Alle Artikel in: Around the world

KuWi-Studentin Linda Koch verbrachte vier Monate an der Universität in Brixen. Foto: Esther Guretzke

Brixen: Ein Auslandsmärchen in Südtirol

Erasmus mal anders: Kulturwissenschaftsstudentin Linda Koch verschlug es nicht in eine pulsierende europäische Partymetropole. Sie bevorzugte für ihr Auslandssemester die verschneiten Berge Südtirols. Dort lebte sie in einem rusikalen Haus und genoss eine inspirierende Zeit zwischen Wintersport, Rockkonzerten und Meditationsseminaren. “Wenn ich früher an Südtirol dachte, kamen mir Klischees von verschlafenen Bergdörfern in den Sinn”, verrät Linda Koch. Über das Programm Erasmus verschlug es sie nach Norditalien. Die 22-Jährige Koblenzerin wollte Italienisch lernen und erfahren, wie es ist, in einen anderen Land zu studieren. Vier Monate verbrachte sie an der Freien Universität Bozen, die wie ihre Heimatuni aus drei Standorten besteht: Bozen, Brixen und Bruneck. Und wie in Koblenz herrschte auch in Südtirol eine familiäre Atmosphäre am Campus: “Die Menschen sind nett und hilfsbereit. Der Studiengang Kultur- und Kommunikationswissenschaften in Brixen ist sehr klein. Die Universität ist winzig. Gerade dadurch ist eine intensive und individuelle Betreuung möglich.” Wintersport, Talfahrt und Rockkonzert Einen Großteil der Abende verbrachte Koch in einer Wohngemeinschaft in einem rustikalen Haus auf einem Berg. Das wechselhafte, mediterran-alpine Wetter ließ im März das …

Griechenland ist mehr als nur eine Auslandserfahrung, es ist zu einem zu Hause für unsere Reporterin geworden. Foto: Hannah Wagner

Baden im November und Schnee auf der Akropolis

Griechenland ist die Wiege der Demokratie, das Land von Olivenöl und Sonnenschein. Viele weitere Facetten des Landes lernt unsere Reporterin Hannah Wagner kennen, denn sie studiert zwei Semester in der griechischen Landeshauptstadt Athen. Für Uniblog berichtet sie von ihren Erfahrungen und rät jedem Studierenden einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen. Ich liebe Griechenland! Seitdem ich 2010 das erste Mal auf Kreta arbeitete, bin ich fasziniert von dem Land im Süden Europas, seiner Kultur, den Menschen und der Landschaft. Aber auch wenn ich schon immer gerne durch die Weltgeschichte gereist bin und mich ferne Kulturen und Länder ganz besonders faszinieren, über einen sehr langen Auslandsaufenthalt hatte ich nie ernsthaft nachgedacht. Zu viele Aufgaben und Verpflichtungen in der Heimat gab es zu erledigen. Letztes Jahr dann war Schluss damit: Vereins- und AStA-Vorsitz aufgegeben, Job gekündigt, eine Abschiedsparty geschmissen und von allen verabschiedet. Auf ging es nach Griechenland: Nach einer Sommersaison als Jugendbetreuerin auf Kreta bin ich im vergangenen September nach Athen gezogen, um hier zwei Semester meines Masterstudiums zu verbringen. Aufregung pur. Erster und zweiter Eindruck  Wenige Worte reichen aus, um meinen ersten …

Texas von seiner schönsten Seite - Studentin Franzi Sannert unterwegs im atemberaubenden Big Bend Nationalpark im Süden der USA. Fotos: Sannert

