Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beratung Probleme

Welcher Studiengang passt zu meinen Interessen und Fähigkeiten? Welche Berufsaussichten bieten sich? Und wie kann ich Probleme während des Studiums bewältigen? Bei diesen Fragen kann die Studienberatung der Universität Koblenz-Landau weiterhelfen. Bild: Fotolia/Thomas Reimer

Studienberatung: Anleitung zur Reflexion

Angesichts zahlreicher Möglichkeiten stehen Studienanfänger häufig vor der Frage: Wohin soll es gehen und was ist, wenn ich mich falsch entscheide? Petra Meinerz ist seit 25 Jahren Studienberaterin an der Universität Koblenz-Landau und gibt im Uniblog-Interview Einblicke in ihre Arbeit. Seit 25 Jahren beraten Sie Studieninteressierte und Studierende. Wer kommt zu Ihnen in die Beratung? Da gibt es verschiedene Gruppen. Zum Beispiel Studieninteressierte, die „Irgendwas mit…“ studieren wollen. Ich frage nach und gebe Denkanstöße, damit das Interesse konkreter werden kann. Es gibt aber auch Studieninteressierte, die schon einen genauen Plan haben. Hier geht es im Gespräch oft um eine Bestätigung des eigenen Lebensentwurfs oder darum, Formalitäten zu klären. Und was antworten Sie denjenigen, die ohne Plan kommen? Wir fangen dann bei Adam und Eva an. Auch hier stelle ich Fragen, um gemeinsam herauszufinden, wo die Interessen und Fähigkeiten des Studieninteressierten liegen. Es kommt auch manchmal vor, dass gleich die ganze Familie, auch ohne den Studieninteressierten selbst, in die Beratung kommt. Das ist nicht optimal, denn wenn Mama und Papa die Informationen einholen, kann es sein, dass Entscheidungen über den Kopf …

Das Leben ist nicht immer einfach: Kinder und Jugendliche wählen bei Problemen die Nummer gegen Kummer. Am anderen Ende sitzen oft auch Psychologie-Studenten der Uni Koblenz-Landau. Foto: Fotolia/ Beeboys

Sorgentelefon: Studierende helfen bei der Nummer gegen Kummer

Auch in Zeiten des Internets ist die „Nummer gegen Kummer“ gefragter denn je. Mehr als 13.000 Anrufe von Kindern und Jugendlichen gingen im vergangenen Jahr in der Beratungsstelle ein. Am anderen Ende der Leitung sitzen oft auch Psychologie-Studenten, die auf ehrenamtlicher Basis am Telefon zuhören und Tipps geben. UniBlog sprach mit der der 32-jährigen Diplom-Psychologin Vanessa Lang, Psychologin an der Uni Koblenz-Landau und Koordinatorin des Projekts beim Deutschen Kinderschutzbund Landau SÜW e.V.  Kinder- und Jugendtelefon hört sich altbacken an. Suchen die jungen Leute tatsächlich noch Rat über ein klassisches Kommunikationsmittel? Wir hatten im letzten Jahr 13.115 Anrufe von Kindern und Jugendlichen am Standort Landau, die sich beraten lassen wollten. Offensichtlich macht es also immer noch Sinn. Natürlich verweisen wir auch mal während des Gesprächs auf Internetseiten, beispielsweise wenn nach Sex-Stellungen gefragt wird. Was ist das Attraktive an der „Nummer gegen Kummer“? Es ist auf jeden Fall kostenlos und anonym. Das senkt die Hemmschwelle, bei uns anzurufen. Manche Kinder und Jugendliche haben einfach niemanden, dem sie vertrauen können oder mit dem sie über ihr Problem sprechen …