Alle Artikel in: Campusleben

Mareike Theobald und Benedikt Schell sind die Mitorganisatoren der WinterUni. Fotos: Esther Guretzke

Winter is coming: 1,2,3 im Wechselschritt

Mareike Theobald und Benedikt Schell vom Koblenzer AStA befinden sich im Raum K101. Die Stühle und Tische stehen an der Seite, Musik hallt durch den Saal: Eins, zwei, drei, eins, zwei, drei – Schell zählt im Kopf die Schritte und schaut hin und wieder auf die Füße seiner Tanzpartnerin. Theobald hingegen läuft durch den Raum, korrigiert und lobt die freiwilligen Tanzschüler. Hier wird für einen besonderen Anlass geprobt: Den Winterball im Kurfürstlichen Schloss, der als Abschluss der ersten WinterUni stattfinden wird. Angelehnt an die Serie Game of Thrones lautet das Motto Winter is coming. Die Idee zur ersten WinterUni entstand im vergangenen Jahr während einer Reflexionsrunde zur SommerUni. “Durch ein paar bürokratische Hürden konnten wir unsere Party im Winter nicht mehr veranstalten. Deshalb wollten wir etwas Neues schaffen. Der Winterball wurde als Höhepunkt integriert”, erzählt Schell. Innerhalb von vier Tagen wurden 300 Karten für den Tanzabend am 9. Dezember verkauft. “Die Dekoration basteln wir in einem Workshop teilweise selbst. Sie soll dekadent und stilvoll sein, angelehnt an den Wiener Opernball”, schwärmt Theobald, die sich wünscht, …

Thomas Hild ist Experte für Arbeitsschutz. Er erkennt am Campus Koblenz Gefahren, die sich dem Blick Anderer noch entziehen und sucht nach passenden Lösungen. Foto: René Lang

Arbeitsschutz: Seine Herzenssache

Wer sich in der Universität sicher aufgehoben fühlt, verdankt dies oft den Leistungen des Arbeitsschutzes. Thomas Hild ist Sachbearbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Standort Koblenz. Im Interview erklärt er, warum Arbeitsschutz so wichtig ist. Kurz und knapp: Was ist Arbeitsschutz? Grundlegend ist Arbeitsschutz für uns alle da. Arbeitsschutz beinhaltet sowohl die Arbeitssicherheit als auch den Gesundheitsschutz. Arbeitsschutz soll unseren Alltag sicherer machen. Das ist die Kernaufgabe. Leider ist die gesellschaftliche Wahrnehmung des Themas meist anders. Viele begreifen das Thema Arbeitsschutz als einen Störfaktor. Dabei wollen wir für einen reibungslosen Ablauf der Arbeit sorgen. Was sind Ihre Aufgaben als Sachbearbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz? Ich bin als einer von drei Mitarbeitern der Stabsstelle Hochschulbauentwicklung, Finanzen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zuständig für den Standort Koblenz. Neben mir sind Britta Mann für den Standort Landau und Andreas Tepel für die Stabsstellenleitung in Mainz verantwortlich. Ich bin der zentrale Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema Arbeitsschutz. Dabei übernehme ich sowohl beratende, informierende als auch  koordinierende Aufgaben. Wird beispielsweise ein Defizit gemeldet, leite ich die nötigen Schritte ein, um …

Alina Gewalt ist AStA-Referentin für Kultur am Campus Koblenz. Auf ihren Radtouren durch die City begegnen ihr immer wieder Themen, die sie für ihre Tätigkeit aufgreift. Foto: Esther Guretzke

AStA-Referentin Alina Gewalt: “Kultur verbindet”

Am liebsten mit dem Fahrrad fährt Alina Gewalt durch die Koblenzer Stadt. Dabei hält sie Augen und Ohren immer offen: Als Referentin für Kultur engagiert sich die 24-Jährige im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) in Koblenz. Um ihr Amt hat sie sich aus Leidenschaft für Events und Begegnungen beworben. “Als ich anfing, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich mich am Campus Koblenz einbringen kann, wurde das Referat für Kultur frei”, erinnert sie sich. “Mich hat schon immer interessiert, was in meiner Stadt passiert.” Als AStA-Referentin fördert Alina Gewalt universitätsinterne Kulturveranstaltungen und versucht, die Aktivitäten des AStA an Studierende heranzutragen. Sie plant Veranstaltungen und unterstützt auch fremdorganisierte Events an der Universität. “Ich kann meinen Job nur gut machen, wenn ich Feedback und Anregungen zu Veranstaltungen bekomme, aber auch, wenn meine Kommilitonen mir mitteilen, was sie interessiert und was sie sich wünschen”, erklärt die Kulturwissenschaftlerin. “Wir sollten weltoffen sein und begierig darauf, Neues kennenzulernen.”   Gewalt versteht sich und ihr Amt als eine Plattform der Öffentlichkeitsarbeit. Ihr ist es wichtig, die uniinternen, aber auch die städtischen Angebote bekannt zu machen, …

