Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ecotoxicology

Rebecca Bundschuh arbeitet für eine Society aus Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern, die regelmäßig Umweltthemen diskutieren. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Rebecca Bundschuh, Education Project Manager bei SETAC in Brüssel

Rebecca Bundschuh studierte Umweltwissenschaften auf Diplom am Campus Landau und ist jetzt Education Project Manager bei SETAC in Brüssel. Dort kann sie nicht nur ihr Interesse für Ökotoxikologie und die Liebe zum Organisieren ausleben, sie arbeitet auch in einem internationalen Umfeld. Was genau machen Sie als Education Project Manager bei SETAC? SETAC ist eine weltweite Society, die aus Vertretern der Politik, Akademie und Wirtschaft besteht. Sie trifft sich regelmäßig, um über Umwelt- beziehungsweise Ökotoxikologie-Themen zu diskutieren. Ich koordiniere eine große Tagung in Europa, die einmal im Jahr stattfindet. Außerdem bin ich für das Zertifizierungsprogramm zuständig. Darin zertifizieren wir Einzelpersonen, die Risikobewertungen von Chemikalien durchführen und bieten Weiterbildungskurse an. Außerdem unterstütze ich unsere Studentenabteilung bei deren Aktivitäten, organisiere unser Preisprogramm und erstelle Programmbücher für die Konferenzen und Seminare. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Die Serie Wie soll es nach dem Abschluss weitergehen? Inspiration bieten Alumni der Universität Koblenz-Landau: In unseren Porträts erzählen sie von Karriere, Arbeitsalltag und Erinnerungen an die Studienzeit. Der klassische Arbeitstag ist Büroarbeit. Relativ viel läuft über E-Mails. Da wir weltweite Kontakte haben, …

Feldarbeit am Altrhein: Landauer Forscher während der Etablierung eines Feldversuchs im Rahmen des Forschungsprojektes Moscofee. Fotos: Dr. Carsten Brühl

Schnakenbekämpfung: Landauer forschen zu BTI-Alternativen

Warmes, feuchtes Klima sorgt für die massenhafte Vermehrung von Stechmücken in den Rheinauen. Um Anwohner vor dem stechenden Plagegeist zu schützen, wird seit 30 Jahren das Instektenbekämpfungsmittel BTI in der Region Rheinpfalz versprüht. Ob das Konsequenzen für Mensch und Umwelt hat, untersucht Dr. Carsten Brühl gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern am Campus Landau im Rahmen des Projekts Moscofee. Stechmücken tun uns Menschen wenig Gutes. Sie verursachen juckende Stiche und stören gemütliche Grillabende unter freiem Himmel. Um der starken Vermehrung der Insekten entgegenzuwirken, gründete sich in den 1970er Jahren der Verein Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) und begann, das Bekämpfungsmittel BTI gegen die Larven einzusetzen. BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) ist ein für die Mücken tödlicher Eiweißstoff. Das Biozidprodukt in Form eines Eisgranulats wurde hier in der Region entwickelt und das Modell der großflächigen Schnakenbekämpfung wird weltweit exportiert. Laut Informationen von KABS hat BTI für Mensch und Umwelt keinerlei negative Konsequenzen, da es sich um einen biologischen Wirkstoff handelt. “Wissenschaftlich gesichert ist das jedoch nicht”, weiß der Landauer Ökotoxikologe Brühl. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes AufLand untersuchen …

Frank Seitz und Ricki Rosenfeldt haben mit der Analyse von Nanopartikeln den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Fotos: Lisa Leyerer

Erst Promovieren, dann Gründen: nEcoTox Consult testet Nanopartikel

Schon seit ihrer Zeit als Bachelor-Studenten im Fach Umweltwissenschaften beschäftigen sich Ricki Rosenfeldt und Frank Seitz mit Nanopartikeln. Die winzigen Teilchen werden immer häufiger bei der Herstellung von Alltagsprodukten eingesetzt. Mittlerweile haben die beiden sogar ihre Doktorarbeit über das Thema abgeschlossen und nicht nur das: Vor sechs Monaten wagten sie den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten die Firma „nEcoTox Consult“. Im Uniblog sprechen sie darüber, wie aus ihrer Forschungsexpertise eine Unternehmensgründung wurde. „Man kommt heute wahrscheinlich nicht mehr durch den Alltag, ohne mit einer Substanz oder einem Gegenstand in Kontakt zu kommen, in dem Nanopartikel enthalten sind“, weiß Frank Seitz vom Institut für Umweltwissenschaften. In vielen Farben, aber auch in Textilien, Lebensmitteln oder Spielzeugen sind die winzigen Partikel enthalten, denn Produkte können durch Nanopartikel häufig verbessert werden. Sonnencreme ist eins der bekanntesten Produkte, das Nanopartikel enthält. „Natürlich ist es besser, wenn die Partikel in Cremes klein sind, weil sie sich leichter auf der Haut verteilen lassen. Im besten Fall ergibt sich durch Nanopartikel keine dicke Schicht, sodass man nach dem Eincremen nicht ganz weiß aussieht“, …