Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lehramtsstudium

Welche Rolle spielt die Motivation für das Lernverhalten? Und wie können Lehrende ihre Schüler nachhaltig motivieren? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Lehramtsstudentin Linda Schürmann in ihrer Dissertation. Foto: René Lang

Motivation in der Lehrerbildung

Linda Schürmann ist das, was man ein Motivationstalent nennt. Die 28-Jährige studierte neben ihrem Lehramtsstudium in den Fächern Biologie, Englisch und Bildungswissenschaften zeitgleich an der FernUniversität Hagen Psychologie. Aktuell promoviert Sie im Rahmen des Projekts MoSAiK am Institut für Psychologie zum Thema Motivation. Bitte erklären Sie das Thema Ihrer Dissertation in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Arbeitstitel Motivation und motivationale Kompetenz an außerschulischen Lernorten. Darin gehe ich davon aus, dass Motivation entscheidend für das menschliche Lernverhalten ist. Die Fähigkeit, zu motivieren, gilt als wichtige Kompetenz im Lehramt. Aber wie können Lehrende ihre Schüler nachhaltig motivieren? Welche Methoden können sie anwenden? Was empfinden Schüler überhaupt als motivierend? Hinzu kommt der Aspekt der außerschulischen Lernorte. In der Schule verhalten sich Lernende anders als in ihrer Freizeit. Wo können Schüler motiviert arbeiten? …

Adina Guttermann arbeitete neben ihrem Lehramtsstudium an einer Hotelrezeption. Foto: Philipp Sittinger

Uni am Tag, Hotelrezeption in der Nacht

Adina Guttermann hat an einer Hotelrezeption mit angrenzender Bar gearbeitet. Dabei hat die Lehramtsstudentin besonders von ihren guten Englischkenntnissen profitiert. Das Arbeiten in langen  Nachtschichten war aber auch anstrengend und kräftezehrend. Wer sind Sie? Mein Name ist Adina Guttermann und ich bin 26 Jahre alt. Ich studiere im zweiten Semester im Master of Education Grundschulpädagogik, meine Fächer im Bachelor waren Anglistik und Philosophie. Was für einen Nebenjob haben Sie gemacht? Ich habe zwei Jahre in einem Hotel an der Rezeption und an der Bar gearbeitet. Beide Arbeitsbereiche lagen direkt nebeneinander. Dort habe ich überwiegend die Nachtschichten am Wochenende übernommen. Manchmal bin ich auch spontan eingesprungen, wenn es sich mit der Uni vereinbaren ließ. Für mich war aber von Anfang an klar, dass Seminare und Vorlesungen immer Vorrang haben. Was genau waren Ihre Aufgaben? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und …

Ohne ihre Arbeit als Tanztrainerin wäre Melissa Morbach wohl nie auf die Idee gekommen, Grundschullehramt zu studieren. Foto: Philipp Sittinger

Der Tanz ins Studium

Melissa Morbach arbeitet ehrenamtlich als Tanztrainerin in einem Turnverein. Ihr Engagement hat sie darin bestärkt, ein Grundschullehramtsstudium am Campus in Landau aufzunehmen. Ohne ihr Ehrenamt wäre ihre Berufslaufbahn anders verlaufen, da ist sich die Studentin heute sicher. Melissa Morbach, die selbst seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt, ist zwei bis drei Mal in der Woche als Trainerin für ihren Verein im Einsatz. Seit 2011 leitet sie die Jugendabteilung und arbeitet vor allem mit Kindern und Jugendlichen. „Durch die Arbeit im Turnverein kam ich erst darauf, Grundschullehramt zu studieren. Nach der Schule dachte ich, die Arbeit als Lehrerin würde mir die Lust nehmen, auch noch in meiner Freizeit mit Kindern zu arbeiten“, erklärt sie. Nach einem Jahr als Au-Pair in Australien schrieb sich Morbach für das Grundschullehramt mit den Fächern Englisch und Mathematik an der Universität Koblenz-Landau ein. “Ohne meine frühen Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wäre meine Berufslaufbahn bestimmt anders verlaufen“, schlussfolgert die Tanztrainerin. Ein Thema vertanzen Es gehe beim Training im Wesentlichen um den tänzerischen Ausdruck und darum, ein Thema zu vertanzen. „Ich …

Achim Ditscher studiert nicht nur Lehramt in Landau, sondern ist auch Leiter einer Pfadfindergruppe. Foto: Philipp Sittinger

Ehrenamtlicher Betreuer bei den Pfadfindern

Feuer machen, Zelte aufbauen, Knoten binden: Der Landauer Lehramtsstudent Achim Ditscher ist Leiter einer Pfadfindergruppe und zeigt Kindern ehrenamtlich, wie man in der freien Natur überleben kann und in der Gemeinschaft gut miteinander auskommt. „Ich bin, mit Unterbrechungen, seit meiner Kindheit bei den Pfadfindern. Seit drei Jahren bin ich Leiter einer Gruppe, die zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehört. Wir sind eine katholische Organisation und mein Stamm fällt in den Zuständigkeitsbereich der Diözese Speyer“, sagt Achim Ditscher. Der Begriff Stamm bezeichnet dabei den Zusammenschluss der Pfadfindergruppen aller Altersstufen eines Ortes. Ditscher, der Grundschullehramt im Master in Landau studiert, leitet mit zwei bis drei weiteren Pfadfindern die jüngste Gruppe in seinem Heimatort Maxdorf. „Wir betreuen die jüngsten Mitglieder unseres Stammes. Sie werden Wölflinge genannt und sind sieben bis zehn Jahre alt“, erläutert er. Während der Schulzeit trifft sich die Gruppe wöchentlich. Teamgeist und Gruppendynamik, darum geht es bei den Pfadfindern in der Hauptsache. Die 15 bis 20 Kinder, die Ditscher in seinem Stamm betreut, lernen, die Natur zu respektieren und in ihr zurecht zu kommen. …