Autor: René Lang

Alte Festungen für Kinder lebendig machen

Als kulturpädagogische Hilfkraft betreut Inga Wüsthoff Veranstaltungen und Workshops auf der Festung Ehrenbreitstein. Der Tatendrang der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen färbt dabei regelrecht auf sie ab. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Inga Wüsthoff, ich bin 22 Jahre alt und studiere im vierten Fachsemester Kulturwissenschaft am Campus Koblenz. Ursprünglich komme ich aus dem Westerwald, wohne aber seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin als studentische Aushilfskraft in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) tätig, um genau zu sein in der Abteilung Burgen, Schlösser und Altertümer. Ich begleite unsere Veranstaltungen auf der Festung Ehrenbreitstein und vielen weiteren Burgen in der Region. Was genau sind Ihre Aufgaben? Am ehesten ließe sich mein Nebenjob als Kulturpädagogin beschreiben. Die …

Dr. Marlis Minnich stellt gemeinsam mit Studierenden das Projekt KNSU auf die Beine, eine Lernplattform zur fachlichen Unterstützung für das Lehren und Lernen in den Bereichen Bewegungs- und Gesundheitsbildung. Foto: Greta Rettler

KNSU – eine Plattform für Sportbegeisterte

Dr. Marlis Minnich ist Akademische Direktorin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Koblenz-Landau. Im September 2006 gründet sie zusammen mit dem Institut für Wissensmedien das Kompetenzzentrum Sportunterricht – kurz KNSU. Als Projektkoordinatorin verrät sie dem Uniblog, welches Konzept sich dahinter verbirgt. “Die Idee von KNSU ist es, das, was die Studierenden im Laufe ihres Studiums entwickeln, auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Kompetenzzentrum Sportunterricht ist eine freie Online-Bildungsressource und liegt damit voll im Trend der aktuellen Bildungsoffensive”, erklärt Minnich. Ursprünglich rein auf Angebote für den Sportunterricht ausgelegt, hat sich das Netzwerk im Laufe der Zeit weiterentwickelt und enthält mittlerweile auch Angebote von externen Kooperationspartnern und Gastautoren. Die studentische Mithilfe war für die Sportwissenschaftlerin Minnich von Beginn an ein wichtiger Pfeiler des Projekts:  “Ohne die Ideen meiner Studierenden und die Informatikkenntnisse unseres Webmasters wäre die Umsetzung von KNSU nicht möglich. Dieses Netzwerk lebt quasi durch seine Unterstützer. Und indem sich die Studierenden kreativ engagieren, lernen und profitieren sie am meisten.” Bewegungs- und Gesundheitsbildung im Fokus Im Laufe der Zeit konnte ein facettenreiches Angebot mit Ideen für Unterricht …

Entführt ihre Leser gern in eine Fantasiewelt: Jungautorin und KuWi-Studentin Laura Dümpelfeld. Foto: Greta Rettler

Zwischen Studium und phantastischen Welten

Das Verfassen von Abenteuern ist ihre Passion: Laura Dümpelfeld investiert viel Zeit und Energie in ihre Texte. Ihre ersten Kurzgeschichten sind bereits als Teil größerer Anthologien im Handel erhältlich. Doch das reicht der Kulturwissenschaftsstudentin noch nicht. Ihr Traum ist es, als Autorin vom Schreiben leben zu können. Zu ihrem neunten Geburtstag bekam Laura Dümpelfeld ein ganz besonderes Geschenk: Den alten Computer ihres Vaters. Mithilfe der Programme Word und Paint begann sie, eigene Kurzgeschichten zu schreiben. Inspiration fand die heute 27-Jährige in Kinderbüchern wie Hanni und Nanni oder Fünf Freunde. Aus ihrer Liebe zum Lesen entstand eine Leidenschaft für das Schreiben, die bis heute anhält. Realität und Fantasie Die Jungautorin bewegt sich im Genre der Phantastik. Egal ob Fantasy, Science-Fiction oder Horror – in ihren Texten lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf: „Ich liebe die Phantastik. Sie bietet mir so viele Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen. Die Realität ist oft ernüchternd genug, da tut es gut, nicht immer an sie gebunden zu sein“, erzählt Dümpelfeld. Neben dem Spaß an der Sache verbindet sie vor allem Schweiß, Tränen und Disziplin mit …

Anna Lauermann berät Studienzweifler. Foto: Greta Rettler

Hilfe bei Zweifeln im Studium

Habe ich mich für das richtige Studium entschieden? Sehe ich darin wirklich meine berufliche Zukunft? Oder wäre etwas anderes nicht doch besser? Wen diese Fragen nachts wach halten, der kann sich seit 2016 an NeuStArt wenden. Unter dem Dach des Kompetenzzentrums Studium und Beruf (KSB) bietet das Projekt Hilfestellung, zeigt neue Perspektiven auf und unterstützt so beim Entscheidungsprozess für oder gegen einen Studienausstieg. “Manchmal muss man einfach nur zuhören, das hilft vielen Studierenden bereits ein gutes Stück weiter”, weiß Anna Lauermann. Die Erziehungswissenschaftlerin ist Projektkoordinatorin von NeuStArt und nimmt sich den Sorgen von Studierenden an, die an ihrer Studienfachwahl zweifeln. Zu Beginn sei es das Wichtigste, potenziellen Studienaussteigern die gewünschte Hilfe zukommen zu lassen. In der Eingangsberatung werden die Probleme der Betroffenen ermittelt und konkrete Ziele für die Zukunft formuliert. “Mit einer neutralen Person über die akuten Abbruchgedanken oder die Studienzweifel zu sprechen, fällt vielen leichter.” Eine gute Vertrauensbasis ist für das anschließende Coaching unumgänglich. Durch den Aufbau von Motivation werden die Studierenden in ihrer Entscheidungsfindung gestärkt. Ab 2017 sollen auch Workshops angeboten werden, die der Orientierung dienen, …

