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Lars Anken: Landaus systemischer Ausbilder

Durch den Gründergeist von Lars Anken hat Landau nun ein Weiterbildungsinstitut. Am ISKKO können sich Teilnehmer zum systemischen Berater weiterbilden. Foto: Philipp Sittinger

Durch den Gründergeist von Lars Anken hat Landau nun ein Weiterbildungsinstitut. Am ISKKO können sich Teilnehmer zum systemischen Berater weiterbilden. Foto: Philipp Sittinger

Nicht nur denken, sondern machen. Nach seiner Promotion beschloss Lars Anken, Landau mit einem Weiterbildungsinstitut zu bereichern. Menschen aus psychosozialen Berufsfeldern können sich am Institut für systemisch-konstruktivistische Kommunikation (ISKKO) zum systemischen Berater ausbilden lassen.

Durch die Fensterfront scheint die Mittagssonne, an der Wand ist ein Buffet mit Obst und Snacks aufgebaut und in der Mitte des großen Raumes steht eine Vase mit Sonnenblumen. Drum herum sitzen Menschen in einem Stuhlreis. Sie sind Teilnehmende eines Weiterbildungsjahrganges. Lehrer, Sozialarbeiter und Angestellte des Jugendamtes, die sich im Ausbildungsinstitut ISKKO zum systemischen Berater weiterbilden. Das Besondere: Der Ausbildunsgang ist nach der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) zertifiziert. Die Teilnehmenden sitzen zusammen und reflektieren die Selbsterfahrung, die heute auf dem Tagesplan steht. Moderiert und angeleitet wird die Gruppe von Lars Anken. Er gründete das Institut vor sechs Jahren.

“Nach meiner Promotion in Erziehungswissenschaften wollte ich die Theorie praktisch anwenden”, erzählt Anken in der Mittagspause. Er entschied sich zu einer Weiterbildung zum systemischen Berater nach DGSF-Richtlinien. Der systemische Ansatz wird oft in der Psychotherapie, aber auch in Beratungssituationen angewendet. Dabei stehen nicht nur die Person und ihre vermeintlichen Probleme im Fokus. Es wird das gesamte System betrachtet, in dem diese versucht, bestmöglich zurecht zu kommen. Das System kann aus Familienmitgliedern, Freunden oder auch Arbeitskollegen bestehen.

Lars Anken moderiert die Gruppengespräche. Foto: Phillip Sittinger

Lars Anken moderiert die Gruppengespräche. Foto: Phillip Sittinger

Geburtsstunde

Die Serie

Start-Up. Foto: Diego PH/UnsplashVom eigenen Konzept zum eigenen Unternehmen – In unseren Gründergeschichten stellen wir Studierende und Absolventen vor, die den Schritt in die Selbständigkeit gewagt haben.

Um seine Weiterbildung abschließen zu können, musste Anken eine Beratertätigkeit nachweisen. “Da ich an der Uni keine systemische Beratung durchführen konnte, habe ich ein eigenes Beratungsinstitut gegründet”, erklärt er. Seitdem berät er Firmen und Privatpersonen, die sich zum Beispiel Verbesserungen in ihrer Arbeitssituation oder Beziehung wünschen. Um seine Ausbildung zu erweitern, schloss er weitere DGSF-zertifizierte Ausbildungen und eine Weiterbildung zum Hypnosystemischen Coach ab. “Die richtige Geburtsstunde des Instituts war aber, als die erste zertifizierbare Weiterbildung begann”, erinnert er sich. Diese startete im Februar und richtet sich vor allem an Menschen, die in psychosozialen Berufen arbeiten. Auch im nächsten Jahr wird es einen Weiterbildungsjahrgang geben.

In Zukunft soll genau diese und weitere Weiterbildungen im Vordergrund stehen. Beim Institut, aber auch bei Anken selbst. Zurzeit ist er weiterhin als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Campus Landau angestellt. Das Institut neben der akademischen Arbeit aufzubauen, ist für Anken die beste Möglichkeit, um langsam aber sicher in die Selbstständigkeit zu kommen. Die Flexibilität, die ihm die Universität dabei bietet, schätzt er sehr. Außerdem konnte er die Unterstützung des Gründungsbüros der Uni in Anspruch nehmen. Besonders bei den rechtlichen Bedingungen sei das Büro eine große Hilfe gewesen.

Eine angenehme Atmosphäre ist dem Erziehungswissenschaftler sehr wichtig. Fot: Philipp Sittinger

Eine angenehme Atmosphäre ist dem Erziehungswissenschaftler sehr wichtig. Foto: Philipp Sittinger

Anken glaubt, dass Landau genau der richtige Ort für sein Institut sei. Immerhin gäbe es etliche Studierende, die am Campus Landau ein psychosoziales Fach studieren und sich danach vielleicht auch zum systemischen Berater ausbilden lassen wollen. “Und Landau ist einfach auch eine sehr schöne Stadt”, sagt Anken und blickt durch die Fensterfront in die Sonne.

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