Alle Artikel in: Around the world

Andrea Pelleas am Montmorency Wasserfall in der kanadischen Provinz Québec, wo sie drei Monate an der Universität Laval studierte. Fotos: Privat

Around the world: Auslandssemester in Kanada

Andrea Pelleas verbrachte im Rahmen ihres Lehramtsstudiums drei Monate in Québec, dem französischsprachigen Teil Kanadas im Osten des Landes. Der große Campus, sympathische Kanadier und die atemberaubende Naturlandschaft haben bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Im Fach Französisch auf Grundschullehramt ist ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt verpflichtend. Weil ich bereits einige Monate in Frankreich gelebt habe, entschied ich mich für Kanada, denn ich wollte einfach noch einmal etwas Neues sehen. Die Universität Koblenz-Landau hat in Québec eine Partneruniversität, die Universität Laval. Durch diese Kooperation ist der organisatorische Aufwand deutlich geringer und ich konnte so auch bei den Studiengebühren sparen. Die Universität Laval ist mit mehr als 37.000 Studierenden eine ziemlich große Universität. Der Campus ist riesig und nicht mit dem überschaubaren Campus in Landau zu vergleichen. Zwischen den am weitesten entfernten Gebäuden auf dem Universitätsgelände liegt eine Distanz von etwa drei Kilometern. Es gibt zwar auch Teilstandorte, aber ich würde die Universität als Campus-Universität bezeichnen, weil die Mehrzahl der Lehrveranstaltungen auf dem Campus stattfindet. Organisation ist alles Wenn man einen Auslandsaufenthalt plant, ist es wichtig, sich früh …

SoKo-Student Roland Solonik verbrachte ein halbes Jahr an der San Diego State University. Er genoss das Leben in Kalifornien, lernte aber auch die Vorzüge der Heimat zu schätzen. Fotos: Privat

Around the world: Auslandssemester in Kalifornien

Roland Solonik hat ein Auslandssemester im Land der Superlative gemacht: Der Student verließ für ein Semester den Campus Landau und studierte an der San Diego State University in den USA. Hier lernte er schnell: Das Wörtchen „klein“ scheint man in Amerika nicht zu kennen – von der Cola bis zum Campus ist alles groß. Ein guter Freund von mir hat ein Auslandssemester in Amerika gemacht und ich war beeindruckt, wie sehr er in dieser Zeit seine Englischkenntnisse verbessern konnte. Für mich stand deshalb schnell fest, dass ich auch in die Vereinigten Staaten möchte, um dort die Sprache, aber auch das Land, die Menschen und die Kultur kennenzulernen. Ich war als Free Mover in den Vereinigten Staaten und organisierte mein Auslandssemester selbst. Dabei hat mir eine Checkliste von College Contact geholfen. Im Vorfeld musste ich  den Englischsprachtest des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) auf dem Sprachlevel C1 am Campus Landau absolvieren, um überhaupt an eine amerikanische Universität gehen zu dürfen. Darüber hinaus brauchte ich ein Visum, dass sechs Monate gültig war. Dafür fuhr ich gemeinsam mit einem …

Matagalpa ist der zweitgrößte Verwaltungsbezirk in Nicaragua und der Sitz von Grupo Venancia. Fotos: Privat

Freiwilligendienst in Nicaragua

Kurz nach der Abgabe ihrer Bachelorarbeit tritt Solveig Velten die Reise ihres Lebens an: Die Kulturwissenschaftlerin geht mit dem internationalen Friedensdienst Eirene nach Nicaragua, um sich für die Rechte der Frauen einzusetzen. Doch nicht nur für die Menschen vor Ort ist der Freiwilligendienst eine Chance, auch Velten spürt, dass sie in Mittelamerika jeden Tag etwas dazulernt. Am 2. August 2017 verabschiedete ich mich am Flughafen Frankfurt von Freunden und Familie und trat die Reise nach Nicaragua an: 14 Monate Freiwilligendienst lagen vor mir. Gemeinsam mit den anderen Mitfreiwilligen reiste ich über Costa Rica nach Nicaragua und wurden dort von den Koordinatoren von Eirene am Flughafen abgeholt. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt Managua brachen wir mit dem Bus Richtung Norden auf. Ich war fasziniert vom Essen der Verkäufer im Bus und von der unglaublich grünen Landschaft, an der wir vorbeifuhren. Im kleinen Ort Estelí startete unser Aufenthalt mit einem vierwöchigen Sprachkurs. Danach konnte ich es kaum erwarten, endlich nach Matagalpa zu kommen und meine Einsatzstelle kennenzulernen. Ich arbeite für die Organisation Grupo Venancia. Sie …

