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Früh übt sich: Studentische Unternehmensberatung KoUnity

Probleme und Fragen für Unternehmen lösen - das lernen Studierende bei KoUnity. Dieses Wissen dürfen sie danach auch praktisch anwenden. Foto: Fotolia/fotogestoeber Probleme und Fragen für Unternehmen lösen - das lernen Studierende bei KoUnity. Dieses Wissen dürfen sie danach auch praktisch anwenden. Foto: Fotolia/fotogestoeber

Geschäftsprozesse verbessern, Businesspläne erstellen und Vertriebsstrategien optimieren: Herausforderungen aus der beruflichen Praxis schon an der Uni zu meistern, ist dank der studentischen Unternehmensberatung KoUnity e.V. möglich. In dem 2005 gegründeten Verein können Studierende verschiedener Fachrichtungen an der Universität und Hochschule in Koblenz Erfahrung im Bereich Management und IT sammeln.

Mitglieder der studentischen Unternehmensberatung KoUnity Foto: Privat

Mitglieder der studentischen Unternehmensberatung KoUnity Foto: Privat

Schon im Studium ein Consultant sein und Geschäftsführern auf Augenhöhe begegnen: Das klingt neben dem meist theoretischen Uni-Alltag spannend und wird mithilfe von KoUnity für Studierende Realität. Die studentische Unternehmensberatung greift kleinen und mittelständischen Firmen aus der Region unter die Arme, die selbst über keine eigene Beratung verfügen. Das Kompetenzspektrum von KoUnity reicht von Marktanalysen über Prozessmanagement bis hin zu Softwareevaluation und Webentwicklung. Für die Bearbeitung der jeweiligen Projekte wird ein individuell auf den Kunden abgestimmtes Beraterteam zusammengestellt. Doch bevor Studierende in die Berufswelt eintauchen können, müssen sie sich als Anwärter intern beweisen.

Aller Anfang ist schwer

Die 20-jährige Jeanine Krath ist seit 2013 aktives Mitglied bei KoUnity im Bereich Marketing & PR. Sie studiert Psychologie und Management im Zwei-Fach-Bachelor im fünften Semester an der Universität in Koblenz. Zu ihrem Start musste sie ein Anwartschaftsprojekt übernehmen: „Damals habe ich zusammen mit anderen Anwärtern für unseren Verein einen neuen Flyer designt“, erinnert sie sich. „Ich durfte mir einen Bereich aussuchen, in dem ich mein Projekt durchführen wollte.“ Neben Marketing & PR gibt es drei weitere Ressorts: Qualitätsmanagement & Wissensmanagement, IT und Human Ressources.

Bis zu sechs Monate kann es dauern, bis ein Kandidat als Mitglied aufgenommen wird. Während dieser Zeit sind drei Kriterien zu erfüllen: Zusätzlich zum Anwartschaftsprojekt absolvierte Krath Pflichtschulungen und übernahm wöchentlich bis zu drei Stunden Ressortarbeit. Für die Neulinge wird zuerst eine Basis für die zukünftigen Anforderungen geschaffen. Auf dem Programm stehen KoUnity-Basics, Beratergrundlagen, Projektmanagement, Soft Skills, IT-Grundlagenschulungen und Case Studies. Erst nachdem die Anwartschaft erfolgreich durchlaufen wurde, darf ein Mitglied bei externen Projekten sein Know-how für Unternehmen zur Verfügung stellen.

Optimale Zukunftschancen dank Networking

Die Arbeit lohnt sich: „Der zeitliche Aufwand neben dem Studium ist für mich als Vorstandsmitglied zwar enorm, aber ich sammle jede Menge Praxiserfahrung und knüpfe neue Kontakte, sodass sich der Einsatz bezahlt macht“, verrät Jeanine Krath. KoUnity ist Teil des Dachverbands JCNetwork, der mittlerweile 26 studentische Unternehmensberatungen umfasst. Regelmäßig finden Dachverbandstreffen statt, bei denen sich Studierende untereinander und mit deutschlandweiten sowie internationalen Unternehmenskontakten vernetzen können. Dadurch haben Mitglieder bereits frühzeitig die Möglichkeit, wichtige Ansprechpartner kennenzulernen und sie von sich als zukünftigen Mitarbeiter zu überzeugen.

Lena Hoffmann

Weitere Infos unter www.kounity.de

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