Alle Artikel mit dem Schlagwort: Forschungskooperation Israel

Andere Länder, andere Sitten: Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Haifa untersuchen das Mediennutzungsverhalten in Deutschland und Israel. Foto: Rawpixel/Unsplash

Israel vs. Deutschland: Wer nutzt Medien wie?

Während die deutschen Medien hierzulande einen seriösen Ruf genießen, bringen Israelis ihren Medien nur wenig Vertrauen entgegen. Warum sich die Einstellung zu Medien und ihre Nutzung in den beiden Ländern so stark unterscheidet, untersucht ein Team aus Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau, der Universität Haifa und der University of Amsterdam. Bereits seit 2015 besteht eine intensive Kooperation zwischen dem Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik (IKM) in Landau und dem Department of Communication der Universität Haifa. Die Mitarbeitenden der Universitäten interessieren sich für die Frage, wie der Konsum politischer Nachrichten mit dem Vertrauen in Medien und in Politiker zusammenhängt. Innerhalb der Kooperation von Professor Yariv Tsfati auf israelischer sowie Professorin Michaela Maier und Assistant-Professor Lukas Otto auf deutscher Seite, sind bereits mehrere Studien zur Frage entstanden, wie Menschen politische Inhalte auswählen und die Rezeption welcher Medieninhalte politisches Vertrauen beeinflussen können. “Israel und Deutschland bieten sich als Vergleichsländer an. Obwohl die Mediensysteme und das politische System theoretisch ähnlich sind, unterscheiden sie sich in ihren Einstellungen gegenüber Medien und Politik sowie in ihren Medieninhalten und Mediennutzung erheblich”, erklärt Otto, der mittlerweile vom …

Die Gilat-Forschungsstation in Südisrael: Das Foto zeigt eine charakteristische Anbauweise, um eine mechanische Olivenernte zu ermöglichen. Foto: Markus Kurtz

Umweltschädliches Abwasser: Landauer forschen in Israels Olivenhainen

Olivenöl gehört zur Grundausstattung fast jeder Küche. Wie schädlich jedoch das Abwasser sein kann, das bei der Herstellung des Öls entsteht, hat eine Gruppe von Wissenschaftlern um Professorin Gabriele Schaumann vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau im Projekt Trilat–Oliveoil untersucht. Doktorand Markus Kurtz berichtet von der trilateralen Zusammenarbeit mit israelischen und palästinensischen Forschern und erklärt, wie das Olivenölabwasser für die Olivenhaine Israels unschädlich und nutzbar gemacht werden kann. Die Auswahl an Olivenölen aus unterschiedlichen Regionen der Welt ist groß. In Israel und den palästinensischen Gebieten liegt die Bewirtschaftung von Olivenhainen fast ausschließlich in familiärer Hand. Sowohl in der trockenen Vegetation im Süden des Landes als auch im bergigen Felsland im Westjordanland wachsen die Sträucher mit den beliebten Früchten. Das Abwasser, das bei der Produktion des Öls entsteht, stellt für die Bauern jedoch eine große Herausforderung dar. Mangels fehlender Infrastruktur für eine umweltgerechte Entsorgung wird es häufig in schädlich großen Mengen auf den Feldern ausgebracht oder illegal in Flüsse eingeleitet. Die Arbeitsgruppe Umwelt- und Bodenchemie der Universität Koblenz-Landau hat sich dieser Problematik angenommen und im …

Auf Delegationsreise in Israel: Malu Dreyer (Mitte) und Vizepräsidentin Professorin Dr. Gabriele Schaumann (rechts daneben) beim Besuch des Felsendoms auf dem Tempelberg in Jerusalem.

Mit Malu Dreyer nach Israel

„Deutsch-israelische Freundschaft leben, Partnerschaften ausbauen“ – unter diesem Motto reiste die Bundesratspräsidentin Malu Dreyer Ende Oktober nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete. Begleitet wurde sie von einer Delegation, zu der auch die Vizepräsidentin der Universität Koblenz-Landau, Professorin Dr. Gabriele Schaumann, gehörte. Stationen der viertägigen Reise waren unter anderem die Besuche des Forschungsprojektes Oliveoil in Gilat und eines Kooperationspartners der Friedensakademie: Givat Haviva. Sie haben die Bundesratspräsidentin Malu Dreyer mit nach Israel begleitet. Was hat Sie dazu bewogen, mit in den Flieger zu steigen? Ich bin in meiner Funktion als wissenschaftliche Leiterin des trilateralen Forschungsprojekts Oliveoil zu der Reise eingeladen worden. Die Zusammenarbeit mit israelischen und palästinensischen Kooperationspartnern ist nicht nur hinsichtlich des Forschungsthemas interessant und umweltpolitisch aktuell. Es hat uns auch ermöglicht, Einblicke in die sozialen, gesellschaftlichen und politischen Hintergründe des Lebens und Forschens in dieser krisengeschüttelten Region zu bekommen. Durch die Zusammenarbeit sind Wissenschaftler aus Deutschland, Israel und dem Westjordanland zusammengekommen. Die gemeinsame Forschung an dem in großen Teilen des Mittelmeerraums zentralen Thema hat Studierende dieser drei Regionen auf einzigartige Weise zusammengebracht. Damit hat dieses Projekt …