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Aaron Görgen studiert nicht nur Informationsmanagement, sondern engagiert sich auch im AStA-Fachbereichsrat als Vertreter für die Themen Queer und Gleichstellung. Foto: Emily Nolden

Anders als die Anderen, die ganz anderes sind

Informationsmanagement-Student Aaron Görgen engagiert sich seit seinem 16. Lebensjahr für soziale Gerechtigkeit und ist Referent im AStA-Referat Queer und Gleichstellung. Schicksale von queeren Menschen motivieren Görgen, sich für andere einzusetzen und auch zu seiner eigenen Homosexualität zu stehen. „Das Gefühl, anderen zu helfen, erfüllt mich”, sagt er. “Es ist toll, Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“

Das AStA-Referat Queer und Gleichstellung ist die Anlaufstelle für Homosexuelle, Bisexuelle, Asexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle der Universität Koblenz-Landau. Das oberste Ziel ist die Gleichstellung aller Menschen – keine Gruppe darf diskriminiert werden. Dem AStA-Referat zugehörig ist der Queer-Arbeitskreis. Dieser entstand im Wintersemester 18/19 und zählt momentan zehn Personen. Die engagierte Gruppe trifft sich ein- bis zweimal monatlich, teilweise an wechselnden Orten oder dem Hauptsitz im N-Gebäude.

Heute schreibt Campus-Reporterin Emily Nolden. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Studieren mit anderen Augen

7,9 Semester verbringen wir durchschnittlich an unserer Hochschule, bis wir den ersten Berufseinstieg wagen. Das ist eine Menge Zeit auf engstem Raum mit Kommilitonen, Mitbewohnern und Professoren. Aus diesen Jahren kann man jedoch weitaus mehr mitnehmen, als die meisten denken. Mit genervtem Blick und eiligen Schritten eilt der Studierende aus dem Hörsaal. Es ist bereits dunkel, der Magen knurrt und der Professor brauchte eine gefühlte Ewigkeit für seinen letzten trivialen Satz. Nur schnell nach Hause auf die Couch und abschalten. Doch dann: Der Klang eines Klaviers, der Gesang eines Chors, lautes Diskutieren im Gang, ein Pärchen in Trainingsanzug und eine Reporterin, begeistert vom künstlerischen Talent ihres Interviewpartners. Diese und ähnliche Szenen kann jeder beobachten, der am Abend nicht den schnellsten Fluchtweg sucht, sondern mit offenen Augenüber den Campus geht. Doch was zeichnet die angeblich schönste Zeit unseres Lebens, die Studienzeit, aus, und wie kann man sie in vollen Zügen genießen? Wir starten unser erstes Semester und werden gleich mit Angeboten überhäuft. Kneipentour, Unirallye, Ranger aus dem höheren Semester, Winteruni, Hochschulsport und ein riesiges Kursangebot. Welcher …