Studieren und dabei die Welt erkunden: Isabella Fettich verbrachte ein Auslandssemester an der Macquarie University in Sydney. Fotos: Privat

Australien: Die Sonne im Gesicht

Isabella Fettich zog es für ihr Auslandssemester auf die andere Seite der Welt: Nach Australien, in das Land von Kängurus, Sonne und Meer. Die Kulturwissenschaftstudentin aus Koblenz verbrachte fünf Monate in Sydney. Im Uniblog berichtet sie vom australischen Campusleben und gibt Empfehlungen für diejenigen, die es auch ins Ausland zieht. Eigentlich wollte ich nach Spanien. Mit diesem Vorsatz bin ich zur Info-Veranstaltung für Auslandsaufenthalte gegangen, wo Rückkehrer von ihren Erfahrungen berichteten. Schnell tauschte ich Spanien gegen Australien. Ich habe nicht lange gezögert, Pläne geschmiedet und Informationen von GOstralia angefordert, einer Organisation, die über das Studium in Australien informiert. Wenig später ging es für uns dann auch schon los: Eine Kommilitonin und ich stiegen in den Flieger, der uns auf die andere Seite der Welt brachte. Ein bunter Campus Das studentische Leben in Australien war ganz anders als wir es von Deutschland kennen. Wir waren an der Macquarie University in Sydney, die sehr darauf bedacht ist, dass die Studierenden eine Gemeinschaft bilden und sich wohl fühlen. Zum Beispiel gibt es überall Sitzkissen und WLAN-Bereiche zum arbeiten oder Infopoints. …

Der Sonne so nah: Hoch oben über Kapstadt ist die Aussicht auf den Atlantik atemberaubend. Fotos: Privat

Südafrika: Sonnenschein im Herzen

Fünf Monate verbringt Yane-Ilene Furgoll in Kapstadt, Südafrika. Die 25-jährige Kulturwissenschafts-Studentin mit südafrikanischen Wurzeln sammelt unvergessliche Erinnerungen in der Regenbogennation. Sie liebt deren Leichtigkeit zu Leben, erfährt aber auch, was es heißt, sich im Alltag mit Diskriminierungen auseinandersetzen zu müssen.  Warum wollten Sie nach Südafrika? Mir war von Anfang an klar, dass ich über die Grenzen Europas hinaus wollte. Frankreich und Spanien waren mir einfach “zu nah” an Deutschland. Südafrika erschien mir als die beste Option, zumal mir das Land selbst nicht unvertraut war. Nach meinem Abitur war ich bereits dort und absolvierte ein dreimonatiges Praktikum in einem Kinderheim. Tatsächlich habe ich auch familiäre Wurzeln in Südafrika. Meine Mutter ist gebürtige Südafrikanerin, mein Onkel lebt mit seiner Familie in Kapstadt und meine Tante ist vor kurzem auch hergezogen. Ich wusste also in etwa, worauf ich mich einlassen würde. Dabei freute ich mich besonders auf das positive Lebensgefühl der Südafrikaner. Nicht ohne Grund trägt Südafrika den Titel Regenbogennation. Wo haben Sie für die Zeit Ihres Aufenthalts gelebt? Meine Wohnung lag in Bellville, einem Stadtteil von Kapstadt. Dort wollte ich im …

