Alle Artikel mit dem Schlagwort: Glück

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Zielgeführt zum Glück

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Diesmal plädiert Hannah Wagner dafür, sich Ziele zu setzen, um glücklicher durchs Leben zu gehen. Vor einiger Zeit habe ich mit einem Freund diskutiert. Seine Position: Sich Ziele setzen beschränke die Freiheit und das unbeschwerte Leben. Ein zielloses Leben in den Tag hinein mache frei und willensstark, weil man sich nicht durch das zwanghafte Erreichen eines Ziels stressen oder einengen würde. Ich hingegen glaube, dass gerade ein Leben ohne Ziele einengen kann, weil wir dann nicht mehr selbst entscheiden, in welche Richtung wir laufen und auf welchen Pfaden des Lebens wir wandern. Ohne selbstbestimmte Richtung wird man nämlich von den Zielen anderer bestimmt – denen von Freunden, Familie, der Arbeitsstelle oder der Gesellschaft. Dann verläuft man sich in blindem Aktionismus ohne Vorwärts zu kommen, verschwendet Energie und tritt auf der Stelle. Ziel: Vorankommen Da ich ein selbstbestimmtes Leben bevorzuge, habe ich mir also bewusst Ziele und Vorhaben gesetzt. Klingt stark nach Bucket List, ist aber definitiv weniger spektakulär, weil es keine dramatisch-ausgefallenen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Collage meines Lebens

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Diesmal nimmt Esther Guretzke Abschied vom Uniblog und von ihrem Studentenleben. Dies ist die vorläufig letzte Kolumne von mir für den Uniblog. Kurz nach dem Studium habe ich, schneller als gedacht, eine Arbeitsstelle gefunden und gemerkt, dass ich meine vier anderen Jobs, die ich während der Studienzeit hatte, nicht mehr parallel laufen lassen kann. Ich musste einen Cut machen. Mir wurde bewusst, dass damit ein neuer Lebensabschnitt eintritt. Ganz offiziell: Ich bin nun Arbeitnehmerin und keine Studierende mehr. Nachdem mein Studium beendet war, begann ich, in meiner Wohnung auszusortieren. Ich hatte einen inneren Drang, mich von Dingen aus der vergangenen Zeit zu trennen. Das bedeutet nicht, dass ich jedes Foto in die Tonne schmiss. Im Gegenteil, ich entdeckte alte Schätze neu und nun hängen meine Liebsten in frisch gestrichenen weißen Rahmen. Außerdem kramte ich meine Musikboxen aus und räumte eine Kommode frei, damit sich meine Platten nun im angemessenen Rahmen kratzig drehen können, und ich entdeckte alte Notizbücher. Beim …

Heute schreibt Campus-Reporterin Constanze Schreiner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Hallo Glück

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Constanze Schreiner wurde als Kind oft gefragt, was sie denn mal werden will, wenn sie groß ist. Sie selbst stellt sich diese Frage immer noch und versucht heute, endlich eine Antwort darauf zu finden. Wenn man groß ist, fragt einen kaum jemand mehr, was man mal werden möchte. Dabei fühlt sich diese Frage für mich aktueller denn je an. Alt? Berühmt? Erfolgreich? Glücklich? Wenn ich mir aus dieser Liste etwas aussuchen müsste, würde ich mich für glücklich entscheiden. Das Ziel ist ausgemacht, aber was ist der effektivste Weg dorthin? Höher, schneller, weiter, fitter, schöner, effektiver. Ziele zu haben und sich beständig verbessern zu wollen ist lobenswert. Allerdings – wie so oft im Leben – sollte man es nicht übertreiben. Große Zeitungen titeln vom Optimierungswahn und wenn ich ehrlich bin, gehöre auch ich zu den bekennenden Optimierern und versuche meine Zeit so effektiv wie möglich zu nutzen. Ich will morgens Haare waschen? Super, dann mach ich noch schnell Sport davor, …

Glück kann vieles bedeuten: Gesundheit, Geld, Familie oder einfach nur ein leckeres Stück Schokoladenkuchen. Inwiefern wir für unser Glück selbst verantwortlich sind, erklären zwei Koblenzer Wissenschaftlerinnen in Interview. Foto: Fotolia/jakkapan

