Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ausland

Heute schreibt Campus-Reporterin Maria Preuß. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die Heimat in mir

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Maria Preuß auf die Suche nach ihrer Heimat. Ein Studium fernab der Heimat ist häufig die erste Gelegenheit, seine Wurzeln zu verlassen und Unabhängigkeit auszuprobieren. Während des Bachelorstudiums war es für mich noch kein großer Schritt, da ich in meiner Heimatstadt blieb. Aber ich lernte Kommilitonen kennen, die aus anderen Bundesländern kamen und mit 19 Jahren in die große Welt gezogen sind. Ein mutiger Schritt. Jetzt, wo ich für mein Masterstudium von Berlin nach Landau gezogen bin, wird mir das erst richtig bewusst. Trotz einiger Auslandsaufenthalte, bei denen ich das Weit-weg-Sein erprobt habe, bekomme ich häufiger Heimweh als erwartet. Ich vermisse meine Familie und Freunde, sehne mich nach vertrauten Orten und freu mich auf die nächste Heimreise. Wegen der Entfernung ist das nur alle vier Monate möglich. So wird Heimat zu einem entfernten, selten besuchten Ort. Manche Studierende können, wenn sie nach Hause fahren, bei ihren Eltern wohnen. Manchmal schlafen sie sogar in ihren alten Kinderzimmern. …

Das Team der Auslandsmesse beantwortet sämtliche Fragen zum Thema Auslandsaufenthalt im Studium. Foto: Jan Reutelsterz

Mit Mut ins Ausland

Wohin soll es gehen? Welche Kosten kommen auf mich zu? Was muss ich beachten? Ein Semester im Ausland zu organisieren, kann für viele Studierende eine Herausforderung darstellen. Die Auslandsmesse der Universität Koblenz-Landau bietet dabei Hilfestellung. Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und neue Perspektiven aufzuzeigen, sind die Ziele des Projekts. Zum Erfolg der Veranstaltung trägt ein interdisziplinäres Team aus mehreren universitären Einrichtungen bei.

“Wer ins Ausland möchte, sieht sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert”, weiß Constanze Juchem-Grundmann. Neben ihrer Anglistik-Professur leitet sie das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL), Universitäre Sprachenzentrum (USZ). und das Komepetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB). Die vielen Fragen der Studierenden zum Thema Auslandsaufenthalt, die je nach Kontext in den unterschiedlichen Einrichtungen eingehen, sind ihr nicht fremd. …

Die Welt kennenlernen - mit Erasmus + ist das für Studis, Doktoranden und Mitarbeitende der Uni möglich. Foto: Slava Bowman / Unsplash

Erasmus: Wie organisiere ich mein Auslandssemester?

Neue Wege gehen, die Welt entdecken und Vielfalt erleben: Mit einem Auslandsaufenthalt können Studierende nicht nur ihre Fremdsprachenkenntnisse ausbauen, sondern auch andere Kulturen kennenlernen. Seit mehr als 30 Jahren bieten Universitäten über das Erasmus- Programm den Austausch zwischen Partneruniversitäten in Europa. Welche Möglichkeiten es an der Uni Koblenz-Landau für einen Auslandsaufenthalt gibt und wie man sich bewirbt, verrät Dr. Iryna Shalaginova, Leiterin des Referats für internationale Zusammenarbeit, im Interview. Was ist Erasmus und wer kann davon profitieren? Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung von fachlichen, sprachlichen und kulturellen Kompetenzen, das für Studierende aber auch für Mitarbeiter der Universität, Dozenten und Professoren zu Lehr- oder Weiterbildungszwecken attraktive Auslandserfahrungen ermöglicht. Seit 2014 werden die EU-Bildungsprogramme und die Programme für Lebenslanges Lernen unter dem Oberbegriff Erasmus+ (Erasmus Plus) gebündelt. Hierzu gehören auch Programme der schulischen und beruflichen Bildung. Welche Möglichkeiten bietet Erasmus für Studierende? Mit dem Erasmus-Programm können Studierende sowohl an einer Partneruniversität im Ausland studieren als auch bei einem Auslandspraktikum wertvolle Einblicke ins Berufsleben sammeln. Pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktor) ist eine Förderung von bis …