KuWi-Studentin Linda Koch verbrachte vier Monate an der Universität in Brixen. Foto: Esther Guretzke

Brixen: Ein Auslandsmärchen in Südtirol

Erasmus mal anders: Kulturwissenschaftsstudentin Linda Koch verschlug es nicht in eine pulsierende europäische Partymetropole. Sie bevorzugte für ihr Auslandssemester die verschneiten Berge Südtirols. Dort lebte sie in einem rusikalen Haus und genoss eine inspirierende Zeit zwischen Wintersport, Rockkonzerten und Meditationsseminaren. “Wenn ich früher an Südtirol dachte, kamen mir Klischees von verschlafenen Bergdörfern in den Sinn”, verrät Linda Koch. Über das Programm Erasmus verschlug es sie nach Norditalien. Die 22-Jährige Koblenzerin wollte Italienisch lernen und erfahren, wie es ist, in einen anderen Land zu studieren. Vier Monate verbrachte sie an der Freien Universität Bozen, die wie ihre Heimatuni aus drei Standorten besteht: Bozen, Brixen und Bruneck. Und wie in Koblenz herrschte auch in Südtirol eine familiäre Atmosphäre am Campus: “Die Menschen sind nett und hilfsbereit. Der Studiengang Kultur- und Kommunikationswissenschaften in Brixen ist sehr klein. Die Universität ist winzig. Gerade dadurch ist eine intensive und individuelle Betreuung möglich.” Wintersport, Talfahrt und Rockkonzert Einen Großteil der Abende verbrachte Koch in einer Wohngemeinschaft in einem rustikalen Haus auf einem Berg. Das wechselhafte, mediterran-alpine Wetter ließ im März das …

Griechenland ist mehr als nur eine Auslandserfahrung, es ist zu einem zu Hause für unsere Reporterin geworden. Foto: Hannah Wagner

Baden im November und Schnee auf der Akropolis

Griechenland ist die Wiege der Demokratie, das Land von Olivenöl und Sonnenschein. Viele weitere Facetten des Landes lernt unsere Reporterin Hannah Wagner kennen, denn sie studiert zwei Semester in der griechischen Landeshauptstadt Athen. Für Uniblog berichtet sie von ihren Erfahrungen und rät jedem Studierenden einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen. Ich liebe Griechenland! Seitdem ich 2010 das erste Mal auf Kreta arbeitete, bin ich fasziniert von dem Land im Süden Europas, seiner Kultur, den Menschen und der Landschaft. Aber auch wenn ich schon immer gerne durch die Weltgeschichte gereist bin und mich ferne Kulturen und Länder ganz besonders faszinieren, über einen sehr langen Auslandsaufenthalt hatte ich nie ernsthaft nachgedacht. Zu viele Aufgaben und Verpflichtungen in der Heimat gab es zu erledigen. Letztes Jahr dann war Schluss damit: Vereins- und AStA-Vorsitz aufgegeben, Job gekündigt, eine Abschiedsparty geschmissen und von allen verabschiedet. Auf ging es nach Griechenland: Nach einer Sommersaison als Jugendbetreuerin auf Kreta bin ich im vergangenen September nach Athen gezogen, um hier zwei Semester meines Masterstudiums zu verbringen. Aufregung pur. Erster und zweiter Eindruck  Wenige Worte reichen aus, um meinen ersten …

Texas von seiner schönsten Seite - Studentin Franzi Sannert unterwegs im atemberaubenden Big Bend Nationalpark im Süden der USA. Fotos: Sannert