Summer is calling: Das Uniblog-Team verabschiedet sich in die vorlesungsfreie Zeit. Mit der tagesaktuellen Berichterstattung geht es ab Mitte Oktober wieder weiter. Einen schönen Sommer wünschen wir. Foto: Unsplash/ Jerry Kiesewetter

Top Ten: Die beliebtesten Beiträge des Sommersemesters

Wir können Ihnen eins verraten, liebe Leserinnen und Leser: Der Blick zurück am Ende eines jeden Semesters ist für das Uniblog-Redaktionsteam im fünften Jahr seines Bestehens zwar eine noch sehr junge, aber schon lieb gewonnene Tradition. Zusammen mit Ihnen stöbern wir durch die beliebtesten Blogartikel des Sommersemesters 2017. Mit dabei sind unter anderem das Porträt einer Konvertitin, Interviews mit zwei unserer Alumni oder eine Bachelorarbeit zum Thema Partnersuche. Sie sehen: Das Semester an unserer Uni war mal wieder ziemlich spannend. Wir verabschieden uns nun in die vorlesungsfreie Zeit und freuen uns, ab Mitte Oktober mit aktueller Berichterstattung wieder für Sie da zu sein. Machen Sie es gut! TOP 1 „Ich habe das Glaubensbekenntnis für mich allein gesprochen“ TOP 2 Grundschullehramt: Auf dem Lösungsweg TOP 3 Auf den Spuren von… Pressereferentin Sarah Ochs TOP 4 Partnersuche 2.0: Fluch oder Segen? TOP 5 Auf den Spuren von… Head of Client Services Gerrit Müller TOP 6 Zwischen Studium und phantastischen Welten TOP 7 Sterbebegleiter im Hospiz: Vom Tod für das Leben lernen TOP 8 Die gute Seele der …

Arbeiten, mit Freunden kommunizieren, einkaufen - alles geschieht heute online und mit jedem Klick hinterlassen wir eine Spur im Netz. Wie wir unsere Privatsphäre im Internet schützen können, verrät Dr. Michael Möhring im Interview. Foto: unsplash/rawpixel

Herausforderung Datenschutz

Würde Goethes Faust in heutigen Tagen spielen, lautete die Gretchenfrage wohl: „Wie hältst du es mit dem Datenschutz?“ Der Datenschutzbeauftragte des Campus Koblenz, Dr. Michael Möhring, ist Experte auf diesem Gebiet und gibt Tipps, wie man seine Privatsphäre trotz Datenkraken im Internet schützt. Der Datenschutz ist ein wichtiger Teil Ihres beruflichen Lebens. Was interessiert Sie persönlich an diesem Thema? Mich interessiert besonders, wie Informationstechnik und der Umgang mit Daten sich in der Praxis auf das gesellschaftliche Leben auswirken. Ich denke, sich mit der rein technischen Seite der Informatik auseinanderzusetzen, ist nicht genug. Erst das Zusammenspiel mit der Lebenswelt der Menschen macht das Ganze interessant. Das spiegelt sich auch in meiner Tätigkeit als Dozent hier an der Universität wider. Im jährlichen Rhythmus biete ich die Veranstaltungen Datenschutz und Informationsgesellschaft an. Außerhalb der Universität ist mir als Mitglied des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) das Thema der Wechselbeziehung zwischen Informationstechnik und Gesellschaft ebenfalls wichtig. Was sind Ihre Aufgaben am Campus? Ich bin der Ansprechpartner bei Datenschutzfragen, im wissenschaftlichen Bereich zum Beispiel bei der Erhebung …

Natalie Felkl will durch ihr Studium der Kulturwissenschaften Menschen verstehen, die anders sind. Sie selbst freut sich, wenn jemand sich wirklich für die Religion interessiert, die sie lebt. Foto: Esther Guretzke

