Alle Artikel in: International

Austsauschstudentin Min Ke hat den weiten Weg von China nach Koblenz gewagt. Die weg Design-Studentin kommt aus einer Millionenstadt am ostchinesischen Meer und mag das kleine Koblenz sehr - vor allem zur fünften Jahreszeit. Foto: Felix Bartsch

Aus dem Reich der Mitte nach Koblenz

Von der Millionenstadt Fuzhou am ostchinesischen Meer in das beschauliche Koblenz: Min Ke ist als Austauschstudentin für den Master in Web Science an der Universität Koblenz-Landau. Sie ist eine der ersten, die von der Fuzhou Universität nach Koblenz gekommen ist, und absolviert zeitgleich einen chinesischen und einen deutschen Master. Die Stadt hat sie schnell ins Herz geschlossen, gerade die heimische Esskultur vermisst sie jedoch. Min Kes Augen glänzen, als sie vom Meer und den tropischen Temperaturen in ihrer Heimat erzählt. Eineinhalb Jahre ist es nun her, dass sie Fuzhou verlassen hat, um am Koblenzer Campus Web Science zu studieren. Eine große Umstellung war das Klima: In ihrem Heimatort im Osten Chinas herrschen gute drei Monate Sommer mit durchgehenden Temperaturen über 30 Grad. „Wir tragen dort immer Schirme, weil wir nicht braun werden wollen“, erzählt Ke. In der chinesischen Kultur gilt eine bleiche Haut als Schönheitsideal – ganz anders, als bei ihren Freunden in Deutschland. „Hier wollen alle im Sommer immer zum StattStrand, um sich zu bräunen“, sagt sie und grinst. Es sind diese Unterschiede, die …

Syed Nabil Afaraz Bukhari (24) fühlt sich wohl in Koblenz. Seit dem Sommersemester 2016 studiert er hier Web Science. Foto: Marius Adam

From Pakistan to Germany: Like apples and oranges, but still fruits

Nicht nur Studierende aus Deutschland sammeln im Ausland Erfahrungen. Die Universität Koblenz-Landau hat viele ausländische Studierende, die ihren Weg an die zwei Standorte gefunden haben. Syed Nabil Afraz Bukhari ist einer von ihnen. Der 24-jährige Pakistani studiert seit dem Sommersemester 2016 am Campus Koblenz. Im Uniblog berichtet er über seine Erfahrungen und sein Leben in Deutschland. Not only students from Germany are going abroad to gain experiences. A lot of foreign students from different countries make their way to the University of Koblenz-Landau. One of them is Syed Nabil Afaraz Bukhari. Since 2016 the 24-year-old student from Pakistan studies in Koblenz. For Uniblog he gives an insight into his experiences and his current life in Germany. I’ve always seen myself as a citizen of the world so it was obvious to leave my country for studying abroad. Before the decision of going to Germany, I studied Computer Engineering at the Sir Syed University of Engineering and Technology in Karachi, nowadays the biggest city of Pakistan. Computer technology has become a part of everyday life, it was quite …

Dr. Azzaya Tumendelger ist als Gastwissenschaftlerin zu Besuch aus der Mongolei und forscht in Landau zu Treibhausgasen. Foto: Hiller.

Gastprofessur: Von der Mongolei in die Pfalz

Von der Mongolei in die Pfalz: Dr. Azzaya Tumendelger ist Gastwissenschaftlerin am Campus Landau. Seit August vergangenen Jahres forscht sie im Fachbereich 7 Natur- und Umweltwissenschaften im Bereich Umweltphysik zu Treibhausgasemissionen. In ihrem Heimatland arbeitet sie an der Mongolian Academy of Sciences. Im Uniblog spricht die Wissenschaftlerin über kulturelle Unterschiede und berichtet, warum sie die Arbeit der deutschen Forschungsinstitute so schätzt. From Mongolia to the Palatinate: Dr. Azzaya Tumendelger is a visiting scientist in Landau. Since last August she is undertaking reasearch on greenhouse gas emissions at Faculty 7, Natural and Environmental Sciences. In her home country the scientist is working at the Mongolian Academy of Sciences. In an interview with the Uniblog she talks about cultural differences and tells us, why she appreciates the work of German reasearch institutes. Since when have you been working in Landau and in which position and department? I have been working here at the Environmental Physics group in Faculty 7, Natural and Environmental Sciences as a visiting scientist since August, 2015. Why did you decide to come to …

Kümmert sich um Gastwissenschaftler aus aller Welt: Marion Kraft vom Landauer Welcome Center. Foto: Katharina Greb.