Texas: Leben auf einer Ranch

2013 machte sich Franzi Sannert das erste Mal auf, um im US-amerikanischen Texas neue Erfahrungen zu sammeln. Ein Jahr später war die damals 19-Jährige gerade im zweiten Semester ihres Pädagogikstudiums, als sie die Möglichkeit für ein Praktikum bei einer texanischen Familie erhielt. Sannert zögerte nicht lange: Nahe der Hauptstadt Austin lernte die Studentin aus Koblenz nicht nur ihre Gastfamilie kennen und lieben, sondern auch die Kultur, die Landschaft und das Essen. Nachdem ich Anfang 2013 erfolgreich das Abitur bestand, brauchte ich eine Auszeit. Denn wie wohl für die meisten Schüler bedeutet diese Phase vor allem eins: Stress! Um einfach mal aufzuspannen und das Leben auf einer Pferderanch kennenzulernen, entschied ich mich daher für einen Urlaub in der texanischen Provinz. Mit den Besitzern der Ranch verstand ich mich so gut, dass sie mir anboten, im nächsten Jahr für ein Praktikum wiederzukommen. Unter Aufsicht einer Sozialarbeiterin nahm ich diese Möglichkeit gerne wahr und flog im Mai 2014 erneut in die USA. Das Leben auf einer Ranch Texas – das Land der Cowboys, Pferderanchen und atemberaubenden Landschaften. So stellen …

In Schweden lernte Elena Hamm das Winterwetter zu genießen und trotz Kälte und Dunkelheit viel Zeit in der Natur zu verbringen. Hier wandert sie durch das Gebirge Sylarna. Fotos: Hamm

Schweden: Rauer Winter und herzliche Menschen

Elena Hamm war mit Erasmus Plus ein Semester als Austauschstudentin an der Mittuniversitetet Östersund. Im hohen Norden traf sie auf viel schwedische Hilfsbereitschaft und winterliche Temperaturen. Auch die Art zu studieren war für die 21-jährige Psychologie-Studentin zunächst neu: An ihrer schwedischen Universität gab es kaum Anwesenheitspflicht und umso mehr Eigenverantwortung für die Studierenden.  Noch schnell die letzte Prüfung geschrieben, danach eine Woche Urlaub mit Freunden und dann ging es Ende August 2015 auch schon los: Ich reiste 2000 Kilometer in den Norden nach Östersund, wo ich die nächsten fünf Monate zu Hause sein sollte und an der Mittuniversitetet studierte. Am Flughafen Östersund, der im Übrigen so groß ist wie der Parkplatz am Campus in Landau, wurden wir von unseren Buddies empfangen, was die Ankunft sehr erleichterte. Unsere Helfer fuhren uns nicht nur bis vor die Haustür unseres Wohnheims, sie unterstützten uns auch vor Ort: Sie besorgten Schlüssel, Matratzen und Decken, übersetzen, schleppten Möbel und Gepäck. Diese Art von Hilfe war für mich neu, ist aber in Schweden selbstverständlich. Die Ankunftswoche diente dazu, die Uni, die anderen …

Matthias Deisen aus Koblenz studiert seit Januar im verschneiten Finnland und ist begeistert. Foto: Privat.

Finnland: Im Land der 1000 Seen

Seit Januar ist Matthias Deisen als Austauschstudent im Rahmen des europäischen Erasmus-Plus-Programms in Joensuu, an der University of Eastern Finland. Bis Juni bleibt der 22-jährige Koblenzer Informatik-Student noch im östlichsten der skandinavischen Länder. Er ist begeistert von der Landschaft, den internationalen Kontakten und dem finnischen Bildungssystem. Warum Finnland – und dann auch noch im Winter? Das ist eine Frage, die man sich durchaus stellen kann und die ich auch schon Freunden und Bekannten beantwortet habe: Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen und einen richtig schönen Winter mit viel Schnee verbringen. Da das finnische Bildungssystem als eines der Besten in Europa gilt, fiel mir meine Entscheidung nicht schwer: Finnland, das Land der 1000 Seen sollte es werden. Vor einem Jahr entschloss ich mich also kurzerhand für die Bewerbung auf einen Studienplatz in Finnland und wurde im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms ausgewählt. Atemberaubende Landschaften Erwartungen hat man im Vorfeld natürlich immer eine Menge. Aber es ist nicht alles so, wie man es sich vorstellt: Die Nordlichter habe ich zwar mittlerweile gesehen und sie sind wirklich eindrucksvoll und ein atemberaubendes Naturspiel, aber der …

Während ihres Aufenthaltes in Australien lernte Constanze Schreiner nicht nur die Ostküste kennen, sondern bereiste auch die weniger touristische Westküste nördlich von Perth - hier am Nature's Window im Kalbarri Nationalpark. Fotos: Privat.

