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Für Christina Dahl ist Achtsamkeit ein wichtiges Werkzeuge zur Bewältigung eines stressigen Alltags. Ihr Wissen gibt die Wissenschaftliche Mitarbeiterin auch an Studenten weiter. Foto: Philipp Sittinger

Achtsamkeit statt Autopilot

In einer Welt, die immer schnelllebiger wird, schwirrt einem schon mal der Kopf. Wie mehr Bewusstsein für das Hier und Jetzt erreicht werden kann, lehrt Dr. Christina Dahl in einem Achtsamkeitskurs für Studierende der Bildungswissenschaft. Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitet im Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) am Campus Landau im Arbeitsbereich Gesundheit und Wohlbefinden. Damit wir es gleich am Anfang geklärt haben: Was ist Achtsamkeit? Achtsamkeit ist ein Konzept, das ursprünglich aus dem Buddhismus kommt. Es ist jedoch eine Haltung, die völlig unabhängig davon lebbar ist. Im Kern heißt Achtsamkeit zwei Dinge: Zum einen, dass man in jedem Moment des Lebens versucht, präsent zu sein. Das bedeutet, seine Aufmerksamkeit auf das zu lenken, wo ich gerade bin. Zum anderen, dass ich versuche, möglichst nicht zu urteilen. Es ist eine Eigenart von uns, dass wir alles sofort mit Labeln versehen: Finde ich gut, Will ich haben oder Gefällt mir nicht. An dieses Gefällt mir, gefällt mir nicht sind wir durch Soziale Netzwerke schon sehr gewöhnt… Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und …

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

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In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Nina Seel der Frage nach, wie sehr das Online-Sein unser Leben bestimmt und was am Offline-Trend so wohltuend sein soll. Gleich vorweg: Ich mag diesen Ausdruck nicht. Aber Digital Detox – die digitale Entgiftungskur – ist in aller Munde. Was man heute nicht alles fasten kann: Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten und sogar Online-Zeit. Von allem, was Sucht-Potenzial hat, kann man sich über einige Wochen der Entbehrung hinweg lossagen. Weg von den Alltags-“Drogen”, clean werden und den Körper von innen reinigen. Bis man das persönliche Suchtmittel nach der selbst auferlegten Auszeit zum ersten Mal wieder konsumiert und sich die Spirale aufs Neue beginnt zu drehen. Natürlich strukturiert das Online-Sein unseren Alltag und unser Denken. Morgens die Bahn-App zum Check der Abfahrtszeiten, in der Mittagspause der Blick in die Online-Speisekarte vom Lieblingsrestaurant und abends im Bett das Dauer-Scrollen durch sämtliche Social-Media-Kanäle. Kaum fehlt das WLAN oder neigt sich das Datenvolumen dem Ende zu, sind wir auf kaltem Entzug. Weil wir es …