Mike Simonsen engagiert sich im Koblenzer AStA und ist Ansprechpartner für die O-Phase. Foto: Greta Rettler

Im Einsatz für Koblenzer Erstsemester

Mike Simonsen ist Student der Pädagogik und seit November 2014 Mitglied des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. Angefangen als Referent für Mobilität, bekleidet er nun das Referat für Erstsemester. Dabei kommt es vor, dass er in der Orientierungswoche der Erstsemester zwischen 60 und 100 Stunden arbeitet. “Ich komme quasi vor Sonnenaufgang und gehe erst wieder, wenn sie untergegangen ist”, berichtet Mike Simonsen. Außerhalb der ‘heißen’ Orientierungsphase reduziert sich seine Stundenzahl auf zehn bis 15 Stunden in der Woche. In dieser Zeit kann er sich wieder mehr auf sein Pädagogik-Studium konzentrieren. Angefangen hat der Student sein Engagement beim AStA im Mobilitätsreferat und im Arbeitskreis der Orientierungsphase. Während dieser Zeit lernte er den AStA-Alltag kennen und schätzen und sein Interesse für die Hochschulpolitik wurde geweckt: “Ich dachte mir, was die können, kann ich noch besser.” Aber nicht nur im AStA ist Simonsen engagiert dabei, er sitzt außerdem im Verwaltungsrat des Studierendenwerks Koblenz: “Irgendwann hat sich bei mir die Denkweise eingestellt: Machen statt meckern”, erklärt Simonsen. Als offizieller Ansprechpartner der Erstsemester fällt die Gesamtplanung der O-Phase in seine Hände. Dazu …

Unser Campus-Reporter René Lang lässt sich am liebsten von großen Leinwandhelden inspirieren. Und versucht, nach dem Kinobesuch ein bisschen Heldentum in den Alltag mitzunehmen. Foto: Fotolia/Sunny studio

Alltagshelden gesucht

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. René Lang wurde inspiriert – und zwar von keinem Geringeren als dem Superhelden Spiderman. Was er wohl von ihm gelernt hat? „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ – ein Satz, der sich bei mir als bekennender Fan von Comic-Verfilmungen eingebrannt hat. Es sind die dramatischen letzten Worte eines Onkels an seinen Neffen. Sie veranlassen den Jungen dazu, ein rotblaues Kostüm anzulegen, von Dach zu Dach zu schwingen und Jagd auf Verbrecher in New York City zu machen – Spiderman ist geboren. In mir ruft dieses Zitat jedes Mal aufs Neue starke Emotionen hervor: Trauer über die tragische Hintergrundgeschichte des Helden, Wut über die skrupellosen Handlungen der Kriminellen, Freude, weil der Held am Ende doch meist siegt. Aber vor allem spüre ich, wie der heimliche Wunsch in mir aufsteigt, selbst übermenschliche Kräfte zu besitzen. Dabei mangelt es mir nicht an Auswahlmöglichkeiten, welchem Superhelden ich nacheifern möchte, denn die Zahl der Comic-Verfilmungen aus dem Hause Marvel oder DC nimmt stetig zu. Wir gehen …

Kann sich ihre Arbeitszeiten frei einteilen und mag den Kontakt zu den Gästen: Kellnerin Kathi Höpfner. Foto: René Lang

Nebenjobserie: Servicekraft in einer Cocktailbar

Kommunikativ, freundlich und in brenzligen Situationen cool: Das sind die Anforderungen für einen Job als Servicekraft in der Gastronomie. Dass es nicht immer leicht ist, diese Anforderungen zu erfüllen, weiß Kathi Höpfner. Die Studentin ist trotzdem Kellnerin aus Überzeugung. An ihrem Nebenjob schätzt sie vor allem den Kontakt zu Menschen, die gute Stimmung und die flexiblen Arbeitszeiten. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Kathi Höpfner, ich bin 22 Jahre alt und studiere Kulturwissenschaft im dritten Semester am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite seit November 2015 als Kellnerin im Enchilada, einer mexikanischen Cocktailbar in der Altstadt von Koblenz. Abgesehen davon, dass ich bis spät in die Nacht arbeite, gestaltet sich der reguläre Arbeitsalltag sehr entspannt und lässt sich gut …

Wusste schon früh, was er mal studieren möchte und hat es bis heute nicht bereut: Informatik-Student Felix Engelmann. Foto: Marius Adam

Informatik: Die Praxis macht den Unterschied

Felix Engelmann brachte sich die Grundkenntnisse in Informatik eigenständig bei und baute schon als Schüler Webseiten für Vereine. Die Wahl des Studiengangs fiel ihm deshalb nicht schwer: Mittlerweile studiert er im siebten Semester am Campus Koblenz Informatik.  Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Informatik? Um ehrlich zu sein, begann alles mit einfachem Ausprobieren. Ich habe mir Kenntnisse über HTML verschafft und meine eigene Homepage ins Leben gerufen. Seit der achten Klasse beschäftige ich mich mit Web-Entwicklung. Schon in der Oberstufe habe ich Aufträge von Vereinen bekommen und ein bisschen Geld verdient. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Warum haben Sie sich für Koblenz entschieden? Bevor ich mich entschloss, in Koblenz zu studieren, habe ich mir von einem Cousin Informationen zum Studium, zur Stadt und zur Mentalität der Koblenzer eingeholt. Neben den angebotenen Studieninhalten half mir seine positive Rückmeldung bei meiner Entscheidungsfindung. Seit meinem ersten Semester …