„Ich habe das Glaubensbekenntnis für mich allein gesprochen“

Natalie Felkl zieht Aufmerksamkeit auf sich, denn sie trägt ein Kopftuch, sieht aber ansonsten nicht so aus, wie sich viele die typische Muslima aus dem arabischen Raum vorstellen. Die Geschichte einer aufgeklärten Konvertitin. „Zunächst hat es mich nur interessiert. Dann habe ich irgendwann erkannt: Das ist die Wahrheit, ich glaube daran“, erzählt Natalie Felkl. Sie wurde atheistisch erzogen, ihre ganze Familie ist nicht religiös. Mit etwa 16 Jahren begann sie, sich für den Islam zu interessieren. Felkl hatte zwar muslimische Bekannte, beschäftigte sich aber eher im Stillen mit der Religion. Je mehr sie darüber lernte, desto klarer wurde die Bedeutung des Glaubens für sie persönlich: „Was Islam für mich bedeutet, kann ich nicht in einer Stunde erklären, das ist sehr komplex.“ Kurz vor ihrem 17. Geburtstag konvertierte sie. Nicht durch ein großes Ritual in einer Gemeinde, sondern ganz für sich allein in ihrem Zimmer. „Ich habe das Glaubensbekenntnis für mich allein gesprochen. Ich brauchte keine Zeugen, das war eine Sache zwischen mir und Allah“, erinnert sich die heute 19-Jährige. Eine Entscheidung mit Konsequenzen Felkl ist …

Rückblick: Das sind die beliebtesten Artikel des Wintersemesters. Foto: Colourbox.de

Winter-Top-Ten: Die beliebtesten Beiträge des Semesters

Aus journalistischer Sicht wäre es sicherlich klug, diesen Text nicht mit diesem Satz zu beginnen. Textanfänge sollen beim Leser ja schließlich Anreize schaffen, damit er weiter liest. Textanfänge können aber auch eine andere Funktion haben: Ihre Leser verblüffen. Und das haben wir offensichtlich bei Ihnen getan, denn Sie sind noch da. Denn eigentlich bleibt uns im vorletzten Artikel des Semesters kaum weniger zu sagen als “Mensch, das ging jetzt aber schnell”. Schon wieder neigt sich ein Semester dem Ende zu, und wieder nehmen wir dies zum Anlass, um mit Ihnen durch die beliebtesten Blogartikel des Wintersemesters 2016/17 zu stöbern. Mit dabei sind Investmentberater, spannende Abschlussarbeiten, studentische Hobbygärtner und ein Interview zur Suche nach dem Glück. Aber lesen Sie selbst. Die gesamte Uniblog-Redaktion wünscht Ihnen dabei viel Spaß und eine erholsame vorlesungsfreie Zeit. Ab Mitte April sind wir wieder mit aktueller Berichterstattung für Sie da. Herzliche Grüße Giovanna Marasco-Albry & Team Top 1: Investmentberater: Vom Nebenjob zum Traumberuf von Annika Frey Welche Versicherung braucht man wirklich? Und wie legt man sein Geld sinnvoll an? Nico Bachmann fällt es nicht schwer, solche …

Haben Freude an der Musik: Universitätsmusikdirektor Dr. Olaf Meyer und seine Mitstreiter aus dem Landauer Vokalensemble. Fotos: Katrin Hiller

Sing a song: Der Universitätschor Landau

Mittwochabend im Audimax am Campus Landau: Etwa 100 Personen singen gemeinsam. Das akustische Erlebnis, wenn sich so viele Stimmen gleichzeitig erheben, um ein Lied miteinander zu singen, verursacht Gänsehaut. Aber nicht nur darum ist ein näherer Blick auf den der Universitätschor interessant: Studierende können sich dort Credits ersingen. Am Campus Landau treffen sich während der Vorlesungszeit jeden Mittwoch bis zu 100 Studierende der verschiedensten Fachrichtungen, um gemeinsam ein Konzertprogramm zu erarbeiten. Geleitet wird der Universitätschor Landau von Universitätsmusikdirektor Dr. Olaf Meyer. Da die Fachausbildung Musik für das Lehramt 2012 am Campus in Koblenz konzentriert wurde, besteht der Chor inzwischen vollständig aus Laien. „Im Chor waren vorher in erster Linie die Studierenden des Fachs Musik. Als sich abzeichnete, dass das wegbricht, hab ich mich um Wege bemüht, den Chor auch im Rahmen des freien Workloads belegen zu können. Da zuvor schon recht viele Studierende der Psychologie aktiv waren, lag es nahe, den Chor als psychologisches Wahlpflichtfach anzubieten”, erinnert sich Meyer. Um Credits zu erwerben, muss man sich vor Beginn der Vorlesungszeit über KLIPS anmelden, regelmäßig zu den Proben erscheinen und auch am Intensiv-Proben-Wochenende teilnehmen. Studierende …

