Alle Artikel mit dem Schlagwort: Diplomarbeit

Carsten Brühl testet in seiner Arbeitsgruppe nicht nur die Auswirkung von Pestiziden, sondern versucht auch privat, die Umwelt zu entlasten - und fährt 20 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit. Foto: Philipp Sittinger

Carsten Brühl: “Es ist Zeit, zu handeln”

Er empfiehlt, möglichst lange zu studieren und spricht sich im Sinne der Umwelt gegen weitere Parkplätze für die Studierenden aus: Dr. Carsten Brühl leitet seit 2006 die Arbeitsgruppe Community Ecology & Ecotoxicology und testet dabei die Auswirkungen von Pestiziden. Bei Forschungsaufenthalten in den Tropen ist er Zeuge der unbarmherzigen Abholzung der Wälder geworden. Sein Appell: Sich der aktuellen Umweltprobleme nicht nur bewusst sein, sondern auch handeln.  Wann haben Sie gemerkt, dass der Weg in die Wissenschaft der richtige für Sie ist? Gemerkt habe ich das eigentlich schon, bevor ich mit dem Studium der Tropenökologie begonnen hatte. Nach dem Zivildienst war ich mit meinem Rucksack ein halbes Jahr in Afrika unterwegs und bin bei der Reise auf Wissenschaftler gestoßen. Das ist ja gar nicht schlecht, habe ich mir gedacht. Diese Wissenschaftler sitzen da in Zentraluganda und untersuchen das Leben einer Antilope, das könnte ich mir auch vorstellen. Dementsprechend habe ich mein Studium gewählt. Und da es mich schon immer gereizt hat, außerhalb von Deutschland zu forschen, bin ich schließlich für meine Diplomarbeit und später für meine …

In Australien erforschte die Molekularbiologin Kathrin Theissinger das Paarungssystem der Flatback-Schildkröte. Foto: Philipp Sittinger

Meeresschildkröten und ihr Paarungssystem

Eigentlich wollte Dr. Kathrin Theissinger Molekularbiologie studieren. Doch als sie ihre Liebe zu Meeresschildkröten mit der molekularen Ökologie verbinden konnte, führte sie ihr Weg zur Naturschutzgenetik. Ihre Diplomarbeit zum Paarungssystem der Flatback-Schildkröte legte den Grundstein für ihre berufliche Ausrichtung. Sie haben Biologie in Mainz studiert, ihre Diplomarbeit jedoch an der University of Canberra geschrieben. Wie ist es dazu gekommen? Das lief über einige Umwege, quasi von Griechenland über Galapagos nach Australien. Nach meinem ersten Jahr an der Universität Mainz arbeitete ich in den Semesterferien drei Monate auf Kreta in dem Meeresschildkröten-Schutzprojekt Archelon. Da hat mich die Leidenschaft zu Meeresschildkröten gepackt. Ich erfuhr von einem weiteren Schildkrötenprojekt auf den Galapagosinseln. Da ich schon immer dorthin wollte, entschied ich mich, in meinem fünften Semester ein Freisemester zu nehmen, um ein halbes Jahr dort zu arbeiten. Zurück in Mainz habe ich dann mit meinem Hauptfach Molekulare Ökologie begonnen. Während des Studiums stieß ich auf einen Artikel, in dem es um die Populationsgenetik und Phylogeographie von Meeresschildkröten ging, also die stammesgeschichtliche und geografische Herkunft. Mir fiel auf, dass es …