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Typisch Mann, typisch Frau? 1. Gender- und Diversity-Forschungstag in Landau

Welchen Einfluss haben Geschlechterunterschiede im Unterricht? Warum spielen Geschlechterstereotype eine Rolle bei berufsbezogenen Entscheidungen? Und was ist dran an „Typisch Frau, typisch Mann“? Beim ersten Gender- und Diversity-Forschungstag am Donnerstag, 5. Dezember, in Landau können Studierende und Lehrende einen Einblick in den Forschungsschwerpunkt Gender und Diversität bekommen. Ein kontroverses, aber auch spannendes Thema – für Mann, Frau und Forscher.

Sei es der Streit um eine Frauenquote oder neue Rechte für Transgender: Die Themen „Gender“ und „Diversity“ bekommen immer mehr Bedeutung – in der Politik, in den Medien, aber auch in der Wissenschaft. Dabei gilt es nicht nur Effekte des traditionellen Rollenbildes auf verschieden Ebenen zu untersuchen, sondern ebenfalls (neuere) Phänomene zu beleuchten, die in einer modernen Gesellschaft weiter in den Fokus rücken. Aus diesem Grund veranstaltet die Universität Koblenz-Landau den 1. „Gender- und Diversity-Forschungstag“ unter Federführung der Gleichstellungsbeauftragten Privat-Dozentin Dr. Francesca Vidal.

Am Donnerstag, 5. Dezember, werden von 10 bis 18 Uhr im Konferenzraum C I am Campus Landau Studierende wie Lehrende der Universität Koblenz-Landau ihre Forschung zur Thematik „Gender und Diversity“ vorstellen. Divers sind nicht nur die Themen an diesem Tag, sondern auch die Fachbereiche, in denen geforscht wurde. Von Bildungswissenschaft bis Psychologie: Interessierte können Vorträgen lauschen, wissenschaftliche Poster begutachten und ganz wichtig: mitdiskutieren.

„Ziel der Veranstaltung ist es das Forschungsinteresse von Studierenden und Lehrenden in diesem Bereich zu wecken und neue interdisziplinäre Forschungsnetzwerke zu ermöglichen“, bekräftigt Francesca Vidal, Gleichstellungsbeauftrage der Universität. Vidal weiter: „Die große Resonanz von allen Fachbereichen an der Universität zeige, dass das Thema Gender und Diversity auch an der Universität Koblenz-Landau einen großen Stellenwert in der Forschung hat“. Die Veranstaltung am 5. Dezember gibt den Startschuss für einen alljährlichen Forschungstag. Im nächsten Jahr soll dieser dann am Campus Koblenz stattfinden.

Die Universität ist auf einem guten Weg

Wie steht es nun um die Universität im Bereich Gender? Die Universität sei im Bereich Gender auf einem guten Weg, urteilt Vidal. Trotzdem müssten insbesondere Frauen dazu ermutigt werden, eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Um Frauen den Schritt in die Karriere an der Universität leichter zu machen, wird ein Infotisch am 5. Dezember im Atrium verschiedene Fördermöglichkeiten für Frauen an der Universität aufzeigen.

Daniel Schumacher

1 Kommentare

  1. C. Buchwald sagt

    Die Auflistung “Ein kontroverses, aber auch spannendes Thema – für Mann, Frau und Forscher.” hat mich gerade etwas überrascht. Durch die explizite Nennung von “Forscher” erscheint es, als sei dieser geschlechtslos, da er nach den klar geschlechtlich codierten Begriffen “Mann” und “Frau” steht. Aber das ist er selbstverständlich nicht. Auch frage ich mich, wieso es nur ein spannendes Thema für Forscher (m) ist?! Ich denke, es ist auch ein spannendes Feld für Forscherinnen (w) oder eben für Forschende (m + f + transgender).
    Was lernen wir daraus? Es ist noch viel Platz nach oben, was die Sensiblisierung für Gender und Diversity angeht und oft beginnt es bei der Sprache 😉

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