So wohnt der Campus
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Wohnen wie in der Villa Kunterbunt

Maria Preuß ist vor Kurzem für den Master nach Landau gezogen und fühlt sich in ihrer großen WG schon sehr heimisch. Fotos: Philipp Sittinger

Maria Preuß ist vor Kurzem für den Master nach Landau gezogen und fühlt sich in ihrer großen WG schon sehr heimisch. Fotos: Philipp Sittinger

Die meisten Studis wohnen in einer WG – in einem Haus mit Balkon, Garten und zwei Küchen leben allerdings die wenigsten. Dass das Zusammenleben mit zehn anderen Leuten gar nicht so sehr drunter und drüber geht, wie man meinen könnte, hat uns Maria Preuß verraten, die ihren Master in Landau macht und seit vergangenem Oktober in einer kunterbunten WG wohnt.

Sie wohnen mit 11 Personen in einem Haus. Haben Sie vorher schon in so großen WGs gewohnt?

Nein, ich hab zwar schon in den verschiedensten Konstellationen gewohnt, aber eher in 2er- bis 4er-WGs. Eine meiner größten Wohngemeinschaften umfasste sieben Leute. Da haben wir über zwei Etagen gewohnt, mit Zugang zum Dach. Seitdem ich dort erleben konnte, dass viele Menschen nicht zwangsläufig mehr Trubel bedeuten und wie schön ein liebevoll-gemütliches Chaos sein kann, war ich für eine 11er-WG offen.

Klein aber fein: So sieht das Zimmer der Sozial- und Kommunikationswissenschaftenstudentin aus.

Klein aber fein: So sieht das Zimmer der Psychologiestudentin aus.

Der Platz unterm Fenster gehört dem Schreibtisch.

Der Platz unterm Fenster gehört dem Schreibtisch.

Ein bisschen Retro-Charme und Berlin-Schick verrät die Wurzeln der 29-Jährigen Hauptstädterin.

Ein bisschen Retro-Charme und Berlin-Schick verraten die Wurzeln der 29-jährigen Hauptstädterin.

Wie oft gibt es Ärger um das Bad?

Eigentlich nie. Ab und an ist mal eins besetzt, aber dann geht man eben eine Treppe rauf oder runter. Wir haben viele Toiletten und sind generell alle sehr kooperativ.

So wohnt der Campus. Foto: Amanda Vick/UnsplashFür die Serie So wohnt der Campus gewähren uns Studierende und Lehrende Einblicke in die eigenen vier Wände.

Ist es nicht sehr unruhig in einer so großen WG?

Eigentlich nicht. Im Wintersemester hatte ich manchmal das Gefühl, ganz alleine zu sein, weil ich nie jemandem im Haus begegnet bin. Jeder hat hier gern mal seine Ruhe. Aber mit dem Frühling und den ersten Sonnenstrahlen kriechen alle aus ihren Zimmern und es vergeht fast kein Tag, an dem wir nicht gemeinsam auf dem Balkon sitzen. Ich bin froh, dass beides problemlos möglich ist.

Haben Sie einen Putzplan?

Wir haben feste Putzdienste und jeder macht jede Woche dasselbe. Ich bin für die Küche verantwortlich, jemand anderes für das Bad und so weiter. Wenn die Dienste wöchentlich rotieren würden, würde es bei elf Leuten schnell zu Verwirrungen und Chaos kommen.

Was ist für Sie die größte Herausforderung in einer so großen WG?

Sich auf die Gestaltung von Gemeinschaftsräumen zu einigen. Seit Monaten sprechen wir immer wieder darüber, wie wir das Wohnzimmer schöner machen können. Ich bin für rosa Wände, aber bisher ist nur eine Mitbewohnerin meiner Meinung.

Und was ist das Beste an so einer großen WG?

Es gibt sehr viel Platz. Ich finde toll, dass ich neben meinem eigenen Zimmer auch das Wohnzimmer, den Balkon, unseren “Garten”, die zwei Küchen oder auch den Bandkeller nutzen kann.

Bandkeller?

Ja,  ganz unten im Keller steht ein Schlagzeug und einige Mikros und Verstärker. Ein paar unserer Mitbewohner spielen in Bands oder jammen zusammen. Es gibt also auch immer mal wieder Live-Musik im Haus. Ich spiele ein bisschen Gitarre, habe aber noch nicht mitgespielt, weil ich meine Gitarrenfähigkeiten noch nicht ausreichend finde.

Hätte Ihre Wohnung einen Charakter, wie würden Sie ihn beschreiben?

Unser Haus ist ein liebevoll verpeilter, aber sehr gutmütiger Nerd.

Maria Preuß wohnt in einem Haus, daher gibt es mehrere Etagen.

Maria Preuß wohnt in einem Haus, daher gibt es mehrere Etagen.

Unter der Treppe durch geht es in die Küche.

Unter der Treppe durch geht es in die Küche.

Typischer Studi-Wg-Charme herrscht in Maria Preuß' 11er WG.

Die WG-Küche ist mit Improvisationstalent eingerichtet.

Was ist Ihr Lieblingsort in der WG?

Jetzt im Sommer bin ich häufig auf dem Balkon. Da frühstücke und lerne ich und trinke Unmengen Kaffee. Am liebsten arbeite ich in meinem Zimmer, allerdings nur bis die Sonne direkt auf meinen Schreibtisch scheint und mich blendet. Das ist der Nachteil an einem Zimmer, das nach Süden ausgerichtet ist.

Welcher Gegenstand ist Ihnen besonders wichtig?

Da ich in der letzten Zeit ziemlich viel umgezogen bin und generell wenig Wert auf materielle Dinge lege, habe ich fast nur notwendige Gegenstände. Am Herzen liegen mir meine Gitarren und drei Tassen, die ich von besonderen Menschen geschenkt bekommen habe. Die ziehen immer mit und sind ein Symbol für “Hier ist jetzt mein Zuhause”.

Das gemütliche Wohnzimmer ist Treffpunkt der Mitbewohner, die ihre Liebe zu Kunst und Musik verbindet.

Das Wohnzimmer ist Treffpunkt der Mitbewohner, die ihre Liebe zu Kunst und Musik verbindet.

Der große Balkon bietet viel Platz zum Chillen.

Der große Balkon bietet viel Platz zum Entspannen.

Einen Garten hat die WG auch.

Einen Garten hat die WG auch.

Im Garten darf gefeiert werden.

Hier darf gefeiert werden.

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