Alle Artikel mit dem Schlagwort: SERIOR Graduate Academy

Dr. Jacqueline Breugnot betreut das Projekt SERIOR. In diesem Netzwerk sollen PhD-Studierende und Postdocs zusammenkommen und sich austauschen. Foto: Philipp Sittinger

SERIOR nimmt Nachwuchswissenschaftler an die Hand

Vier Jahre hat Dr. Jacqueline Breugnot das Drei-Länder-Projekt SERIOR zum Thema Risikomanagement als Philologin begleitet. Im Interview spricht die gebürtige Französin über interkulturelle Kommunikation, Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich und Gesprächssituationen, in denen man an seine Grenzen stößt. Ihr Fachgebiet ist die interkulturelle Kommunikation. Verschafft Ihnen das bei Interviews einen Vorteil gegenüber Kollegen? Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, dass meine Kollegen keine Probleme haben, Interviews zu führen. Ich will zwar hoffen, dass auch ich einige Kompetenzen in Sachen Kommunikation im Laufe der Jahre entwickeln konnte. Aber als französische Muttersprachlerin ist es komplizierter, mich zu verständigen und sicher zu sein, dass ich verstanden werde. Andererseits kann ich darum vielleicht mit etwas Entgegenkommen vom Interviewpartner rechnen. Und ich muss sagen, dass gerade diese kulturelle Herausforderung, nicht nur die Sprache, sondern auch die Denkweise umzusetzen, eine spannende Übung für mich  ist. Warum haben Sie sich dazu entschlossen, in Deutschland und nicht in ihrem Heimatland zu arbeiten? Das war eigentlich reiner Zufall. Ich habe in Frankreich studiert und wollte danach nicht gleich ins Berufsleben einsteigen. Ich habe mich deshalb …

Ob aus den Natur- und Umweltwissenschaften, aus Philosophie, Soziologie, Linguistik oder Mathematik - im Rahmen der SERIOR Graduate Academy forschen Nachwuchswissenschaftler der verschiedensten Fachbereiche gemeinsam zum Thema Risikomanagement und können sich im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen wie Summer-Schools, E-Learning Plattformen oder Seminarreihen weiterbilden. Foto: Fotolia/Gajus

Trinationales Risikomanagement

Der Startschuss ist gefallen: Bis Ende 2018 entsteht die SERIOR Graduate Academy an sechs Universitäten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Im Rahmen der Akademie sollen Wissenschaftler aus der Grenzregion Oberrhein zusammenarbeiten und sich in den Qualifizierungsmaßnahmen mit grenzüberschreitendem Risikomanagement beschäftigen. Rund 50 Mitarbeiter entwickeln zurzeit neue Programme für die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern. So wird der Wissenstransfer zum Thema Risikomanagement gefördert – interdisziplinär und transnational. SERIOR – das steht für Security (Sicherheit), Risk (Risiko) und Orientation (Orientierung). Die drei Begriffe werden unter den Schlagwörtern Risikomanagement und Risikokompetenz zusammengefasst. Dies ist auch der thematische Fokus der neuen Graduiertenakademie, die länderübergreifend in Deutschland, Frankreich und der Schweiz aufgebaut wird. „Man kann sich eine Vielzahl an grenzüberschreitenden Risiken vorstellen, wie Luftverschmutzung durch Brände oder Gewässerverschmutzung im Rhein. Da sich Risiken meist nicht für nationale Grenzen interessieren, müssen internationale Antworten gegeben werden“, erklärt der Sozialanthropologe und Historiker Dr. Ulrich Ufer, der wissenschaftlicher Koordinator des Projektes ist. Unterstützt wird er von Caroline Mohr. Sie hat einen Master im Fach Interkulturelle Kommunikation und ist für den adminsitrativen Teil der Projektkoordination verantwortlich. Beide …