Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ausstellung

In seiner Abschlussarbeit hat Jakob Janßen die Einflüsse der afrikanischen Kultur auf die europäische Kunst untersucht. Für seine Drucke dienten ihm afrikanische Masken als Inspiration. Fotos: Philipp Sittinger

Mehr als ein Souvenir

Jakob Janßen hat in seiner Masterarbeit die Einflüsse afrikanischer Kultur auf europäische Kunst untersucht. Für seinen Abschluss im Master of Education mit den Fächern Sport und Kunst fertigte er neben der theoretischen Arbeit auch Druckgrafiken an, die er in seiner Abschlussausstellung zeigte. Die Inspirationsquelle: afrikanische Masken.

Christina Runkel-Horre hat Germanistik und Kunstwissenschaft am Campus in Koblenz studiert und dort auch promoviert. Heute leitet sie die Stadtgalerie in Neuwied. Foto: Hannah Wagner

Auf den Spuren von… Kuratorin Christina Runkel-Horre

In der Neuwieder Stadtgalerie stapeln sich Kisten und Kartons mit Werken, die auf die neueste Ausstellung warten. Dazwischen steht die 29-jährige Christina Runkel-Horre mit dem guten Gefühl, hier ihren Traumjob gefunden zu haben. Die promovierte Kunstwissenschaftlerin ist seit vergangenem Jahr Kuratorin der Stadtgalerie und spricht im Uniblog von ihren Zielen, Durchhaltevermögen im Studium und dem Berufsalltag, den es bei ihr eigentlich gar nicht gibt.

Der Künstler Rainer Steve Kaufmann ist in Landau aufgewachsen und hat Kunst am Campus Landau studiert. Nach einigen Jahren im Schuldienst kehrt er nun als Dozent an die Uni zurück. Fotos: Philipp Sittinger

Zeichnen, Lehren, Leben: Aus dem Alltag eines Künstlers

Das Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst am Campus Landau hat einen neuen Dozenten: Der Künstler Rainer Steve Kaufmann hat vor kurzem sein Büro in der Lazarettstraße bezogen. Als Experte für Zeichnung und Malerei betreut er die Studierenden bei ihrer Arbeit im Kunstatelier und lehrt außerdem im Bereich Fotografie, Video und Medienkunst. Ein kühler Luftzug weht zwischen alten Holzbalken hindurch. Sonnenlicht scheint durch ein kleines Fenster auf einen Tisch, auf dem große Baumrinden darauf warten, bearbeitet zu werden. Ein Sammelsurium aus Pinseln, Farben und Leinwänden gibt der Umgebung eine urige Atmosphäre. Unter dem Dach eines Altbaus im Landauer Franzosenviertel verbirgt sich Rainer Steve Kaufmanns heimisches Atelier, in dem er zeichnet, malt, ausprobiert und seine Werke sammelt. In dem Raum unterm Dach fällt der Blick zuerst auf eine große quadratische Leinwand: Ein historischer Kuppelbau, ein altes Kettenkarussell und ein lachendes Mädchen mit Cowboyhut – Kaufmanns Mutter. Das Gemälde zeigt das Kaiserslautern der 50er- Jahre und fängt die Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit ein. Seine Sammlung ähnelt einer Familiengeschichte: Nicht nur die Lebensgeschichte seiner Mutter verewigt er seit 2016 …

Eines der Porträts von Martin Lilkendey zeigt den zwölfjährigen Enisa aus dem Kosovo. Foto: Lilkendey

Flüchtlingsschicksale in Nahaufnahme

Martin Lilkendey ist Akademischer Oberrat für künstlerische Praxis und Didaktik am Institut für Kunstwissenschaft. Seine neuste Reihe „Where are we going“ porträtiert Flüchtlinge, die in Köln untergekommen sind. Seit September 2014 fotografiert Martin Lilkendey Personen in einem Kölner Container. Das Set ist ein ganz einfaches: ein schwarzer Hintergrund, ein Stativ mit Kamera und eine Fotoleuchte. Die Bilder sind intensiv. Vor allem wenn man weiß, welche Geschichten die Menschen haben, die der Koblenzer Dozent vor seiner Linse hat: Es sind Flüchtlinge. Seine Reihe “Where are we going” ist zur Zeit im Internet zu sehen. „Ich versuche, den Begriff Flüchtling zu personifizieren, meiner Ansicht nach ist der Begriff zu beschränkt und zu negativ behaftet für die Menschen, die damit gemeint sind“, meint Lilkendey. Seitdem die Medien verstärkt über das Thema berichteten, ist es ihm wichtig, die Problematik mit der Sprache anzugehen, die er am besten spricht. „Xenophobie, also Fremdenangst, führt zu Fremdenhass. Diese Angst verschwindet normalerweise, wenn man sich mit den Menschen beschäftigt, sie kennenlernt, sie ansehen kann“, sagt Lilkendey. Die Fotografie bietet in seinen Augen die …

In der Ausstellung Flux geht es um das Zusammenspiel von Licht und Schatten. Foto: twinlili/ pixelio.de

Flux: Eine Ausstellung, die Verborgenes sichtbar macht

Wo Licht ist, da ist auch Schatten – und wo Schatten ist, lässt sich künstlerisch etwas damit darstellen. Ob Malerei oder Fotografie, Schwarz-Weiß oder Bunt, das Spiel von Licht und Schatten weckt Kreativität und Neugierde. Flux heißt die Ausstellung, die eine engagierte Gruppe von Studierenden und externen Kulturbegeisterten derzeit plant. Der Name steht für einen Fluss aus Ideen, bestehend aus Kunst, Musik, Licht und Schatten. Am Samstag, 7. Dezember, öffnen sich ab 16 Uhr die Tore des ehemaligen Mittelrhein-Museums am Florinsmarkt für Kunst- und Kulturinteressierte. Wieso aber das Thema Licht und Schatten? „Das sind Dinge, die uns täglich umgeben“, erklärt die Kulturwissenschaftsstudentin Katja Wolf. Es geht darum, das sichtbar zu machen, was man sonst vielleicht kaum beachtet, obwohl es alltäglich ist. Mit Fotografie, Malerei, Film, Lyrik- und Theaterdarbietungen wollen die Organisatoren Kunst in die Koblenzer Altstadt bringen. “Die Ausstellung handelt davon, wie Schatten im Bild und als Bildmotiv funktioniert und wie er sich darstellen lässt”, erklärt Kunststudentin Natascha Seul, die für den Bereich der Kunstausstellung verantwortlich ist. Eine Schwarz-Weiß Fotoserie beschäftigt sich beispielsweise mit der …