Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beziehung

Heute schreibt Campus-Reporterin Maria Preuß. Foto: Unsplash

Die Heimat in mir

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Maria Preuß auf die Suche nach ihrer Heimat. Ein Studium fernab der Heimat ist häufig die erste Gelegenheit, seine Wurzeln zu verlassen und Unabhängigkeit auszuprobieren. Während des Bachelorstudiums war es für mich noch kein großer Schritt, da ich in meiner Heimatstadt blieb. Aber ich lernte Kommilitonen kennen, die aus anderen Bundesländern kamen und mit 19 Jahren in die große Welt gezogen sind. Ein mutiger Schritt. Jetzt, wo ich für mein Masterstudium von Berlin nach Landau gezogen bin, wird mir das erst richtig bewusst. Trotz einiger Auslandsaufenthalte, bei denen ich das Weit-weg-Sein erprobt habe, bekomme ich häufiger Heimweh als erwartet. Ich vermisse meine Familie und Freunde, sehne mich nach vertrauten Orten und freu mich auf die nächste Heimreise. Wegen der Entfernung ist das nur alle vier Monate möglich. So wird Heimat zu einem entfernten, selten besuchten Ort. Manche Studierende können, wenn sie nach Hause fahren, bei ihren Eltern wohnen. Manchmal schlafen sie sogar in ihren alten Kinderzimmern. …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Etwas Wunderbares passiert, wenn man die Augen füreinander öffnet

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute stellt Lisa Engemann fest, dass Versöhnung der einzige Weg ist, um mit anderen Menschen glücklich zu werden. Drei Situationen, die mich zum Nachdenken angeregt haben: Zwei Menschen leben zusammen, seit sie denken können. Das Leben davor ist im Dickicht der Erinnerungen verschwunden. Sie liebten sich, lieben sich noch. Aber sie zeigen es sich nicht mehr. Zu viele Missverständnisse sind ungeklärt. Alle Versuche sind gescheitert. Beide leben frustriert nebeneinander und hegen ihren Groll gegeneinander. Das Miteinander? Vergangen. Alle sind an diesem Tag gekommen: Onkel, Tanten, Großcousinen, Omas, Papas und Schwippschwager. Einer aus ihren Reihen ist tot. Auf der Beerdigung sehen sich alle wieder. Verstohlen schauen sie sich an, wenn sie denken, der andere sieht sie nicht. In der Familie kursieren Gerüchte, jeder erzählt etwas über den anderen. Doch keiner will Schuld sein an dem Schlammassel, in dem alle knietief stecken. Jemand läuft die Straße entlang, ein anderer kommt ihm entgegen. Sie sind sich noch nie begegnet und glauben doch, …