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Neues Jahr, neues Glück

Und was sind Ihre Vorsätze für 2014? Foto: Fotolia Und was sind Ihre Vorsätze für 2014? Foto: Fotolia

Adé Glimmstengel, mehr Lernen oder sich gesünder ernähren: Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, um über Neuanfänge nachzudenken. Viele ziehen am Silvesterabend Bilanz – und wollen sich im neuen Jahr von schlechten Gewohnheiten verabschieden oder lang gefasste Pläne endlich in die Tat umsetzen. Persönlichkeitspsychologin Dr. Christine Altstötter-Gleich verrät, mit welchen Tipps und Tricks sich Neujahrsvorsätze besser einhalten lassen.

Ein paar kleine Regeln können helfen, um die gesteckten Ziele zu erreichen: “Der erste notwendige Aspekt, um ein Ziel zu erreichen, ist die Motivation, einen gewünschten Zustand zu erreichen oder einen unerwünschten Zustand zu verlassen”, erklärt Dr. Christine Altstötter-Gleich. “Nehmen wir das Beispiel Abnehmen. Die positive Formulierung von Zielen und Vorsätzen ist ein erster Schritt, um sich seinem Wunschzustand zu nähern. Beim Abnehmen sollte man sich nicht nur sagen, dass man weniger wiegen möchte, sondern auch festlegen, wie viel weniger. Je konkreter Vorhaben sind, desto leichter können Sie umgesetzt werden, also müssen genaue Teiletappen festgelegt werden.”

Viele Menschen scheiterten schon daran, einen allgemeinen Vorsatz in kleine Teilziele aufzuteilen. Ist ein Ziel erstmal gefasst, muss konkret entschieden werden, welche Schritte man gehen will. Denn Abnehmen könnte man ja auf vielfältige Weise, beispielsweise, indem man sich für eine spezielle Diät entscheidet, sich vornimmt mehrmals pro Woche ins Fitnesstudio zu gehen oder weniger zu essen. Altstötter-Gleich: “Eine Reise zu einem Ziel, sei es auch noch so klar, führt ohne Planung des Wegs dorthin mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zum Ziel.”

Durch Belohnung den inneren Schweinehund überwinden

Psychologin Dr. Christine Altstötter-Gleich verrät, wie sich Ziele besser umsetzen lassen. Foto: Privat.

Psychologin Dr. Christine Altstötter-Gleich verrät, wie sich Ziele besser umsetzen lassen. Foto: Privat.

Ein Tipp der Psychologin ist, sich zu fragen, wie eigentlich der Weg aussieht, der zum Ziel führt. Doch das allein reicht noch nicht aus, um sich zu neuen Verhaltensweisen zu überwinden. Dr. Altstötter-Gleich: “Natürlich ist es anstrengend, alte Wege zu verlassen und den inneren Schweinehund zu überwinden. Deswegen muss ein Plan auch Selbstverstärkungsstrategien enthalten.” Es sei wichtig, sich vorher zu überlegen, was konkret zu tun ist, wenn man plötzlich Lust hat, Süßigkeiten zu essen oder eine Zigarette zu rauchen. Denn Selbstverstärkung heißt auch, sich regelmäßig für die Erreichung von Etappenzielen zu belohnen. “Es ist ganz normal, Lust auf Schokolade zu haben. Ganz harte Leute halten das einfach aus und sagen, es gehört dazu. Andere essen dann Möhrensticks.”

Eine weitere Möglichkeit sei, das Geld, das man normalerweise für Zigaretten oder Süßigkeiten ausgegeben hätte, zu sammeln und sich in regelmäßigen Abständen etwas Schönes zu kaufen. Um am Ball zu bleiben, gibt es für jeden Menschen ganz unterschiedliche Belohnungsmöglichkeiten. “Aus der Suchtforschung weiß man, dass ein ganz wesentlicher Aspekt das sogenannte Craving ist. Also den Druck, das Verhalten, dass ich gelernt habe und das für mich verstärkend gewesen ist, zu zeigen. Diesen Druck muss ich lernen auszuhalten. Aber auch dafür muss ich mir wieder einen Plan machen.” Die Faustregel der Perfektionismus-Forscherin: “Das ist wie beim Wandern: Kein Ziel ohne Weg und kein Weg ohne Ermunterung. Außerdem gilt: Genauer der Weg beschrieben ist, desto besser komme ich ans Ziel.” (ina)

Im UniBlog erzählen Studierende, was sie 2014 anders machen wollen und mit welchen guten Vorsätzen sie ins neue Jahr starten:

Philipp Schink (20), 2. Semester Lehramt Gymnasium für Physik und Geographie. Foto: Privat.

Philipp Schink (20), 2. Semester Lehramt Gymnasium für Physik und Geographie. Foto: Privat

Bessere Organisation

2014 möchte ich mein Leben als Student besser koordinieren und organisieren. Ansonsten habe ich aber keine Vorsätze, 2013 war ein super Jahr, so kann es gerne weitergehen.


Sport treiben

Wie wahrscheinlich viele andere auch, habe ich mir vorgenommen, mehr Sport zu machen. Allerdings möchte ich nicht abnehmen, sondern zulegen, damit ich nicht so dürr bleibe wie bisher. Und damit gleich auch Taten folgen, habe ich mir am zweiten Januar direkt eine Trainingsmatte gekauft.”

Sebastian Birk (32), 10. Fachsemester Diplom Pädagogik. Foto: Privat.

Sebastian Birk (32), 10. Fachsemester Diplom-Pädagogik. Foto: Privat


Stephan Baulig (23), 2. Semester Lehramt für Englisch und Mathematik. Foto: Privat.

Stephan Baulig (23), 2. Semester Lehramt für Englisch und Mathematik. Foto: Privat

Master machen, Songs schreiben

Mein wichtigster Vorsatz für dieses Jahr: Ich will meine Masterarbeit zum Ende des Sommersemesters mit einer sehr guten Note abschließen. Des Weiteren werde ich regelmäßig joggen gehen, um fit für den diesjährigen Münz-Firmenlauf zu sein. Und ich habe mir vorgenommen, einige neue Songs zu schreiben, um für meine Band Still&Laut eine neue CD produzieren zu können.


Ernährung umstellen

Ich habe mir für das Jahr 2014 vorgenommen, meine Ernährung umzustellen, um fitter und vitaler das kommende Jahr zu bestreiten. Ein kleiner positiver Nebeneffekt und mein zweiter Vorsatz für dieses Jahr: Die steigenden Chancen auf dem Heiratsmarkt. Ich habe mir fest vorgenommen, 2014 endlich reich zu heiraten und meinen lang ersehnten Porsche Cayenne gekauft zu bekommen… Und nun die normale Version: Ich stelle seit ein paar Tagen meine Ernährung um, um fitter und vitaler in das neue Jahr starten zu können.

Marlene Römmig (24), Master of Education. Foto: David John.

Marlene Römmig (24), Master of Education. Foto: David John

 

 

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