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Quer durch Koblenz – die schönsten Orte der Stadt

Koblenz hat so einiges zu bieten. Auf einem Rundgang lassen sich die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken. Fotos: Sarah-Maria Scheid / Colourbox

Koblenz hat so einiges zu bieten. Auf einem Rundgang lassen sich die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken. Fotos: Sarah-Maria Scheid / Colourbox

Als Studierende in Koblenz hält man sich viel am Campus auf. Aber Koblenz hat noch viel mehr zu bieten. Es lohnt sich, die Innenstadt und den Naturraum um Koblenz zu erkunden. Eine Reporterin des Uniblogs zeigt die schönsten Ecken der Stadt.

Start: Altstadt

Die weite Welt beginnt schon vor der Haustür. Unter dem Motto Region entdecken gehen wir mit euch auf Erkundungstour.

Überquert man die Balduinbrücke, die älteste Brücke der Stadt, gelangt man links vorbei an der alten Burg direkt in die Altstadt. Kleine Cafés und Eisdielen laden im Sommer zum Verweilen ein, aber auch viele Kneipen locken Studierende ins Koblenzer Nachtleben. Neben zahlreichen Kulturveranstaltungen im Sommer (wenn nicht gerade Pandemie ist), zieht besonders der Koblenzer Weihnachtsmarkt viele Besucher an. Vier Wochen lang kann man auf den verschiedenen Plätzen Leckereien naschen und das gemütliche Flair genießen. Der Adventskalender in den Koblenzer Rathausfenstern am Jesuitenplatz und das Glockenspiel der Citykirche geben der Stadt das gewisse Etwas. Hoffentlich sind all diese Veranstaltungen trotz der Pandemie bald wieder möglich. Das Kowelenzer Schängelchen, darf nicht übersehen werden. Touristen werden gerne geärgert, indem sie unter den spuckenden Jungen gestellt werden, der in unregelmäßigen Abständen eine Wasserfontäne spuckt.

Auf dem Jesuitenplatz, direkt neben dem Rathaus, kann man einen Kaffee oder ein Eis genießen.

Das “Schängelchen” spuckt wann und wie es möchte.

Station 1: Kurfürstliches Schloss und Schlosspark

Begibt man sich auf die Schlossstraße, blickt man direkt auf das Koblenzer Schloss. Im Sommer eignen sich die freien Wiesen vor dem Schloss hervorragend zum Freunde treffen und entspannen. Man glaubt es kaum, aber am Schloss und auch an den Rheinanlagen kann man in der Dämmerung Fledermäuse beobachten und manchmal auch hören. Direkt hinter dem Schloss findet sich ein ruhig gelegener Park voller Blumen. Dort kann man es sich mit einem Buch gemütlich machen. Erbaut wurde das Schloss Ende des 18. Jahrhunderts als Residenz des letzten Erzbischofs und Kurfürsten von Trier. Heute ist das Schloss Sitz verschiedener Behörden und ist nur zu bestimmten Anlässen öffentlich zu besichtigen. Beispielsweise zu einem im Frühjahr stattfindenden Schokoladenwettbewerb, bei dem Konditoren ihre Backkünste zur Schau stellten.

Die Schlossstraße führt direkt zum beeindruckenden Schloss.

Hinter dem Schloss liegt ein wundervoller Blumengarten.

Station 2: Deutsches Eck

Vom Schloss durch die Rheinanlagen, vorbei an den Rheinstufen, gelangt man an das wohl bekannteste Wahrzeichen von Koblenz: Das Deutsche Eck mit dem 1897 errichteten Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm dem Ersten. Was viele nicht wissen: Die Fläche des Denkmals ist aufgeschüttet. Das “originale” Deutsche Eck befindet sich einige Meter hinter der Statue. Das Denkmal ist begehbar und oben angekommen hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Lässt man seinen Blick rheinaufwärts schweifen, entdeckt man eine Seilbahn, die hinauf auf die Festung führt. Während der Bundesgartenschau 2011 wurden die Rheinanlagen restauriert und erneuert. Sie bieten naturnahe Erholung direkt neben der Stadt.