Griechenland ist mehr als nur eine Auslandserfahrung, es ist zu einem zu Hause für unsere Reporterin geworden. Foto: Hannah Wagner

Baden im November und Schnee auf der Akropolis

Griechenland ist die Wiege der Demokratie, das Land von Olivenöl und Sonnenschein. Viele weitere Facetten des Landes lernt unsere Reporterin Hannah Wagner kennen, denn sie studiert zwei Semester in der griechischen Landeshauptstadt Athen. Für Uniblog berichtet sie von ihren Erfahrungen und rät jedem Studierenden einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen.

Ich liebe Griechenland! Seitdem ich 2010 das erste Mal auf Kreta arbeitete, bin ich fasziniert von dem Land im Süden Europas, seiner Kultur, den Menschen und der Landschaft. Aber auch wenn ich schon immer gerne durch die Weltgeschichte gereist bin und mich ferne Kulturen und Länder ganz besonders faszinieren, über einen sehr langen Auslandsaufenthalt hatte ich nie ernsthaft nachgedacht. Zu viele Aufgaben und Verpflichtungen in der Heimat gab es zu erledigen. Letztes Jahr dann war Schluss damit. …

Foto: Seidel

Forschung im Land der tausend Hügel

Sich auf einen Forschungsaufenthalt in Ruanda vorzubereiten, ist gar nicht so einfach: Während die eine Projektgruppe eine neue Frosch- und Pflanzenart entdeckt, widmet sich eine andere den örtlichen Agrarforstsystemen. Die Brücke vom “Land der tausend Hügel” zum Rhein schlägt das Ruanda-Zentrum in Koblenz. Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität agiert es als internationale Schnittstelle zwischen Projektarbeit und Wissenstransfer. Davon profitiert nicht nur die Forschung der Universität, sondern auch das Land. Nicht nur die ungefähre Flächengröße hat Ruanda mit Rheinland-Pfalz gemeinsam, seit über 30 Jahren ist die ehemalige deutsche Kolonie auch Partnerland von Rheinland-Pfalz. “Aus der Zusammenarbeit der beiden Länder ist die Uni-Partnerschaft entstanden”, erklärt Siegmar Seidel, Geschäftsführer des Ruanda-Zentrums am Standort Koblenz. Seit 1999 besteht eine Kooperation der Fächer Biologie und Geografie am Campus Koblenz. Mit dem Ruanda-Zentrum wird die Zusammenarbeit auch für andere Fachbereiche und Fächer ausgebaut. Schnittstelle zwischen Koblenz-Landau und Ruanda Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Seidel kennt Ruanda aus nächster Nähe, schon 13 …

In Seoul, der Hauptstadt von Südkorea, verbrachte die 21-jährige Lena May ihr Auslandssemester. Foto: Privat

Auslandssemester in Südkorea

Lena May ist 22 Jahre alt und studiert Kulturwissenschaft am Campus in Koblenz. Ihr 5. Semester verbrachte sie in Südkorea, an der Ewha Womans University in Seoul. Zurück in Deutschland berichtet sie an dieser Stelle von ihren Eindrücken, von Vorurteilen, Kuriositäten des Alltags und dem Studium im Ausland.

„Südkorea? Da willst du hin? Musst du dann auch Hund essen? Oder noch schlimmer – Insekten?“ Fragen, die ich mehr als einmal zu hören bekam, als ich mich zu einem Auslandssemester in Seoul entschloss, der blühenden Metropole Südkoreas. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Vorstellung, Hund zu essen, ist für die meisten Koreaner ebenso abwegig wie für uns. Und Insekten? Nun ja, es gibt Bondaegi, das sind Larven der Seidenraupe, aber auch die stehen glücklicherweise nicht auf dem täglichen Speiseplan. …