Welcome Center: Erste Hilfe für Internationals

Willkommen am Campus: Jedes Jahr kommen Studierende und Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt nach Deutschland, um an der Universität Koblenz-Landau zu studieren, zu promovieren oder zu forschen. Unterstützung für erste Herausforderungen wie die Einreise oder die Wohnungssuche können „Internationals“ vom Welcome Center der Universität erhalten. Marion Kraft, Leiterin des Welcome-Centers am Campus Landau, berichtet im Uniblog von ihrer Arbeit. Seit Herbst 2014 leitet Marion Kraft das Welcome Center in Landau. Seitdem hilft sie den ausländischen Gästen bei administrativen und organisatorischen Angelegenheiten, die außerhalb des Fachlichen liegen. Sowohl vor dem Aufenthalt in Deutschland als auch währenddessen gibt es einige behördliche Hürden, die auf dem Weg zum Studium oder zur Gastprofessur in Landau überwunden werden müssen. „Ich kümmere mich um die Betreuung aller Internationalen, die für ein komplettes Studium oder einen Forschungsaufenthalt aus dem Ausland hierher kommen: Master-Studierende, Doktoranden und Gastwissenschaftler. Sie brauchen zum Beispiel bei der Beantragung eines Visums oder einer Krankenversicherung Hilfe. Der wesentliche Unterschied zu Studierenden, die nur ein Auslandssemester am Campus Landau verbringen, ist, dass reguläre Studierende und Gastwissenschaftler oft einen längeren Zeitraum bei …

Dr. Dagmar Flöck ist Leiterin des EU-Büros in Koblenz und unterstützt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beider Campi bei der Suche nach spannenden EU-geförderten Forschungsprogrammen. Foto: Adrian Müller

EU-Büro: Hilfe für Wissenschaftler

Längst sind Wissenschaft und Forschung nicht mehr auf Universitäts- oder Landesgrenzen beschränkt, sondern werden immer stärker internationalisiert. Um der Uni Koblenz-Landau innerhalb von EU-Forschungsprojekten mehr Präsenz zu verleihen, unterstützt das EU-Büro seit Anfang des Jahres Wissenschaftler an beiden Standorten bei der Suche nach geeigneten europäischen Forschungsprogrammen. Zwar bietet der europäische Wissenschaftsraum ein großes Angebot an Forschungsprogrammen, gerade für Nachwuchswissenschaftler ist es aber manchmal gar nicht so einfach, die passenden Kooperationen für ihre Forschungsinteressen zu finden. Hilfe bekommen Mitarbeiter der Universität Koblenz-Landau seit einiger Zeit von Dr. Dagmar Flöck. Sie ist Leiterin des EU-Büros am Campus Koblenz und hat den Überblick über die europäischen Forschungsprogramme. Neben Infoveranstaltungen für Doktoranden, Wissenschaftliche Mitarbeiter oder Professoren aller Fachbereiche sucht sie vor allem nach passenden europäischen Ausschreibungen und Projektideen für die individuellen Forschungsinteressen. “Matching” nennt sie das. “Die Betreuung erfolgt oft unkompliziert via E-Mail. Die Interessenten müssen mir nur einige Schlüsselbegriffe ihre Forschungsfelder betreffend zusenden, dann kann ich EU-weit nach geeigneten Programmen Auschau halten.” Darüber hinaus unterstützt Flöck auch bei der Antragstellung: “Es gibt bestimmte formale Vorgaben, die eingehalten werden …

Prof. Dr. Martin Pütz mit seiner Klasse in Botswana. Foto: Pütz

Afrika hautnah erleben: Ein Auslandssemester in Botswana

Ob eine Sprachreise nach England, ein Au-Pair-Aufenthalt in den USA oder ein Job als Kellner in Australien: Im Rahmen eines Lehramtsstudiums mit dem Fach Englisch für Gymnasium oder Realschule plus absolvieren Studierende einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land. Ein ganz besonderes Ziel: Botswana im Süden Afrikas. 14 Flugstunden entfernt liegt dieses atemberaubende und vielen doch eher unbekannte Land, das Studierende der Anglistik am Campus Landau als Ziel für ihre Auslandserfahrung auswählen können. Bereits seit zehn Jahren besteht die Partnerschaft mit der University of Botswana in Gaborone, berichtet Prof. Dr. Martin Pütz, Geschäftsführender Leiter des English Departments am Campus Landau: “Ich besuchte eine Konferenz zur Globalisierung des Englischen in Afrika und kam dort mit einem Kollegen ins Gespräch. Wir tauschten uns über Kooperationsprojekte aus und plötzlich fiel das Stichwort Botswana.” Der fachbezogene Austausch ist inzwischen fest etabliert und hat auch für die Universität insgesamt eine Ausnahmestellung. Das komplette Semester in Botswana (4 Monate) wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert und im Zuge des ISAP-Programms finanziert. Nicht nur die Anreisekosten werden übernommen. Den Studierenden stehen …

Landauer Master-Studentin mit DAAD-Preis ausgezeichnet

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt bereits seit mehr als zehn Jahren den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen an ausländische Studierende an deutschen Hochschulen. In diesem Jahr ging der Preis an Sie Yung Law, die seit 2010 an der Universität in Landau den englischsprachigen Masterstudiengang Ecotoxicology belegt. Sie Yung Law ist angekommen in der neuen Welt namens Südpfalz. Nachdem sie in ihrem Heimatland Malaysia ihren Bachelor-Abschluss in Chemie ablegte, machte sich die junge Frau auf die Reise nach Landau, um dort den Master in Ecotoxicology zu studieren. Als sie 2010 ankam, sah sie sich mit Problemen konfrontiert, die vielen ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen wohl bekannt sind. „Es war am Anfang nicht einfach, aber mit der Zeit kommt man zurecht. Alles ist eine Herausforderung“, erklärt Law. Um die zahlreichen Herausforderungen zu meistern, bedarf es der Hilfe von Menschen, die sich auskennen in der neuen Welt, denn zunächst ist alles fremd, die Sprache, die Kultur, selbst das Wetter mache einem zu schaffen, erklärt Law mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Weil sie weiß, wie es sich …

