Alle Artikel mit dem Schlagwort: Freundschaft

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Ein Freund, ein guter Freund

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute singt René Lang ein Loblied auf eine ganz besondere Freundschaft. Wo wären wir ohne unsere engsten Freunde? Was würden wir ohne diejenigen tun, die uns den Rücken freihalten, selbst wenn wir mal im Unrecht sind? Mit wem würden wir unsere Geheimnisse teilen, wer nimmt uns in den Arm, wenn nicht sie? Die Comedian Harmonists singen: Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt. Ich glaube, es ist an der Zeit, sich bei einem meiner ältesten Freunde zu entschuldigen. Erst Disney, dann Rost Unsere Freundschaft hat über die vergangenen Jahre zwar etwas Rost angesetzt, dennoch möchte ich sie nicht missen. Wir kennen uns schon seit 20 Jahren. Auch wenn es weit zurückliegt, erinnere ich mich noch genau an unsere erste Begegnung: Du standest plötzlich in deinem hellblauen Disney-Outfit vor mir und wolltest, dass ich mit dir spiele. Meine Eltern konnten uns kaum voneinander trennen. Von diesem Tag an waren wir beste Freunde. Ein Dream-Team wie Timon und Pumbaa, …

Inga Wüsthoff wohnt in einer Wohngemeinschaft mitten in der Koblenzer Altstadt. Unser Reporter besuchte die WG kurz vor Weihnachten und kam in den Genuss einer festlich geschmückten Wohnung. Fotos: Teresa Schardt

WG in der Koblenzer Altstadt: Unter einem Dach vereint

Wenn Mitbewohner zu Freunden werden, wird es nie langweilig. Inga Wüsthoff wohnt seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt und schwärmt von  ihrer Wohngemeinschaft. Das Geheimnis der Kulturwissenschaftlerin: Nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Wer wohnt hier? Unsere kleine Wohngemeinschaft besteht aus vier Personen, einer Frau und drei Männern. Ich selbst bin Kulturwissenschaftlerin, während meine Mitbewohner Germanistik und Web Science studieren. Wir kannten uns teilweise bereits im Vorfeld, innerhalb der WG sind wir aber schnell zu Freunden geworden. Ob morgens, mittags oder abends, es findet sich immer etwas Zeit, um zusammenzusitzen und zu reden. Aufgrund der verschiedenen Ausrichtungen unserer Studiengänge wird uns dabei auch nie langweilig. Es gibt immer Themen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren können. Die einzelnen Lebenspartner zählen eigentlich auch zur Wohngemeinschaft dazu. Manchmal kommt es vor, dass alle auf einmal da sind. Dann ist die Wohnung zwar ziemlich voll, aber es wird umso lustiger. Treffen sich eine Kulturwissenschaftlerin, ein Germanist und zwei Informatiker in einer Wohnung. Klingt fast wie ein Witz, aber wie funktioniert das Zusammenleben? Es ist ein großer Vorteil, wenn man …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Terminierte Freundschaften: Verschwendete Lebenszeit oder Bereicherung für das Leben?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Lisa Engemann, was mit Freundschaften passiert, wenn das Leben sich verändert. Als ich ein Teenager war, wollte ich mit jedem, den ich kennengelernt habe, für immer befreundet sein. Mittlerweile lerne ich oft neue Leute kennen, die mir direkt sympathisch sind. Inzwischen ertappe ich mich bei der Frage: Lohnt es sich überhaupt, in diese Freundschaft zu investieren? Nach kurzer Zeit werde ich sowieso wieder umziehen. Sei es wegen des Studiums, des Jobs oder des Partners. Und dann habe ich wieder einen Freund oder eine Freundin, die ich vermisse. Wenn der gemeinsame Kontext fehlt, was bleibt dann von der Freundschaft? Es ist mit viel Aufwand verbunden, seine verschiedenen Freundschaften zu pflegen: Jeder wohnt woanders, arbeitet zu unterschiedlichen Zeiten und hat selbst noch Verpflichtungen in den verschiedensten Kontexten. Ich habe das Gefühl, je älter man wird, desto komplizierter wird das mit den Freundschaften. Jedes Mal, wenn ich zum Beispiel meine beste Freundin aus der Schule sehe, haben wir so …

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

C’est la vie!

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute erzählt René Lang, warum seine Familie eine besondere Beziehung zu Frankreich hat. Merkel und Macron machen es vor, wir machen es nach: Seit fast 75 Jahren pflegt meine Familie ihre ganz persönliche deutsch-französische Freundschaft. Meine Großmutter war noch ein kleines Mädchen, als sie zum ersten mal auf Georges traf. Ein großer Mann mit Baskenmütze auf dem Kopf und breitem Grinsen im Gesicht. Er war zusammen mit etwa 30 anderen Männern in ihrem Dorf untergekommen, um den Anwohnern auf dem Feld zu helfen. Eine Tafel Schokolade war sein erstes Geschenk an meine Oma. Der damals 23-Jährige war 1940 als französischer Kriegsgefangener nach Deutschland gekommen. Obwohl der Grund seiner Ankunft ein furchtbarer war, erwuchs aus der Begegnung eine Freundschaft, die bis heute anhält. Durch ständigen Briefwechsel und regelmäßige Besuche wurde sie über drei Generationen fortgeführt. In dieser Woche ist Georges Enkelsohn Laurent zusammen mit seiner Familie bei uns zu Gast. Küsschen links, Küsschen rechts Aufgeregt stehe ich vor der Ferienwohnung und …