Das “Deutsche Eck” von der Festung Ehrenbreitstein aus…

…und von unten. Das Denkmal ist begehbar.

Station 3: Festung Ehrenbreitstein

Das wohl beeindruckendste Bauwerk in Koblenz besteht seit dem 16. Jahrhundert. Die Befestigungsanlage wechselte von zunächst kurtrierischem (im 18. Jahrhundert) in preußischen Besitz und wurde im Ersten Weltkrieg von militärischen Truppen aus den USA und Frankreich besetzt. Heute befindet sich auf dem Gelände das Landesmuseum Koblenz, eine Jugendherberge und verschiedene Veranstaltungssäle. Steht man auf dem Festungsplateau, ist der Ausblick wunderschön. Jährlich findet im August von dort das berühmte Feuerwerk “Rhein in Flammen” statt. Vom Deutschen Eck oder zu Wasser auf dem Schiff kann man das Spektakel beobachten.

Vom “Deutschen Eck” führt der Blick hinauf zur Festung. Bei der Veranstaltung “Rhein in Flammen” ist hier ein wunderschönes Feuerwerk zu beobachten.

Station 4: Rittersturz

Für Naturliebhaber findet sich südlich der Stadt der Aussichtspunkt Rittersturz. Ob mit dem Rad, Auto oder auf einer kleinen Wanderung – erreichbar ist der Aussichtspunkt ohne Probleme. Der Legende nach soll sich hier einst ein Ritter aus Liebeskummer eine Felswand heruntergestürzt haben. Am 9. Juli 1948 trafen sich hier elf Ministerpräsidenten der westlichen Besatzungszonen zur Rittersturzkonferenz. Hier wurde nach dem Kalten Krieg und der Besetzung der Alliierten der Grundstein eines westdeutschen Staates gelegt und die Frankfurter Dokumente, die eine Ausarbeitung einer föderalen Verfassung vorsahen, besprochen. Im Jahre 1978 wurde das Denkmal einer dreigliedrigen Säule errichtet. Die Säulen stehen für die drei Gewalten des Staatswesens: Legislative, Exekutive und Judikative. Bis 1670 gab es hier noch eine Rittersturzbahn und bis in die 1970er-Jahre noch ein Berghotel. Der Betrieb wurde allerdings eingestellt. Vom Gelände des Rittersturzes gelangt man quer durch den Wald zum Berg Kühkopf, der auch einen Ausflug wert ist.

Vom Rittersturz gibt es einen herrlichen Blick über die ganze Stadt.

Endpunkt: Metternicher Eule

Am Rande des Stadtteils Metternich, nur wenige Kilometer vom Campus entfernt, gelangt man auf einem Spaziergang quer durch die Metternicher Flur an ein Kriegerdenkmal, die Metternicher Eule. Sie befindet sich auf dem Kimmelberg. Die Statue ist ein preußisches Kriegerdenkmal, das 1913 errichtet wurde. Das Denkmal soll unter anderem an die gefallenen Soldaten der Völkerschlacht bei Leipzig erinnern. Eigentlich ist die “Eule” ein Adler mit einem Obelisken. Er erinnert nur in seiner sitzenden Position an eine Eule. Der Ort eignet sich perfekt für ein Picknick im Sonnenuntergang, denn der Ausblick auf die Stadt ist wunderschön. Es ist möglich, bis an den Stadtrand zu blicken. Für Wanderbegeisterte ist das Remstecken, der Koblenzer Stadtwald mit seinem Wildpark ein schönes Ausflugsziel.

Auch von der “Eule” oder besser dem “Adler” ist der Ausblick über Koblenz schön.

Sarah-Maria Scheid

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