Autor: Bastian Stock

Moritz Ranalder studiert Sozial- und Kommunikationswissenschaften. In seinem Nebenjob als Zimmerer verschlägt es ihn jedoch in luftige Höhen. Foto: Philipp Sittingerebenjob_Dachdecker_1_Philipp

Über den Dächern der Stadt

Arbeiten in schwindelerregender Höhe ist nicht für jeden etwas. Moritz Ranalder hat damit kein Problem: Der Sozial- und Kommunikationswissenschaftler jobbt bei einer Zimmerei und repariert regelmäßig kaputte Dachstühle. Er schätzt die handwerkliche Arbeit als Ausgleich zu seinem Uni-Alltag. Wer sind Sie? Mein Name ist Moritz Ranalder, ich bin 22 Jahre alt und studiere im ersten Semester im Bachelor Sozial- und Kommunikationswissenschaften. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite bei einer Zimmerei in Landau. Da bin ich als 450 Euro-Kraft angestellt und kann meine Arbeitszeit flexibel einteilen. Ich arbeite hauptsächlich Donnerstag und Freitag. Das passt super zu meinem Stundenplan. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was sind Ihre Aufgaben? Ich habe schon während meines Abiturs bei Zimmereien Ferienjobs gehabt, daher kannte ich meine Aufgaben …

Die Zwillingsbrüder Mathias und Wolfgang König sind wissenschaftliche Mitarbeiter und betreuen das Projekt "Zeitung Lesen macht Azubis fit". Foto: Philipp Sittinger

Zeile für Zeile zu mehr Medienkompetenz

Die Zwillingsbrüder Mathias und Wolfgang König sind Landauer Urgesteine. Die beiden Doktoren arbeiten in der Abteilung Politische Kommunikation und betreuen das Forschungsprojekt ZeiLe: Zeitung Lesen macht Azubis fit. Das Projekt wird vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz und vom Verband der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland finanziell gefördert. Was sind Ihre Aufgaben an der Universität? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Wolfgang König: In unserer Abteilung  arbeiten wir für Professor Dr. Maier und dort hauptsächlich für das Projekt Zeitung lesen macht Azubis fit. Die Langzeitstudie untersucht seit 2008, wie Auszubildende mit dem Medium Zeitung umgehen. Sie bekommen dadurch einen Überblick über das politische Geschehen und können besser partizipieren. Mathias König: In der Lehre kommen wir vor allem mit Lehramts-Studierenden in Kontakt. Da versuchen wir, demokratische Werte zu vermitteln, und geben uns sehr viel Mühe bei der didaktischen Aufbereitung unserer Lehrveranstaltungen. Diese finden unregelmäßig statt und beschäftigen sich meistens mit dem Themengebiet der politischen Sozialisation und Erziehung. …

Kaffee ist für Bastian Stock im Studium genauso wichtig, wie die Luft zum atmen. Foto: Go to Nolan Issac's profile Nolan Issac/Unsplash

Mein Kaffee und ich

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute zeichnet Bastian Stock eine Chronik seines langjährigen Kaffeegenusses. Kaffee ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Ohne wäre einiges in meiner akademischen Karriere schief gelaufen. Mein Konsum hat sich in den letzten sieben Jahren drastisch verändert, fast revolutioniert. Meine ersten Erfahrungen mit Kaffee habe ich schon vor dem Studium gemacht. Allerdings nur mit Filterkaffee – ohne Schaum, ohne Crema, einfach Kaffee. Doch das änderte sich, als die Padmaschine kam. Die Padmaschine war ein Geschenk meiner Schwester zum Einzug in meine erste WG. Sie wusste sehr genau um die Vorzüge dieses Produktes, schließlich war es ihre alte Maschine. So gab es für mich keinen Filterkaffe mehr, sondern kompliziert filtrierten Kaffee aus kleinen Papierpads, die durch eine Verwirbelung der Ausflussdüse eine Crema bilden – ja, mich hat diese technische Spielerei beeindruckt. Mit der Maschine habe ich viel erlebt. Die ersten Hausarbeiten für mein Studium der Umweltwissenschaften, die hastigen Trink-Momente, weil ich den Wecker schon wieder überhört hatte und die immer gleichen Debatten …

Julia Renner beschäftigt sich in ihrer Promotion mit der Wasserknappheit an Gewässern in Uganda und Kenia. Foto: Philipp Sittinger

Ressource Wasser: Ein flüssiger Konfliktherd

Julia Renner forscht im Rahmen ihrer Promotionsarbeit zur Wasserknappheit an Gewässern in Uganda und Kenia. In ihrem Fokus stehen Auseinandersetzungen, die noch nicht in Form von bewaffnetem Konflikt eskaliert sind. Sie schreiben über Ressourcenkonflikte. Wie kamen Sie auf dieses Thema? Freien Zugang zu Wasser zu haben, ist für uns alltäglich. Es gibt aber Gebiete auf der Welt, in denen das nicht so ist. In Ostafrika zum Beispiel ist die Ressource Wasser knapp. Alles was knapp ist, ist begehrt und damit ein potenzieller Konfliktherd. Meinen Master habe ich in Friedens- und der Konfliktforschung gemacht und mich dabei mit dem Ölkonflikt im Südchinesischen Meer auseinandergesetzt. Als ich für meine Promotion Literatur recherchierte, stieß ich auf den Themenkomplex Wasser. Ich fand es spannend, mich mit Konflikten auseinanderzusetzen, die noch nicht in Gewalttätigkeiten umgeschlagen sind, wie eben in den ostafrikanischen Gesellschaften. Um zu forschen und abzuschätzen, auf welche Resonanz mein Vorhaben stößt, besuchte ich für meine Doktorarbeit Uganda und Kenia. Welche Erfahrungen haben Sie vor Ort gemacht? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen …