Alle Artikel in: Science Monday

An jeder Nationalität haften Klischees. Im Falle einer Migration kann dadurch ein Stereotype Threat ausgelöst werden. Foto: Colourbox.de

Science Monday: Ausgebremst durch negative Vorurteile?

Stereotype sind sinnvolle Mechanismen, denn sie helfen uns im Alltag, schneller zu denken und zu handeln. Sie sind jedoch auch Erwartungsfallen, in die wir tappen können: Hat man Angst, durch das eigene Verhalten negative Vorurteile zu bestätigen, kann das dazu führen, dass man tatsächlich dem Stereotyp entspricht. Diesen Effekt nennt man Stereotype Threat. Silvana Weber hat dieses Phänomen für ihre Dissertation bei Migranten untersucht. Im Uniblog berichtet die Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau über ihre Ergebnisse. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie wüssten, dass andere von Ihnen denken, Sie könnten etwas nicht, nur weil Sie Frau sind oder Mann, Akademiker oder Arbeiter, Deutscher oder Türke? Benachteiligt? Unfair behandelt? Ausgegrenzt? Gerade Schüler mit Migrationshintergrund fühlen sich manchmal von Mitschülern oder Lehrern abgelehnt, nur weil sie oder ihre Familie aus einem anderen Land stammen. Da das zu einer ungerechten Situation in der Schule und auch im Leben außerhalb der Schule führt, möchte ich erforschen, was genau in solchen Lern-Leistungssituationen abläuft und wie man betroffene Personen unterstützen kann. Meine Forschung soll zu einer …

Geschichten erlauben dem Leser, in fremde Welten einzutauchen und neue Erfahrungen zu sammeln. Foto: Colourbox.de

Mit Geschichten die Welt verbessern

Wir lesen Romane oder schauen Filme, um uns zu unterhalten. Geschichten können jedoch nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib sein, sondern auch unser Verhalten und unsere Einstellung verändern. Diesen Effekt nennt man narrative Persuasion. Constanze Schreiner ist Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau und untersucht das Phänomen für ihre Promotion.  Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Geschichte von Karius und Baktus, zwei kleine Zahntrolle, die im Mund von Max, einem kleinen Jungen, zuhause sind? Dort haben sie es sich in einem Backenzahn häuslich eingerichtet und sind fleißig dabei, ihr Terrain mit Hilfe von Pickel und Presslufthammer auf den Eckzahn auszuweiten. Max, der gerne Süßes isst und sehr ungerne seine Zähne putzt, bekommt von den Bauaktionen der beiden Zahntrolle schlimme Zahnschmerzen. Im Laufe der Geschichte lernt er, dass gründliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Zahntrolle zu verjagen. So erging es nicht nur Max – Generationen von Kindern haben durch Karius und Baktus erfahren, welche unangenehmen Konsequenzen Süßigkeiten haben können und wie wichtig Zähneputzen ist. Experimente helfen, Gefühle zu lesen In meiner Doktorarbeit interessiere …