Die Suche nach dem Glück

Rotraut Walden und Diana Boer sind Expertinnen in Sachen Glück. Im Interview sprechen die beiden Wissenschaftlerinnen darüber, was Glück eigentlich ist, wie man es erreicht und was es für jeden Einzelnen bedeutet. Ein schönes Haus, gute Noten, toller Job, eine gesunde Familie: Jeder Mensch hat eigene Vorstellungen davon, was zum glücklich sein dazu gehört ist. Wie definiert die Wissenschaft Glück? Walden: Vor 1979 hatte kaum eine psychologische oder medizinische Fachzeitschrift etwas zu Glück oder gar der Psychologie des Glücks verfasst. Boer: In den letzten Jahren wurde das Thema Glück immer zentraler in der Psychologie. Es stellte sich heraus, dass Menschen, die sich als glücklich bezeichnen, sich eher als Meister ihres Lebens sehen. Geld gehört zum Beispiel nicht zu den Faktoren, die glücklich machen. Dies ist eine reine Wunscherfüllung oder kurzweilige finanzielle Befriedigung, jedoch kein Glücksfaktor. Sagt man nicht, dass Menschen mit Geld weniger Sorgen haben? Boer: Richtige Armut hat langfristig negative Konsequenzen für das Wohlbefinden. Abgesehen davon würde ich aber sagen, dass reiche Menschen nicht unbedingt wenigerSorgen haben; sie haben andere. Einkommen ist generell ein Paradoxon. Der …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Das Leben ist schön

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute schlägt Esther Bauer nachdenkliche Töne an und rät, das Leben zu lieben und nicht schon heute an die Probleme von morgen zu denken. Das Leben ist schön. Das ist eine Tatsache, eine Einstellung, eine Weisheit. Sie ist allumfassend und manchmal schwer zu verstehen. Dann kommt einem das Leben nicht schön vor. Vielmehr wirkt es beängstigend und wächst einem wie giftiger Efeu über den Kopf. Doch wo Schatten sind, da ist auch immer Licht. Wir sind Studierende, denen viele Möglichkeiten geboten werden. Wir können uns mit Themen befassen, die uns interessieren, Auslandssemester wahrnehmen, reisen, neue Leute kennenlernen und vor allem können wir lernen, über den Tellerrand zu schauen, um zu sehen, dass dort ein reich gedeckter Tisch steht. Die meisten von uns werden für ihr Leben Pläne schmieden. Das ist menschlich. Ebenso menschlich ist, dass wir mit anderen mitfühlen, dass wir emotional sind und dass es noch nicht einmal unsere eigenen Schicksalsschläge und scheiternden Pläne sein müssen, die unseren Tisch mit …

Heute schreibt Campus-Reporterin Carolin Höring. Zeichnung: Carolin Höring.

Freitag, der 13.

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Carolin Höring über Pleiten, Pech und Pannen an einem Freitag, den 13. und darüber, dass Unglück manchmal reine Ansichtssache ist. Freitag, der 13. – ein fürchterlicher Tag. Eigentlich sollte ich im Bett bleiben. Ich sollte mir die Decke über den Kopf ziehen und abwarten, bis der ganze Spuk vorbei ist. Schwarzen Katzen, Autounfällen und anderen Pechmomenten einfach aus dem Weg gehen. Aber das ist gar nicht so leicht. Mein Stundenplan zwingt mich aus dem Haus, nach Landau, in die Uni. Da kann man nichts machen. Also nehme ich mir vor, heute besonders vorsichtig über die Straße zu gehen und lieber zweimal zu schauen, als mich von einem LKW überrollen zu lassen. Mal sehen, ob es etwas bringt. Unglücksboten Ich gehe also aus dem Haus. Und siehe da, da sitzt schon die schwarze Katze der Nachbarin auf der Mauer und schaut mich herausfordernd an. Ohje, denke ich mir, der Tag kann schon nichts Gutes bringen. Auf der Fahrt …