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Sommer, Sonne, SommerUni

Die beiden Referent:innen für die SommerUni, Jana Gail und Tobias Fey, stehen auf der Bühne, um das offizielle Programm der diesjährigen Veranstaltungsreihe zu eröffnen. Fotos: Leo Katz, Jan Klein

Die beiden Referent:innen für die SommerUni, Jana Gail und Tobias Fey, stehen auf der Bühne, um das offizielle Programm der diesjährigen Veranstaltungsreihe zu eröffnen. Fotos: Leo Katz, Jan Klein

“So schwer kann es wohl nicht sein, eine Kultur- und Projektwoche neben dem Studium auf die Beine zu stellen.” Das dachten sich Jana Gail und Tobias Fey vom AStA Koblenz, die in diesem Jahr die Organisation der SommerUni übernommen haben. Dass die Vorbereitung sehr viel Zeit, Mühe und Einsatz erfordert, wussten sie bereits aus vorherigen Veranstaltungen. Wie sie sich in der Rolle der Großveranstaltungsleitung gefühlt haben, berichten sie im Interview. 

Was genau ist die SommerUni?

Tobias Fey: Die SommerUni ist eine Event- und Kulturwoche auf dem Campus. Besucher:innen können am Ausschankwagen oder im Bierzelt zusammenkommen und vor allem diversen Events beiwohnen. Von Poetry Slam und Theateraufführungen über Konzerte bis hin zu Workshops: Es ist für jede:n etwas dabei.

Jana Gail: Die SommerUni bietet jedes Jahr eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen und den Campus zu beleben. Unser Motto ist: SommerUni ist, was du daraus machst.

Ihr seid beide Referent:innen des AStA. Wie seid ihr zu eurem Amt gekommen? 

Tobias: Ich bin schon lange in der Fachschaftsvertretung Geschichte. Über sie bin ich in den Arbeitskreis der SommerUni gerutscht. Als das Referat für Kultur vor vier Jahren frei wurde, dachte ich mir, dass ich das, was ich in der Freizeit gerne mache, auch beim AStA tun kann: Veranstaltungen planen, mit Studierenden in Kontakt kommen und gute Laune verbreiten. 

Jana: Ausschlaggebend war für mich die SommerUni 2019. Ich wurde von Freund:innen mit in den Arbeitskreis gezogen und habe mich dort auf Anhieb wohlgefühlt. Als der Referent für die SommerUni zurückgetreten ist, habe ich meine Chance ergriffen.

Womit habt ihr bei der Vorbereitung der SommerUni angefangen? Hattet ihr einen Plan? 

Jana: 2020 und 2021 musste das große Konzert leider pandemiebedingt abgesagt werden. Das haben wir in diesem Jahr gebührend nachgeholt. Natürlich hatte es sich damit aber noch nicht. Unsere To-Do-Liste wollte nicht enden. Da wir die SommerUni 2022 von Anfang an groß geplant hatten, mussten wir mehrmals mit dem Studierendenparlament in Budgetverhandlung treten. Wir wussten: Wenn wir mehr Geld zur Verfügung gestellt bekommen, dann kann es rundgehen. (lacht)

Tobias: Und es ist rundgegangen! (lacht) Bis dahin war es aber ein langer Weg. So richtig bei Null mussten wir zum Glück nie anfangen. Wir hatten schon im Voraus eine Vorstellung, wie die SommerUni 2022 aussehen soll. Zuallererst haben wir uns um den Platz gekümmert. Unsere Wahl fiel zum ersten Mal auf den großen Schotterparkplatz. Dann kam eins zum anderen. 

Beim Aufbau muss alles nach Plan laufen, um keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Wie schwer ist es, SommerUni und Studium unter einen Hut zu bekommen? 

Jana: Dank meines hohen Energielevels hatte ich noch nie ein Problem damit, sieben Tage die Woche herumzurennen. (lacht) Ich studiere Anglistik und Management im Zweifachbachelor, musste aber glücklicherweise nur noch eine Prüfung schreiben. Die Vorbereitung in Kombination mit der Planung der SommerUni hatte es trotzdem in sich. Morgens vier Stunden SommerUni, nachmittags habe ich sechs Stunden gelernt. Letztlich habe ich die Prüfung bestanden und die SommerUni war ein voller Erfolg. 

