Studis & ihre Nebenjobs
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Investmentberater: Vom Nebenjob zum Traumberuf

Nico Bachmann an seinem Arbeitsplatz als Investmentbanker. Foto: Greta Rettler Nico Bachmann an seinem Arbeitsplatz als Investmentbanker. Foto: Greta Rettler

Welche Versicherung braucht man wirklich? Und wie legt man sein Geld sinnvoll an? Nico Bachmann fällt es nicht schwer, solche Fragen zu beantworten. Er studiert Informationsmanagement und hat eine Leidenschaft für Zahlen und Investmentstrategien. In der Finanzbranche hat der 25-Jährige bereits seinen Traumberuf gefunden.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Mein Name ist Nico Bachmann, ich bin 25 Jahre alt und studiere Informationsmanagement im sechsten Semester am Campus Koblenz.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich arbeite seit Februar 2014 bei TauRes, einer Gesellschaft für Investmentberatung in Koblenz. Es ist schwierig, diesen Job in nur einem Satz zu beschreiben, da das Tätigkeitsfeld breit gefächert ist. Ich würde mich vor allem als Unternehmer in der Finanzbranche, Investmentberater und Versicherungsmakler bezeichnen. Besonders attraktiv ist, dass ich bei TauRes viel praktische Erfahrung sammeln kann. Zudem habe ich die Möglichkeit eines fließenden Übergangs vom Nebenjob zur Hauptberuflichkeit, wenn meine Karriere nach dem Studium bei TauRes weitergeht.

Was sind Ihre Aufgaben?

Zu meinen Aufgaben gehört zum einen das Organisieren und Koordinieren von Kundenterminen sowie die Beratung. Das beinhaltet auch die Vorbereitung auf jedes Gespräch. Dazu entwickele ich im Vorhinein individuelle Konzepte, um jeder Lebenssituation meiner Kunden gerecht werden zu können. Zum anderen gebe ich Schulungen im Bereich Investment und Versicherungen. Um immer auf dem neusten Stand zu bleiben, besuche ich regelmäßig Fort- und Weiterbildungen. Diese finden meist über ein bis drei Tage statt und dienen der Weiterentwicklung fachlicher, rhetorischer, kommunikativer und persönlicher Kompetenzen. Diese Kompetenzen bereiten mich optimal auf Führungspositionen vor. Die Besonderheit bei TauRes besteht darin, dass man später die Möglichkeit hat, als gleichberechtigter Gesellschafter im Unternehmen zu agieren und so das Unternehmen mit zu formen.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Seit ich 18 Jahre alt war, interessiere ich mich dafür, wie man Geld für sich arbeiten lassen kann. Ich habe schon mit allem, was es gibt, von Aktien bis Bitcoins, an der Börse gehandelt. Mit dem Beruf des Investmentberater kann ich daher mein Hobby perfekt in meinen Beruf integrieren. Darüber hinaus habe ich als Unternehmer viele Freiheiten: Ich kann mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen und mir die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten möchte, aussuchen. Zu meinen Arbeitskollegen habe ich ein gutes Verhältnis, sodass wir oft etwas zusammen unternehmen. Außerdem lerne ich fast täglich interessante Persönlichkeiten kennen, wodurch ich eine gute Menschenkenntnis erlangen konnte.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Ich besuchte ein Fachschaftstreffen meines Studienganges und lernte dort viele neue Leute kennen. Unter anderem auch einen der damaligen Fachschaftsvertreter, mit dem ich auf das Thema Börse zu sprechen kam. Er arbeitete für das gleiche Unternehmen und lud mich ein, mit ins Büro zu kommen und mir ein genaueres Bild zu machen. Ich informierte mich auch über viele andere Unternehmen der Branche, fand jedoch keines, das meinen Idealen besser entsprach. Um nach der Einarbeitungszeit selbständig beraten zu dürfen, habe ich die notwendigen Prüfungen vor der Handelskammer abgelegt.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Da mein Lohn als Unternehmer dem entspricht, was man verdient – also wieviel man leistet, gibt es hier keinen festen Stundenlohn. In der Regel liegt dieser aber deutlich über dem eines normalen Nebenjobs. Das Schöne am Unternehmertum ist, dass es da auch keine Grenzen gibt.

Kann man diesen Job weiterempfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Ja, ich kann den Job auf jeden Fall weiterempfehlen, allein schon wegen des Fachwissens und der persönlichen Entwicklung. Ich habe gemerkt, dass ich viel selbstbewusster geworden bin und meine Kommunikationsfähigkeiten deutlich verbessern konnte. Auch wenn man später nicht in der Fachrichtung bleiben möchte, hat man viel Praxiserfahrung im Berufsleben gesammelt und kann sich bei möglichen Arbeitgebern von seinen Mitbewerbern abgrenzen. Um bei meinem Unternehmen arbeiten zu können, sollte man studieren oder studiert haben. Dabei ist die Fachrichtung eigentlich nicht ausschlaggebend. Bei uns arbeiten auch einige Quereinsteiger, wie beispielsweise Lehramtsstudenten. Außerdem sollte Interesse an der Börse und Finanzen im Allgemeinen vorhanden sein, sowie Motivation, Lernbereitschaft und der Wunsch, mit Menschen zusammenzuarbeiten.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = super kompatibel).

Ich vergebe fünf von möglichen fünf Sternen, da ich mir die Arbeitszeiten frei einteilen und einige Aufgaben auch von Zuhause aus erledigen kann.

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