Als Gastwissenschaftlerin in Sydney

Constanze Schreiner ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik am Campus Landau. Im Herbst 2015 verbrachte sie drei Monate in Australien. Als Visiting Scholar in Sydney forschte sie nicht nur zum Einsatz von Geschichten im Gesundheitsbereich, sondern lernte auch, sich ordentlich in Schlangen anzustellen und bei entgegenkommenden Autofahrern die Hand zum Gruß zu heben. Ein Gastbeitrag von Constanze Schreiner Zehn Minuten zu spät für eine Verabredung? „No worries, mate!“ Ein Sonderwunsch im Restaurant? „No worries, mate!“ Australier sind nett – und zwar so richtig. Außerdem sind sie entspannt, höflich und entschuldigen sich auch für Dinge, für die sie nun wirklich nichts können, zum Beispiel für das Wetter:„I’m so sorry for the weather today!“. Nur, wenn es ums Anstehen geht, hört der Spaß auf. Da muss es mit Recht und Ordnung zugehen. Da machen sich – genauso wie bei Ritualen wie dem „morning tea“ – die englischen Wurzeln der Australier bemerkbar. Die ersten weißen Bewohner des Kontinents waren britische Gefangene, die dort ihre Strafe absitzen sollten. Dieses historische Detail hören die Australier allerdings nicht gern. Wobei ich während …

Schüler der Grundschule von Bonakanda, einem kleinen Dorf nördlich von Buea (Südwestkamerun).

Kamerun: Im Land der Entschleunigung

In einer Welt, in der man via Smartphone immer erreichbar ist, in der ein Termin auf den anderen und eine Prüfung auf die nächste folgt, steigt zunehmend das Bedürfnis nach Entschleunigung. Dieser Wunsch wird in Kamerun zu Genüge befriedigt: So genau nimmt man es nicht, wann Konferenzen anzufangen oder Busse abzufahren haben. Der Kameruner belächelt häufig die meist nicht nur minutenlangen Verzögerungen und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Wurde der Termin um 8.30 Uhr vereinbart, dann zeigen sich die ersten Konferenzteilnehmer erst um 9 Uhr – und um 9.30 Uhr wird immer noch nach einem Verlängerungskabel für den Beamer gesucht. Nach 12 Tagen Exkursion können wir nun alle ebenfalls behaupten, ein Teil der kamerunischen Gelassenheit mitgenommen zu haben. Wir, das sind Studierende aus dem Seminar „Multilingualismus in Afrika“ unter der Leitung von Prof. Martin Pütz (Anglistik) und Prof. Diao-Klaeger (Romanistik). Das  westafrikanische Land Kamerun mit seinen 22 Millionen Einwohner wählten wir als Exkursionsziel, da hier die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Afrika mit am stärksten ausgeprägt ist. So werden neben den beiden offiziellen …

Lehramtsstudentin Lisa Kalinowski lernte Namibia in einer Wildtierauffangstation auf besondere Weise kennen und schlief sogar eine Nacht neben einem Gepard. Fotos: Privat

