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Capoeira, Zumba und Aerobic: Das sind die Sport-Trends für 2013

Die Umgebung aus einem anderen Blickwinkel kann man beim Stehpaddeln betrachten. Die Umgebung aus einem anderen Blickwinkel kann man beim Stehpaddeln betrachten.

Ob Bewegungsmuffel oder Sportskanone: Bei dem trüben Winterwetter lechzt der Körper nach Endorphinen. Auch 2013 machen neue Sportarten und alte Klassiker wieder Lust auf Bewegung. Was hat sich getan in der Welt des Sports? Was ist das richtige Workout für mich? UniBlog hat bei Dr. Sabine Bauer, Leiterin des Allgemeinen Hochschulsports (AHS) in Koblenz, nachgefragt.

Eine Sportart, die in Koblenz immer ausgebucht und nicht nur im Wortsinn atemraubend ist, heißt Zumba. Hier fliegen die Arme, die Beine tanzen, der Körper wackelt, dazu wummern aus Musikboxen mitreißende Rhythmen – Salsa, Merengue, Mambo, Flamenco…  mit Zumba wird Sport zur Party. “Seinen Ursprung hat das Ganzkörpertraining in Lateinamerika”, erklärt Sabine Bauer vom AHS.  Zu Latino-Klängen tanzen die Fitness-Jünger eine vorgegebene Choreografie – und ganz nebenbei sollen die Kilos purzeln.

Seitdem Zumba im Sommersemester 2012 an den Start ging, ist die Tanzfitness der Renner beim AHS. Als Sabine Bauer die Online-Anmeldung frei schaltete, traute sie ihren Augen nicht:  „Der Kurs war direkt ausgebucht. So etwas haben wir noch nie erlebt.“ Das ist auch bis heute so geblieben. Inzwischen gibt es drei Kurse, und auch die sind immer voll belegt. 150 Studierende und Bedienstete powern sich an drei Terminen in der Woche in der 14 mal 14 Metern großen Gymnastikhalle auf dem Campus  so richtig aus. „Man braucht keine Hilfsmittel, nur sich und gute Musik“, weiß Bauer.

Mit Kraft und Koordination

Schon länger im Angebot ist Tae Bo. Das rasante Ganzkörpertraining mit Kampfsportelementen hat sich inzwischen zu einem der Klassiker im AHS-Angebot gemausert. Dabei sind nicht nur Kraft und Ausdauer gefordert, sondern auch Koordinationsvermögen. Von der Kampfkunst abgeleitet sind auch die Übungen bei der Sportart Capoeira. Tritte, Schläge, Ausweichmanöver, Akrobatik – in der “Roda”, portugiesisch für “Kreis”, zu dem sich die Capoeiristas formieren, findet der Kampftanz statt, erklärt Sabine Bauer. Trainiert wird barfuß.

Fäuste und Fitness: TaeBo gehört schon zu den Klassikern im Sportangebot. Fotos: AHS

Bei der Fitnessgymnastik ist Konzentration gefragt.

Jedes Semester stehen Bauer und ihre Mitarbeiter vor der Herausforderung, ein aktuelles Kursprogramm für die Uni-Angehörigen zusammenzustellen. Breit gefächert, so lautet dabei stets die Devise. Einige Angebote werden von außen an den Hochschulsport herangetragen, eine andere Quelle für das, was gefragt ist, sind die Teilnehmer selbst: “Man hört auch immer wieder von den Studierenden selbst, was gerade Trend ist”, erklärt Bauer.

Paddelspaß auf langen Brettern

Seitenwechsel: Die Umgebung aus einer anderen Perspektive erkunden kann man mit der außergewöhnlichern Freizeitbeschäftigung Stand Up Paddling auf der Mosel, das der AHS mit dem Kooperationspartner SupNation anbietet. “Das ist Surfen im Stehen mit einem Ruder in der Hand – und auch relativ schwierig”, sagt Sabine Bauer. Seinen Ursprung hat das – zumindest anfangs – wackelige Unterfangen auf Hawaii.

Nicht Hawaii, sondern Koblenz: Auf Surfbrettern die Mosel rauf und runter.

Polynesische Fischer sollen sich einst auf ihren Kanus stehend auf dem Meer damit fortbewegt haben, weiß Wikipedia. Später soll es ein beliebtes Fortbewegungsmittel für Surf-Lehrer auf Hawaii gewesen sein, die mit Brett und Paddel schneller vorwärts kamen als beim Warten auf die nächste Welle. Heute ist Stehpaddeln eine Sportart für Jung und Alt – die auch im Winter ausgeübt werden kann. Allerdings ist dann ein wenig mehr Achtsamkeit gefragt – sonst gibt es kalte Füße.

Giovanna Marasco

Kursprogramm AHS Koblenz
Kursprogramm AHS Landau

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