Die ESG der Uni Koblenz-Landau möchte das miteinander stärken und Menschen und Religionen verbinden. Grafik:

Evangelische Studierendengemeinde: Interreligiöser Dialog als Aufgabe

An beiden Standorten der Universität Koblenz-Landau gibt es eine Evangelische Studierendengemeinde (ESG), geleitet von Dr. Anja Lebkücher in Landau und Burkhard Leh in Koblenz. Die zwei Theologen legen besonderen Wert auf einen offenen Dialog, die Zusammenarbeit mit der Universität und moderne Formen des Glaubens.  Mehr denn je ist unsere Gesellschaft auf einen interreligiösen Dialog angewiesen, um aufzuklären und eine gegenseitige Toleranz zu schaffen. Speziell an der stark bildungswissenschaftlich ausgerichteten Universität Koblenz-Landau sei dies wichtig, findet Dr. Anja Lebkücher: „Für die vielen angehenden Lehrer ist Verständnis und Akzeptanz besonders wichtig, da sie im späteren Berufsleben mit der Integration von verschiedensten Religionen und Kulturen konfrontiert sind. Hinzu kommt, dass es immer mehr muslimische Studierende und Lehramtsanwärter gibt.“ Der 42-jährigen Pfarrerin der ESG in Landau liegt deshalb der christlich-muslimische Austausch am Herzen. Multinationales Zusammenleben Auch der Studierendenpfarrer der ESG in Koblenz, Burkhard Leh, legt Wert auf ein friedliches Miteinander und Austausch. Sein Ziel ist eine offene Gastfreundschaft: „Die ESG gestaltet einen Teil des sozialen Lebens an der Universität, die gekennzeichnet ist durch Gemeinschaft und Verschiedenheit.“ In den evangelischen Wohnheimen beider Standorte leben die Studierenden deshalb multinational zusammen. Die ESG-Programmhefte bieten neben …

Guido Groß kennt den Standort Koblenz seit über 30 Jahren. Als Pastoralreferent kam der heute 57-Jährige damals aus dem Saarland an Rhein und Mosel. Foto: Marius Adam

Katholische Hochschulgemeinde: Ansprechpartner in allen Lebenslagen

Religiöser Auftrag, Berater für Lebensfragen und praktische Alltagshilfe: Die Katholische Hochschulgemeinden (KHG) in Koblenz und Landau sind Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Dinge. Die Pastoralreferenten Ralf Nico Körber und Guido Groß geben Religion und Glauben an der Universität ein Gesicht und stehen auch als wissenschaftliche Diskussionspartner bereit. Wissenschaft und Religion: Zwei Gegensätze, die nicht zueinander passen, weil sie von unterschiedlichen Grundsätzen ausgehen? “Diese Ansicht befindet sich nicht erst seit gestern im Wandel und trotzdem ist Glaube für viele eine suspekte Geschichte. Religion als solches steht in der heutigen Zeit wieder mehr denn je unter einem generellen Verdachtsmoment”, erklärt Ralf Nico Körber. Der 41-jährige Pastoralreferent der KHG am Campus Landau versucht, Licht ins Dunkle zu bringen: „Oft ist Religion ins Private und Individuelle zurückgezogen und wird als irrational abgestempelt. Wir versuchen, ihr durch unsere Arbeit an der Universität ein Gesicht zu geben und stehen auch im wissenschaftlichen Kontext als Diskussionspartner zur Verfügung.“ So ist in Landau die religionspädagogische Arbeitsstelle für Lehrer im selben Haus wie die örtliche KHG untergebracht. Am Schwestercampus in Koblenz ist die Arbeit der Gemeinde ebenfalls in den universitären Kontext eingebettet: …