabei wollen wir für einen reibungslosen Ablauf der Arbeit sorgen. Was sind Ihre Aufgaben als Sachbearbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz? Ich bin als einer von drei Mitarbeitern der Stabsstelle Hochschulbauentwicklung, Finanzen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zuständig für den Standort Koblenz. Neben mir sind Britta Mann für den Standort Landau und Andreas Tepel für die Stabsstellenleitung in Mainz verantwortlich. Ich bin der zentrale Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema Arbeitsschutz. Dabei übernehme ich sowohl beratende, informierende als auch  koordinierende Aufgaben. Wird beispielsweise ein Defizit gemeldet, leite ich die nötigen Schritte ein, um …