Texas: Leben auf einer Ranch

2013 machte sich Franzi Sannert das erste Mal auf, um im US-amerikanischen Texas neue Erfahrungen zu sammeln. Ein Jahr später war die damals 19-Jährige gerade im zweiten Semester ihres Pädagogikstudiums, als sie die Möglichkeit für ein Praktikum bei einer texanischen Familie erhielt. Sannert zögerte nicht lange: Nahe der Hauptstadt Austin lernte die Studentin aus Koblenz nicht nur ihre Gastfamilie kennen und lieben, sondern auch die Kultur, die Landschaft und das Essen. Nachdem ich Anfang 2013 erfolgreich das Abitur bestand, brauchte ich eine Auszeit. Denn wie wohl für die meisten Schüler bedeutet diese Phase vor allem eins: Stress! Um einfach mal aufzuspannen und das Leben auf einer Pferderanch kennenzulernen, entschied ich mich daher für einen Urlaub in der texanischen Provinz. Mit den Besitzern der Ranch verstand ich mich so gut, dass sie mir anboten, im nächsten Jahr für ein Praktikum wiederzukommen. Unter Aufsicht einer Sozialarbeiterin nahm ich diese Möglichkeit gerne wahr und flog im Mai 2014 erneut in die USA. Das Leben auf einer Ranch Texas – das Land der Cowboys, Pferderanchen und atemberaubenden Landschaften. So stellen …

In Schweden lernte Elena Hamm das Winterwetter zu genießen und trotz Kälte und Dunkelheit viel Zeit in der Natur zu verbringen. Hier wandert sie durch das Gebirge Sylarna. Fotos: Hamm

Schweden: Rauer Winter und herzliche Menschen

Elena Hamm war mit Erasmus Plus ein Semester als Austauschstudentin an der Mittuniversitetet Östersund. Im hohen Norden traf sie auf viel schwedische Hilfsbereitschaft und winterliche Temperaturen. Auch die Art zu studieren war für die 21-jährige Psychologie-Studentin zunächst neu: An ihrer schwedischen Universität gab es kaum Anwesenheitspflicht und umso mehr Eigenverantwortung für die Studierenden.  Noch schnell die letzte Prüfung geschrieben, danach eine Woche Urlaub mit Freunden und dann ging es Ende August 2015 auch schon los: Ich reiste 2000 Kilometer in den Norden nach Östersund, wo ich die nächsten fünf Monate zu Hause sein sollte und an der Mittuniversitetet studierte. Am Flughafen Östersund, der im Übrigen so groß ist wie der Parkplatz am Campus in Landau, wurden wir von unseren Buddies empfangen, was die Ankunft sehr erleichterte. Unsere Helfer fuhren uns nicht nur bis vor die Haustür unseres Wohnheims, sie unterstützten uns auch vor Ort: Sie besorgten Schlüssel, Matratzen und Decken, übersetzen, schleppten Möbel und Gepäck. Diese Art von Hilfe war für mich neu, ist aber in Schweden selbstverständlich. Die Ankunftswoche diente dazu, die Uni, die anderen …

Matthias Deisen aus Koblenz studiert seit Januar im verschneiten Finnland und ist begeistert. Foto: Privat.

Finnland: Im Land der 1000 Seen

Seit Januar ist Matthias Deisen als Austauschstudent im Rahmen des europäischen Erasmus-Plus-Programms in Joensuu, an der University of Eastern Finland. Bis Juni bleibt der 22-jährige Koblenzer Informatik-Student noch im östlichsten der skandinavischen Länder. Er ist begeistert von der Landschaft, den internationalen Kontakten und dem finnischen Bildungssystem. Warum Finnland – und dann auch noch im Winter? Das ist eine Frage, die man sich durchaus stellen kann und die ich auch schon Freunden und Bekannten beantwortet habe: Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen und einen richtig schönen Winter mit viel Schnee verbringen. Da das finnische Bildungssystem als eines der Besten in Europa gilt, fiel mir meine Entscheidung nicht schwer: Finnland, das Land der 1000 Seen sollte es werden. Vor einem Jahr entschloss ich mich also kurzerhand für die Bewerbung auf einen Studienplatz in Finnland und wurde im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms ausgewählt. Atemberaubende Landschaften Erwartungen hat man im Vorfeld natürlich immer eine Menge. Aber es ist nicht alles so, wie man es sich vorstellt: Die Nordlichter habe ich zwar mittlerweile gesehen und sie sind wirklich eindrucksvoll und ein atemberaubendes Naturspiel, aber der …