Monate: April 2018

Proaktive Karriereplanung heißt, seinen beruflichen Werdegang aktiv zu planen. Foto: Teresa Schardt

Karriereplanung: Immer in Bewegung

Anja Nigl arbeitet als Karriereberaterin im Career Service der Technischen Hochschule in Ingolstadt. Ihre Tätigkeit als selbstständiger Coach führt sie zu Workshops an die Uni Koblenz-Landau. Ihre Themen sind Kompetenzentwicklung und Karriereplanung. Begonnen hat das Interesse daran mit der Diplomarbeit ihres Erststudiums der Betriebswirtschaftslehre. Nun setzt es sich in der Masterarbeit ihres Aufbaustudiums der Erwachsenenbildung fort. Da die 35-Jährige zudem Mutter einer zweijährigen Tochter ist, gehört die praktische Erprobung der proaktiven Lebensgestaltung fest zu ihrem Alltag. In sämtlichen Karriereratgebern liest man die Formulierung proaktive Karriereplanung. Was ist das eigentlich? Laut Duden bedeutet proaktiv, dass man durch differenzierte Vorausplanung und zielgerichtetes Handeln die Entwicklung eines Geschehens selbst bestimmen und eine Situation herbeiführen kann. Das klingt natürlich etwas hölzern. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet proaktive Karrieregestaltung aus meiner Sicht, mit eigener Motivation und Initiative seine Karriere in die Hand nehmen, zu planen und zu gestalten. Und zwar vorausschauend und selbstbestimmend. Dazu muss man aber genau wissen, wo man aktuell steht, was man bisher erreicht hat und wohin man in der Karriereentwicklung will, Stichwort Selbstreflexion. Bildlich gesagt: Auf dem Karriereweg ist es …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Immer wieder sonntags

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute sinniert Hannah Wagner über das wichtigste ihrer Rituale und seine gesellschaftliche Relevanz: Den Tatort.  Dödö – Dödö – Dödödööö – Dö! Nichts hat sich in mein Gehirn so eingebrannt, wie die Titelmusik zum Tatort und nichts symbolisiert für mich so sehr das Ende der Woche. Der Retro-Oldschool-Nostalgie-Vorspann ist noch der gleich wie 1970: Damals wurde am 29. November die erste Folge ausgestrahlt. Inzwischen ist es die beliebteste Krimireihe der Deutschen. Fast 50 Jahre nach dem ersten Tatort hat sich sicherlich vieles verändert: Die Gesellschaft, die relevanten Themen, die Schauspieler, die Inhalte. Nur Vor- und Abspann mit den eingängigen Tönen von Klaus Doldinger sind geblieben und Beweis dafür, dass der Tatort Kultstatus hat. Die Meinungen zu diesem Klassiker des deutschen Fernsehens gehen allerdings auseinander: Entweder er gehört fest zum sonntäglichen Ritual oder er wird kategorisch abgelehnt. Entweder, man ist zur Sendezeit nicht erreichbar, oder man hat viel Platz auf den Straßen und in Restaurants. Dödöööööööööö Für mich ist Sonntagabend …

Foto: Philipp Sittinger

Foto-Reportage von der Immafeier: Studienstart in Landau

Nach dem Campus Koblenz hieß auch der Campus Landau seine rund 380 Erstsemester willkommen: Die Immatrikulationsfeier, die der Begrüßung der Studienbeginner und Neuberufenen den offiziellen Rahmen gibt, ist ein wichtiger Baustein, um eine neue Willkommenskultur zu etablieren. Das noch junges Format gibt den neuen Studierenden die Möglichkeit, das Studium aus vielen Perspektiven kennenzulernen und zu erfahren, dass Bildung und Forschung nicht immer ernst sein müssen. Uniblog-Reporter Philipp Sittinger hat die Veranstaltung mit der Kamera begleitet.  Die Präsidentin der Universität, Professorin Dr. May-Britt Kallenrode, ermutigte die Erstis, die Uni mitzugestalten: „Sie sind nicht nur Kunde, sondern auch Mitglied dieser Universität und haben die Chance, sie mitzugestalten.” Auch der Bürgermeister der Stadt Landau, Dr. Maximilian Ingenthron, richtete einige Worte an die Neu-Studierenden. Im Rahmen der Feier wurde auch Campuskulturpreis 2017 des Freundeskreises der Universität Koblenz-Landau in Landau an die Fachschaft Sozial- und Kommunikationwissenschaften verliehen. Vorsitzender Professor Dr. Ulrich Sarcinelli verkündete die Gewinner. Der mit 1.000 EUR dotierte Preis ging in diesem Jahr an die Fachschaft Sozial- und Kommunikationswissenschaften und wurde von der Firma ARCHIimedes Bauträger GmbH gestiftet. Seit mehr als 10 …

Jessica Lynn Turner hat bereits eine Ausbildung hinter sich und studiert nun Grundschullehramt. In ihrem Nebenjob als Leiterin einer Gesangs-AG sammelt sie wertvolle Erfahrung im Unterrichten. Foto: Philipp Sittinger