IPAS weist ausländischen Gästen den Weg

Ein wenig Geborgenheit in der Fremde – das versucht die Hochschulgruppe IPAS Studierenden aus dem Ausland zu vermitteln. Ehrenamtlich und mit viel Engagement helfen sie Austauschstudenten dabei, sich an unserer Universität schnell einzuleben, Kontakte zu schließen und nicht zuletzt bei den vielen alltäglichen Herausforderungen. Als Austauschstudent kommt man in eine neue Kultur, ein neues Land und eine neue Stadt. Da kann es schwer fallen, Anschluss zu finden. Am Campus Landau hat sich eine Hochschulgruppe gegründet, die die Gäste aus aller Welt empfängt und bei ihrem Aufenthalt begleitet. Seit 2002 heißen sie die Austauschstudenten in der Pfalz willkommen und versuchen, ihnen das Landauer Semester so schön wie möglich zu gestalten. Linda Bolle ist eine von den ehreamtlichen Helfern und Organisatoren der IPAS-Gruppe. IPAS, das bedeutet Integratives Projekt Ausländischer Studierender in Landau. Klingt sperrig, ist aber ein sehr menschliches Projekt. Es geht darum, den Austauschstudenten ein Gefühl von Geborgenheit und Heimat zu bieten und ihnen zu zeigen, dass sie hier willkommen sind und man sich für sie einsetzt. Die Mitarbeit ist ausschließlich ehrenamtlich. Nachwuchsprobleme gibt es trotzdem …

Mali-Praktikum hinterlässt bei Studentinnen bleibende Eindrücke

Ende Februar 2012 machten sich die zwei Landauer Stundentinnen Tanja Hellmann und Marie-Elene Bartel auf die Reise in das westafrikanische Land Mali. Genauer gesagt ging es für die beiden in das abgelegene Dorf Gani-Dah. Dort leistet die Autorin und Afrika-Expertin Birgit Biehl seit vielen Jahren Entwicklungsarbeit. Aus einem Vortrag Biehls am Campus Landau entstand eine Kooperation mit der Universität. Seitdem haben Studenten alle zwei Jahre die Möglichkeit, in dem kleinen Dorf zu helfen. Das Praktikum im malischen Dorf Gani-Dah hat bei den Landauer Studentinnen Marie-Elene und Tanja bleibende Eindrücke hinterlassen. Nach vier Wochen dort tourten sie noch zwei Wochen durch das Land. Gegen Ende ihrer Reise begannen die Unruhen in dem westafrikanischen Land. Den Aufstand im März vergangenen Jahres in der Hauptstadt Bamako bekamen sie nur am Rande mit. „Wir kamen in Bamako an, als es schon wieder ruhiger wurde”, erzählt Tanja, die in Landau Sozialwissenschaften studiert. „Uns wurde aber von Gefechten erzählt und wir sahen Einschusslöcher in den Wänden.” Sie habe sich anfangs gar keine Gedanken gemacht, fügt Marie hinzu. „Kurz vor unserer Ankunft …

Landauer Studierende können Praktika in Bildungs-, Sozial- und Umweltprojekten im Osten Malis absolvieren. Birgit Biehl hat diese Projekte initiiert. Foto: Privat

“Die Menschen verlassen das Dorf nicht mehr”

Studierende der Universität in Landau  haben jedes zweite Jahr die Möglichkeit im Dorf Gani-Dah, im Osten Malis, ein Praktikum zu machen. Ins Leben gerufen hat das Projekt Birgit Biehl, die schon seit vielen Jahren nach Mali reist, dort Entwicklungsarbeit leistet und unter dem Pseudonym “Chris Marten” Romane veröffentlicht, die sich um Afrika drehen. Sie hat den Verein Gani-Dah e.V. gegründet. Die Praktikanten unterrichten in der von Biehl aufgebauten Schule und helfen den Dorfbewohnern bei Sozial- und Umweltprojekten. Im vergangenen Jahr waren die Landauer Studentinnen Marie-Elene Bartel und Tanja Hellman für vier Wochen in Gani-Dah und reisten anschließend für 14 Tage durch das Land. Gegen Ende ihrer Reise begannen die ersten Unruhen in dem afrikanischen Staat. Im Interview berichtet Biehl über die Lage im Dorf Gani-Dah. Sie reisen oft nach Mali. Wann waren Sie zuletzt dort? Birgit Biehl: Seit 18 Jahren reise ich nach Mali, ich fühle mich dort heimisch. Ich glaube, ich kenne das Land inzwischen besser als Deutschland. Von Februar bis Anfang April 2012 war ich zuletzt in Mali. Ich habe dort neben meiner …