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Steeldart – mit Geschicklichkeit und Präzision durchs Studium

Christoph Manthei und Nikolaus Speckhardt haben zusammen einen AHS-Kurs für Dart-Fans ins Leben gerufen. Hier fliegen nun wöchentlich die Pfeile. Foto: Emily Nolden

Christoph Manthei und Nikolaus Speckhardt haben zusammen einen AHS-Kurs für Dart-Fans ins Leben gerufen. Hier fliegen nun wöchentlich die Pfeile. Foto: Emily Nolden

Der Lehramtsstudent Christoph Manthei möchte später einmal Deutsch und Ethik unterrichten. Heute zeigt er seinen Mitstudierenden, wie man richtig Steeldart spielt. Als der 25-Jährige 2015 die Dart-WM im Fernsehen verfolgte, packte ihn die Motivation und er kaufte sich eine eigene Dartscheibe. Im Sportshop Koblenz fand er dann nicht nur die passenden Pfeile, sondern auch weitere Sportbegeisterte wie Nikolaus Speckhardt. Zusammen mit Nina Schätz gründeten die beiden einen AHS-Kurs und im vergangenen Sommer auch eine Hochschulgruppe.

Dart und Steeldart

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Dart zu spielen. Das Elektronik-Dart, bekannt aus jeder guten Kneipe, und das klassische Steeldart. Im Unterschied zum bekannten Spiel mit den Plastikpfeilen bringt das Steeldart einige Vorteile mit sich: Da die Pfeilspitzen aus Stahl und die Dartscheiben hauptsächlich aus beständigen Naturfasern bestehen, fallen die Steeldart-Pfeile nicht so schnell von der Scheibe herunter. Die Pfeile sind schwerer und lassen sich damit besser und präziser werfen. Beim Steeldart werden die Zielscheiben an Ständer oder die Wand gehängt und sind zum Beispiel nicht mit einem Münzautomaten verbunden. So kann man praktisch überall spielen, da keine Elektronik benötigt wird. Das spart Strom und schont das Portmonee.

Der größte Unterschied zum Elektronik-Dart besteht jedoch im Zählen der Punkte. Beim Steeldart übernehmen die Spieler selbst oder ein Counter diese Aufgabe. So sind zahlreiche Variationen möglich. Manthei kennt eine ganze Palette an möglichen Spielen, Regeln und Techniken. Wer seinen Kurs besucht, kann sich auf Abwechslung und individuelle Beratung freuen.

„Das Spannende am Steeldart ist, dass sich erst am Ende entscheidet, wer gewinnt“, erklärt der 25-Jährige. Zunächst geht es darum, möglichst schnell mit hohen Feldern Punkte herunterzuspielen. Schafft man es, die roten und grünen Felder des inneren Rings, die sogenannten Triple-Felder, zu treffen, verdreifacht sich die geworfene Punktzahl. Der Ring um die Mitte zählt 25. Die Mitte, das sogenannte Bulls-Eye, zählt 50 Punkte. Am Ende des Spiels muss ein Doppelfeld, also das passende Feld auf dem äußeren Ring, ins Visier genommen werden, um bei null zu landen. Hier sind Talent und Geduld gefragt und es bleibt bis zum Ende spannend. Ein Sieg ist nicht vorhersehbar. „Besonders schön am Dartsport ist, dass jeder mitspielen kann. Es kommt nicht auf die Kraft oder die Kondition einer Person an. Entscheidend sind Konzentrationsfähigkeit, Wurfsicherheit und vor allem Geduld.”

Wenn der Seminarraum zur Kneipe wird

Jedes Semester ist der AHS-Kurs gut besucht. Zehn bis zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren an den wöchentlichen Abenden ihre Techniken. Für Manthei ist das Dartspielen eine Möglichkeit, abzuschalten und dem Lernstress entgegenzuwirken. „Es ist wie ein Kneipenabend, nur eben in der Uni.“

Die einzelnen Spieler verstehen sich gut miteinander und Freundschaften sind entstanden. Darüber hinaus freut sich Manthei über jedes neue Gesicht. Start ist meist ab 19 Uhr, das Ende ist offen. Neben internen Wettkämpfen hat das AHS-Steeldart-Team schon Turniere während der Sommeruni veranstaltet. Auch einige Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften organisierte Manthei bereits. Der Sieger erhält einen Wanderpokal, der jedes Semester neu erkämpft werden muss. Darüber hinaus spendiert der Sportshop Koblenz einzelne Gimmicks, vergangenes Semester sogar Profipfeile im Wert von 50 Euro.

Die "Unicorns", so nennt sich das Steeldartteam am Standort Koblenz. Foto: Privat

Die “Unicorns”, so nennt sich das Steeldartteam am Standort Koblenz. Foto: Privat

Christoph Manthei und sein Team freuen sich, dass Steeldart jedes Semester beliebter wird. Sie haben vor, die eigene Mannschaft bekannter zu machen und die Universität auch bei Wettkämpfen nach außen zu vertreten. Zukünftig soll es ein eigenes Logo geben und auch Mannschaftstrikots sind in Arbeit. Außerdem planen sie ein größeres Programm während der Winteruni. Insgesamt möchte das Team engere Kontakte mit anderen Universitäten knüpfen und verfolgt den großen Traum, Koblenz als Hochburg für Steeldart bekannt zu machen.

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