Mit Gepard im Arm unter Namibias Sternenhimmel

Für einen Monat taucht Lisa Kalinowski in die atemberaubende Welt des afrikanischen Dschungels ein. In der Nähe der Hauptstadt Windhuk – in völliger Abgeschiedenheit – versorgte sie in einer Wildtierauffangstation die Raubtiere Afrikas. Im Uniblog berichtet die 22-jährige Lehramtsstudentin am Campus Koblenz von faszinierenden Begegnungen mit einem schnarchenden Gepard und dem strahlenden Sternenhimmel Afrikas. Namibia präsentierte sich mir bei meiner Ankunft direkt von seinen vielfältigen Seiten: Paviane saßen mitten auf der Straße, es gab spontane musikalische Tanzeinlagen von Einheimischen und selbstgemachte Gegenstände wurden am Straßenrand verkauft. Ich war überwältigt von der afrikanischen Kultur, die vor allem Gelassenheit ausstrahlt. Allerdings muss man zugeben, dass Armut und Reichtum dicht beieinander liegen. Das war für mich nicht immer leicht zu ertragen. Zwei Tage verbrachte ich in Windhuk, danach begann mein Abenteuer in der Wildlife Foundation (Wildtierauffangstation). Die Farm lag in völliger Abgeschiedenheit mitten im Busch, etwa eine Stunde von der nächsten Stadt entfernt. Es gab kein warmes Wasser zum Duschen und einseitiges, teils unbekanntes Essen. Für einen Monat musste ich mich vom europäischen Luxus verabschieden. Auf der Wildtierauffangstation …

Michelle Bebbon besuchte während ihres Auslandsaufenthaltes in Irland das verträumte Fischerörtchen Kinsale. Fotos: Privat

Ein Auslandssemester in Irland

Faszinierende Landschaften, historische Burgen und naturbelassene Strände machen Irland zu einem beliebten Reiseziel. Die Lehramtsstudentin Michelle Bebbon aus Koblenz entdeckt die grüne Insel während einem Auslandssemester im Rahmen des Erasmusprogramms. Gerade verbringt sie dreieinhalb Monate in Limerick am Mary Immaculate College. Im Uniblog berichtet die 21-Jährige von fluchenden Iren und Studierenden, die während der Vorlesung Popcorn essen. In den Monaten vor meiner Abreise wurde ich mit Papierkram überschüttet. Deshalb war ich erleichtert, als ich vor 90 Tagen im Flugzeug Richtung Irland saß und mein Auslandsemester in Limerick vor mir lag. Am Mary Immaculate College, wie die Universität in Limerick heißt, fühlte ich mich vom ersten Tag an willkommen. Mir wurde ein herzlicher Empfang bereitet und ich spürte sofort, wie jeder, den ich traf, bemüht war, mir das Einleben in eine noch ungewohnte Umgebung zu erleichtern. Von Limerick nach ganz Irland Die Stadt liegt im Westen Irlands am River Shannon. Wem der Name Limerick etwas sagt, kennt ihn entweder von den gleichnamigen, fünfzeiligen Unsinnsversen oder aus Frank McCourts Memoiren “Die Asche meiner Mutter” (im eng. Original …

Lehramtsstudentin Caroline Richter über den Dächern von Glasgow, der größten Stadt Schottlands. Sie verbrachte einen Monat im nördlichen Drittel Großbritanniens. Foto: Privat

Ein Monat in Schottland

Zur schottischen Folklore das Tanzbein schwingen, die Abende in einem Pub ausklingen lassen und nebenbei Englisch lernen: Die Koblenzer Lehramtsstudentin Caroline Richter verbrachte vier Wochen an einer Sprachschule in Edinburgh, der Hauptstadt an der Ostküste Schottlands. Die schottische Gastfreundschaft, die unberührte Landschaft und neue internationale Freundschaften machten den Aufenthalt für die 22-Jährige zu einem unvergesslichen Erlebnis. Anfang des Jahres entschloss ich mich dazu, einen Teil meiner Semesterferien in Schottland zu verbringen. Im März ging es los. Vier Wochen mit vier aufgeweckten Hunden, zwei Katzen und sympathischen Gasteltern lagen vor mir. Vom ersten Moment an fühlte ich mich willkommen – und wusste sofort, dass mein Aufenthalt in Edinburgh ein besonderes und aufregendes Erlebnis werden würde. Der Schulalltag: Andere Länder, andere Sitten An meinem ersten Schultag war ich aufgeregt wie ein kleines Schulkind. Zum Sprachkurs in Edinburg kamen Jugendliche und Erwachsene aus allen Teilen der Welt, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Dadurch erhielt ich die Möglichkeit, viele spannende Menschen und ganz unterschiedliche kulturelle Praktiken kennenzulernen. Auch die Sprachschule förderte diesen Aspekt mit verschiedenen Veranstaltungen wie dem  „International …