Tobias: Verantwortlich für die SommerUni zu sein, bringt den gewohnten Studienalltag in wirklich Bewegung. Ich studiere Germanistik und Geschichte auf Realschullehramt. Studium und SommerUni sind miteinander vereinbar, es birgt aber viele Herausforderungen Organisation macht den Alltag in jedem Fall leichter.  

Reichlich Verpflegung sorgt neben einigen Regenschauern dafür, dass niemand auf dem Trockenen sitzen muss.

Ist trotz eurer Planung auch mal etwas schiefgelaufen, das euch Nerven gekostet hat? 

Jana: Wir haben im Vorhinein abgewogen, was alles schiefgehen könnte. Das war eine ganze Menge. (lacht) Zum Glück ist nichts davon eingetreten, aber wir wären in den meisten Fällen darauf vorbereitet gewesen. Besseres Wetter hätte uns gefreut. Leider hat es an drei Tage geregnet, darauf kann man keinen Einfluss nehmen.

Tobias: Die Planung hat uns viel abverlangt. Als Verantwortliche:r steht man im Fokus, man ist Ansprechperson für alle Beteiligten. Ich bin die Woche vorab mehrmals im Kopf durchgegangen, um Pannen und Schwierigkeiten zu vermeiden.

Konntet ihr die Veranstaltungswoche überhaupt genießen? 

Mit der Dämmerung wird ins Abendprogramm gestartet, wo ein Akt auf den nächsten folgt.

Jana: Ja, auf jeden Fall. Als alles organisiert, aufgebaut und in vollem Gange war, konnten Tobias und ich endlich durchatmen. Wenn etwas nicht nach Plan gelaufen wäre, hätte es nicht mehr in unserer Hand gelegen. Man konnte sich also als Verantwortliche:r mit einem kühlen Getränk hinsetzen und am Spektakel teilhaben. 

Tobias: Die fertige Szenerie zu sehen, war ein schöner Moment, den ich sehr genossen habe. Der Schotterparkplatz sah aus wie ein Festivalgelände. 

Man ist als Organisator:in sicher stolz auf sich, wenn man das Endergebnis sieht. 

Tobias: Ich habe das alles erst im Nachhinein verarbeitet. Der Stolz kam bei mir nicht während der Veranstaltung, sondern erst zwei Wochen nach der SommerUni. Als alles wieder abgebaut war, habe ich die Woche Revue passieren lassen. 

Jana: Wir haben viel investiert, sei es zeitlich, emotional oder finanziell. Am Ende wurden wir belohnt. Wir sind stolz auf das, was wir auf die Beine gestellt haben.

Was habt ihr selbst über euch gelernt? 

Gefeiert wird bis in die Nacht.

Jana: Ich muss deutlichere Ansagen machen und klarer kommunizieren. Das ist mir oft schwer gefallen, weil ich vollkommen in der Sache aufgegangen bin. Nichts ist selbstverständlich und niemand kann Gedanken lesen. (lacht)

Tobias: Die SommerUni hat unsere Belastbarkeit auf die Probe gestellt. Am Ende hat es sich aber für die Veranstaltung und für uns gelohnt. An jeder Schwierigkeit sind wir gewachsen. 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der SommerUni? 

Jana: Ich hoffe, dass die SommerUni 2022 den Besucher:innen im Kopf bleibt. Jede:r Verantwortliche bringt eine eigene Note mit hinein. Wir haben den Grundstein für ein modernes Konzept der SommerUni gelegt, an dem gerne angeknüpft werden kann. Dass unser Campus klein ist, heißt nicht, dass die SommerUni klein sein muss. Ich freue mich zu sehen, wie sich die Veranstaltung entwickelt. Nächstes Mal als Besucherin und nicht als Verantwortliche. (lacht)

Tobias: Unser Arbeitskreis und wir beide waren Feuer und Flamme für die SommerUni. Ich wünsche mir, dass unsere Nachfolger:innen genauso dafür brennen. Jede Anstrengung lohnt sich. Die SommerUni ist und bleibt eine Besonderheit am Campus Koblenz. 

Elena Panzeter 

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