Monate: November 2015

Dr. Dagmar Flöck ist Leiterin des EU-Büros in Koblenz und unterstützt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beider Campi bei der Suche nach spannenden EU-geförderten Forschungsprogrammen. Foto: Adrian Müller

EU-Büro: Hilfe für Wissenschaftler

Längst sind Wissenschaft und Forschung nicht mehr auf Universitäts- oder Landesgrenzen beschränkt, sondern werden immer stärker internationalisiert. Um der Uni Koblenz-Landau innerhalb von EU-Forschungsprojekten mehr Präsenz zu verleihen, unterstützt das EU-Büro seit Anfang des Jahres Wissenschaftler an beiden Standorten bei der Suche nach geeigneten europäischen Forschungsprogrammen. Zwar bietet der europäische Wissenschaftsraum ein großes Angebot an Forschungsprogrammen, gerade für Nachwuchswissenschaftler ist es aber manchmal gar nicht so einfach, die passenden Kooperationen für ihre Forschungsinteressen zu finden. Hilfe bekommen Mitarbeiter der Universität Koblenz-Landau seit einiger Zeit von Dr. Dagmar Flöck. Sie ist Leiterin des EU-Büros am Campus Koblenz und hat den Überblick über die europäischen Forschungsprogramme. Neben Infoveranstaltungen für Doktoranden, Wissenschaftliche Mitarbeiter oder Professoren aller Fachbereiche sucht sie vor allem nach passenden europäischen Ausschreibungen und Projektideen für die individuellen Forschungsinteressen. “Matching” nennt sie das. “Die Betreuung erfolgt oft unkompliziert via E-Mail. Die Interessenten müssen mir nur einige Schlüsselbegriffe ihre Forschungsfelder betreffend zusenden, dann kann ich EU-weit nach geeigneten Programmen Auschau halten.” Darüber hinaus unterstützt Flöck auch bei der Antragstellung: “Es gibt bestimmte formale Vorgaben, die eingehalten werden …

Frank Seitz und Ricki Rosenfeldt haben mit der Analyse von Nanopartikeln den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Fotos: Leyerer

Erst Promovieren, dann Gründen: nEcoTox Consult testet Nanopartikel

Schon seit ihrer Zeit als Bachelor-Studenten im Fach Umweltwissenschaften beschäftigen sich Ricki Rosenfeldt und Frank Seitz mit Nanopartikeln. Die winzigen Teilchen werden immer häufiger bei der Herstellung von Alltagsprodukten eingesetzt. Mittlerweile haben die beiden sogar ihre Doktorarbeit über das Thema abgeschlossen und nicht nur das: Vor sechs Monaten wagten sie den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten die Firma „nEcoTox Consult“. Im Uniblog sprechen sie darüber, wie aus ihrer Forschungsexpertise eine Unternehmensgründung wurde. „Man kommt heute wahrscheinlich nicht mehr durch den Alltag, ohne mit einer Substanz oder einem Gegenstand in Kontakt zu kommen, in dem Nanopartikel enthalten sind“, weiß Frank Seitz vom Institut für Umweltwissenschaften. In vielen Farben, aber auch in Textilien, Lebensmitteln oder Spielzeugen sind die winzigen Partikel enthalten, denn Produkte können durch Nanopartikel häufig verbessert werden. Sonnencreme ist eins der bekanntesten Produkte, das Nanopartikel enthält. „Natürlich ist es besser, wenn die Partikel in Cremes klein sind, weil sie sich leichter auf der Haut verteilen lassen. Im besten Fall ergibt sich durch Nanopartikel keine dicke Schicht, sodass man nach dem Eincremen nicht ganz weiß aussieht“, …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die beste Party von allen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute erzählt Esther Bauer über ihre ersten Schritte als Studierende am Campus Koblenz. Was sie seitdem gelernt hat? Dass das Studium viele Freiheiten und Chancen bietet, man aber auch gut organisiert sein muss, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Ich habe zwei Beine, auf denen soll ich nun stehen. Dieser Gedanke war einer meiner ersten, als ich vor zwei Jahren per E-Mail benachrichtigt wurde, dass ich mein Studium in Koblenz antreten darf. Jeder hat so eine vage Vorstellung davon, wie das Studentenleben aussieht. Man feiert bis zum Morgengrauen, um direkt in den Hörsaal zu tanzen, und um dort zufällig festzustellen, dass in einem ein kleiner Albert Einstein, Immanuel Kant oder Max Weber steckt. Wir hoffen darauf, Neues zu erfahren, zu erkunden und zu begründen. Wie sieht denn die Realität aus? Fakt ist: Wir gehen viel feiern, aber nicht jeden Tag und nicht jede Woche. In erster Linie ist das Studium zum Studieren da. Diese Tatsache wir jedem Studierenden nach den …

Barbara Sterzenbach kopiert nicht nur, aber auch. Foto: Esther Bauer

Studentische Hilfskraft am Institut für Pädagogik

Die Koblenzer Studentin Barbara Sterzenbach arbeitet im Nebenjob als studentische Hilfskraft am Institut für Pädagogik. Auf der Lernplattform OLAT verwaltet sie Themen und Tutoren und wirkt auch bei Lehrveranstaltungen mit.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Barbara Sterzenbach, ich bin 27 Jahre alt und studiere im fünfen Semester den Bachelor Pädagogik. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin studentische Hilfskraft für die beiden Wissenschaftlichen Mitarbeiter Anna Katharina Wolf und Oliver Franken am Institut für Pädagogik in der Abteilung Weiterbildung und Gender. Was sind Ihre Aufgaben? Kopieren, Olat, Plattformen, Dinge hochladen, Foren verwalten, Power Point-Präsentationen überarbeiten, Literaturrecherche und ganz viel drucken, drucken, drucken. Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit? Wenn ich bei den Seminaren, bei Veranstaltungen und in der Organisation und …

Ihn fasziniert das Pathologische in der Welt der Literatur. Literaturwissenschaftler Nicolai Glasenapp beschäftigt sich in seiner Dissertation mit dem Zusammenhang von Literatur und Demenz. Foto: Adrian Müller

Nicolai Glasenapp erforscht Demenz in der Gegenwartsliteratur

Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz werden in der Gegenwartsliteratur immer häufiger als Thema aufgegriffen: Nicolai Glasenapp ist Doktorand am Institut für Germanistik in Koblenz. Für seine Promotion erforscht der Literaturwissenschaftler, wie Demenz in literarischen Texten dargestellt wird und wie dies zum Verständnis der Krankheit beitragen kann. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Mich interessiert, wie literarische Texte der Gegenwart das Krankheitsbild Demenz verarbeiten. Dabei möchte ich im Speziellen herausfinden, welches Wissen über diese Krankheit in der Gegenwartsliteratur durch die ästhetische Bearbeitung konstruiert wird. Ich interessiere mich für den Komplex des Pathologischen in der Literatur und habe festgestellt, dass sich seit 1996 zahlreiche belletristische Texte mit Demenz auseinandersetzen – beispielsweise wäre hier Martin Suter mit “Small World” zu nennen. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Toll finde ich an meinem Thema, …