Leiterin einer Gesangs-AG für Kinder

Jessica Lynn Turner leitet eine Gesangs-AG an einer Grundschule. Für diesen Job braucht sie viel Durchsetzungsvermögen, denn Kinder wollen am Nachmittag lieber spielen als lernen. Dafür ist die Freude umso größer, wenn die singenden Nachwuchstalente Fortschritte machen. Wer sind Sie? Mein Name ist Jessica Lynn Turner. Ich bin 30 Jahre alt und lebe mit meinem Lebensgefährten und unserer Patchwork-Familie im 30 Kilometer entfernten Böhl-Iggelheim. Nach einer Ausbildung und langjähriger Berufserfahrung habe ich mich zu einem Lehramtsstudium entschieden und studiere Germanistik und Ethik im zweiten Semester. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was für einen Nebenjob machen Sie? Unter anderem leite ich einmal wöchentlich eine zweistündige Arbeitsgemeinschaft an der ortsansässigen Grundschule. Die AG nennt sich ”The Voice Kids”. Hierbei betreue ich, je nachdem, welche …

Katharina Bitzer (li.) und Dr. Stephanie Schuler haben gemeinsam ein Konzept für PriMa Lernwerkstatt entwickelt und einen Ort geschaffen, an dem Mathematik auf vielfältige Weise erlebt und praktiziert werden kann. Foto: Philipp Sittinger

PriMa Lernwerkstatt: Studierende im Materialparadies

Legosteine, Holzperlen, eine 360-Grad-Kamera, Schränke voller Gesellschaftsspiele und Bücher: In der PriMa Lernwerkstatt im Landauer Westring können Studierende für das Lehramt an Grund- und Förderschule mit den verschiedensten Lernmaterialien ihr mathematisches Theoriewissen in die Praxis umsetzen und in Projekten das Lehrersein üben. “Die Lernwerkstatt für die Primarstufe Mathematik ist das Zentrum für praktischen Austausch und didaktisches Ausprobieren im Bereich der Grundschulmathematik”, berichtet Katharina Bitzer. Sie ist seit Oktober 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Lernwerkstatt und kommt als erfahrene Lehrerin selbst aus der Praxis. Die  31-Jährige weiß, wie wichtig es für die Studierenden ist, sich gut auf den Lehreralltag vorzubereiten und welcher Förderbedarf für die Matheschüler besteht. Diesem Bedarf möchte das Team um Dr. Stephanie Schuler, Professorin für Grundschulmathematik, mit der Lernwerkstatt begegnen. Schuler brachte die Idee vor zwei Jahren in ihrem Berufungsverfahren mit an den Campus Landau. Gemeinsam mit Bitzer entwickelte sie in den vergangenen Monaten ein Konzept für die neue Lernwerkstatt, die zur Arbeitsgemeinschaft Didaktik der Grundschulmathematik gehört. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Hochschulprüfungamtes im Westring wurde eine Möglichkeit geschaffen, die Theorie des Studiums mit der …

Seit 1989 ist Maria Scholten Mitarbeiterin der Universität: Aktuell ist sie Leiterin des Studierendensekretariats am Campus Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Übersetzerin im Verwaltungs-Dschungel

Die Emil-Schüller-Straße in der Koblenzer Innenstadt lernt jeder Studierende im Laufe seines Uni-Lebens kennen, denn hier sitzt das Studierendensekretariat, deren Leiterin seit vielen Jahren Maria Scholten ist. Zu ihrem Berufsalltag gehören aber mehr als nur das Versenden von Zulassungs- und Rückmeldebescheiden.  Auf ihrem Schreibtisch stapeln sich Mappen, Ordner, Papiere und etliche Unterlagen, die darauf warten, bearbeitet zu werden. Mittendrin sitzt Maria Scholten an ihrem Schreibtisch: „Ein gewisses Chaos inspiriert. Wenn alles geordnet ist, erstickt mich das.“ Mit dieser Einstellung hat Scholten in den letzten 30 Jahren erfolgreich den Uni-Alltag als Mitarbeiterin gemeistert und sagt über sich selbst: “Ich bin wohl das, was man ein Urgestein der Universität nennen kann.” Das ist sie wirklich: Ursprünglich vom Niederrhein kam Scholten 1989 nach Koblenz, als die Universität noch Erziehungswissenschaftliche Hochschule (EWH) war. Zunächst im BAföG-Amt, dann in der Bauverwaltung, führte ihr Weg schließlich ins Studierendensekretariat, dessen Leitung sie in den 1990er-Jahren übernahm. Mehrmals ist sie in dieser Zeit mit der gesamten Verwaltung umgezogen: Vom Oberwerth in die Hohenzollener Straße, weiter an den Campus und letztlich in die Emil-Schüller-Straße (ESS). …

Uni-Rallye am Campus Koblenz.

Erstis erobern den Koblenzer Campus

Traditionell eine Woche vor Semesterbeginn findet am Campus in Koblenz die offizielle Erstsemesterbegrüßung statt, bei dem sich neben der Hochschulleitung auch die Fachbereiche, Einrichtungen und die viele Initiativen und Projekte, die das Leben an der Universität prägen und gestalten, vorstellen. Nach dem Begrüßungspart im Audimax erobern die Neu-Studierenden bei der Uni-Rallye den Campus. Uniblog-Reporter Jan Reutelsterz war mit der Kamera unterwegs und hat die schönsten Bilder eingefangen.