Kolumne
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Mein Kaffee und ich

Kaffee ist für Bastian Stock im Studium genauso wichtig, wie die Luft zum atmen. Foto: Unsplash

Kaffee ist für Bastian Stock im Studium genauso wichtig, wie die Luft zum atmen. Foto: Unsplash

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute zeichnet Bastian Stock eine Chronik seines langjährigen Kaffeegenusses.

Kaffee ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Ohne wäre einiges in meiner akademischen Karriere schief gelaufen. Mein Konsum hat sich in den letzten sieben Jahren drastisch verändert, fast revolutioniert. Meine ersten Erfahrungen mit Kaffee habe ich schon vor dem Studium gemacht. Allerdings nur mit Filterkaffee – ohne Schaum, ohne Crema, einfach Kaffee. Doch das änderte sich, als die Padmaschine kam.

Die Padmaschine war ein Geschenk meiner Schwester zum Einzug in meine erste WG. Sie wusste sehr genau um die Vorzüge dieses Produktes, schließlich war es ihre alte Maschine. So gab es für mich keinen Filterkaffe mehr, sondern kompliziert filtrierten Kaffee aus kleinen Papierpads, die durch eine Verwirbelung der Ausflussdüse eine Crema bilden – ja, mich hat diese technische Spielerei beeindruckt. Mit der Maschine habe ich viel erlebt. Die ersten Hausarbeiten für mein Studium der Umweltwissenschaften, die hastigen Trink-Momente, weil ich den Wecker schon wieder überhört hatte und die immer gleichen Debatten unter meinen Kommilitonen, dass die Senseo sowieso eine Umweltsünde sei. Glücklicherweise war sie keine Kapselmaschine, sonst wäre ich vermutlich gesteinigt worden.

Ich hatte sie alle

Leider hat diese Padmaschine den Umzug in meine dritte WG nicht überlebt: Nach drei Jahren versagte sie mir den Dienst. Ich brauchte Ersatz: Filteraufsatz, French Press, silberne Espressokannen, Arabica, Wildkaffee, verschiedene Mahlgrade – ich hatte sie alle. Und es war ein (teurer) Genuss. Aber: Er machte die wenigen Stunden Schlaf und das zuckende Augenlid wirklich wett. Nur zufrieden wurde ich damit nicht. Ich wollte mehr. Also machte ich mich auf, den besten Kaffee Landaus zu finden und probierte mich durch die Cafés und Röstereien. Die Suche nach dem heiligen Gral machte mich leider nicht glücklich, sondern arm.

Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, hätte ich nur die Augen weiter aufmachen müssen. Die Lösung lag direkt vor mir. Eine Handkaffeemühle, eine French Press, sechs Minuten in der Zubereitung. Das Ergebnis: Guter Kaffee. Hier meine kleine Anleitung zum Kaffeeglück:

Es braucht dazu eine Kaffeemühle, die gibt es elektrisch für viel Geld oder mechanisch für sehr wenig Geld, und anständige, nicht zu fein gemahlene Kaffeebohnen. Das Pulver kommt in die French Press. Nun wird Wasser erhitzt. 30 Sekunden nach dem Aufkommen kommt das Wasser in die French Press. Der Kaffee wird drei Mal umgerührt und dann vier Minuten stehen gelassen. Im Anschluss den Kaffee noch einmal umrühren und den Filterkopf nach unten drücken. Nun ist der Kaffee fertig und kann genossen werden. Prost.

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