Autor: René Lang

Alisa Melnikova möchte mit ihrer Forschung die Etablierung erneuerbarer Energien in Krasnodar, Russland unterstützen. Foto: Lisa Leyerer

Erneuerbare Energien auf den Weg bringen

Erneuerbare Energien bieten nachhaltige Perspektiven für die Zukunft. Um einer Region in ihrer Heimat Russland bei der Modernisierung des bestehenden Energienetzes zu helfen, erforscht Alisa Melnikova in ihrer Dissertation am Institute for Environmental Sciences in Landau, wie sich erneuerbare Energien integrieren lassen. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich in meiner Dissertation mit der Implementierung erneuerbarer Energien in der Region Krasnodar, Russland. Nahe am Schwarzen Meer gelegen, ist dieses Gebiet vor allem für die Landwirtschaft und den Tourismus zentral. Ich möchte mit meiner Forschung herausfinden, inwieweit das Interesse für erneuerbare Energien vorhanden ist und welche technischen, ökonomischen sowie ökologischen Bedingungen vorherrschen. Momentan wird die Region durch Öl und Gas mit Energie versorgt. Mit der Adaption deutscher Methoden soll sich das künftig ändern. Zusätzlich sammle ich geografische Informationen …

Kleidung, Verhalten, Platz in der Gesellschaft - wie wir uns selbst und andere uns wahrnehmen, wird stark von den Vorstellungen geprägt, die wir mit Geschlechterrollen verbinden. Das Thema hat deshalb auch eine hohe wissenschaftliche Relevanz. Foto: Unsplash/Matthew Henry

Gender im Fokus

Welchen Einfluss Geschlechterrollen auf unseren Alltag ausüben, wissen Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl und Prof. Dr. Uta Schaffers. Sie sind Teil der Graduiertenschule Genderforschung – kurz GGf, die seit 2016 Promovierende unterstützt, die sich in ihren Dissertationen mit Gender-Themen auseinandersetzen. “Das Geschlecht ist die stärkste soziale Kategorie. Es geht in der Genderforschung darum, zu verstehen, wie die in einer Gesellschaft bestehenden Vorstellungen über die Geschlechterrollen das Erleben und Verhalten von Männern und Frauen beeinflussen. Und natürlich darum, welche individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen sich daraus ergeben,” erklärt Claudia Quaiser-Pohl. Seit 20 Jahren beschäftigt sich die Psychologin mit Gender-Konstruktionen. Ihre Kollegin Uta Schaffers ergänzt aus literaturwissenschaftlicher Perspektive: “Besonders interessant ist, wie Geschlechter und Geschlechterverhältnisse in der jeweiligen Kultur inszeniert werden. Wie vollzieht sich deren Darstellung in den unterschiedlichen Medien? Welchen Einfluss hat das wiederum auf die gesellschaftlichen Diskurse?” Die Wissenschaftlerinnen sind sich einig, dass Genderforschung nicht nur sinnvoll, sondern unumgänglich ist. Fächerübergreifende Forschung Vom Interdisziplinären Promotionszentrum (IPZ) ausgehend, wird die Graduiertenschule Genderforschung (GGf) über Mittel des Professorinnenprogramms II finanziert. Momentan sind drei Stipendien besetzt. Zentral dabei ist, dass diese …

Florian Rosings Forschung gilt Menschen, die in extremen Situationen Verantwortung übernehmen und über sich hinauswachsen. Foto: René Lang

Führungsverhalten im Notfall

In Extremsituationen bauen wir auf die Kompetenz professioneller Rettungskräfte. Welche Fähigkeiten Führungspersonen besitzen müssen, um im Worst Case richtig handeln zu können, erforscht Florian Rosing, Doktorand in der Sozial- und Organisationspsychologie am Campus Koblenz. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich setze mich in meiner Dissertation mit Führungsverhalten in Extremsituationen auseinander. Extremsituationen lassen sich als Gefahrenlage beschreiben, bei der Menschen an ihr Limit gehen und sogar darüber hinaus. Feuerwehrleute kommen zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand in solch eine Extremsituation. Führungskräfte haben hierbei die Aufgabe, alle Maßnahmen zur Abwehr der Gefahren und zur Begrenzung der Schäden zu veranlassen. Dabei tragen Führungskräfte große Verantwortung für die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Beteiligten im Einsatz – für die der Einsatzkräfte, wie auch für die der Betroffenen. Ich gehe der Frage nach, was …

Alte Festungen für Kinder lebendig machen

Als kulturpädagogische Hilfkraft betreut Inga Wüsthoff Veranstaltungen und Workshops auf der Festung Ehrenbreitstein. Der Tatendrang der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen färbt dabei regelrecht auf sie ab. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Inga Wüsthoff, ich bin 22 Jahre alt und studiere im vierten Fachsemester Kulturwissenschaft am Campus Koblenz. Ursprünglich komme ich aus dem Westerwald, wohne aber seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin als studentische Aushilfskraft in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) tätig, um genau zu sein in der Abteilung Burgen, Schlösser und Altertümer. Ich begleite unsere Veranstaltungen auf der Festung Ehrenbreitstein und vielen weiteren Burgen in der Region. Was genau sind Ihre Aufgaben? Am ehesten ließe sich mein Nebenjob als Kulturpädagogin beschreiben. Die …

Dr. Marlis Minnich stellt gemeinsam mit Studierenden das Projekt KNSU auf die Beine, eine Lernplattform zur fachlichen Unterstützung für das Lehren und Lernen in den Bereichen Bewegungs- und Gesundheitsbildung. Foto: Greta Rettler

KNSU – eine Plattform für Sportbegeisterte

Dr. Marlis Minnich ist Akademische Direktorin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Koblenz-Landau. Im September 2006 gründet sie zusammen mit dem Institut für Wissensmedien das Kompetenzzentrum Sportunterricht – kurz KNSU. Als Projektkoordinatorin verrät sie dem Uniblog, welches Konzept sich dahinter verbirgt. “Die Idee von KNSU ist es, das, was die Studierenden im Laufe ihres Studiums entwickeln, auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Kompetenzzentrum Sportunterricht ist eine freie Online-Bildungsressource und liegt damit voll im Trend der aktuellen Bildungsoffensive”, erklärt Minnich. Ursprünglich rein auf Angebote für den Sportunterricht ausgelegt, hat sich das Netzwerk im Laufe der Zeit weiterentwickelt und enthält mittlerweile auch Angebote von externen Kooperationspartnern und Gastautoren. Die studentische Mithilfe war für die Sportwissenschaftlerin Minnich von Beginn an ein wichtiger Pfeiler des Projekts:  “Ohne die Ideen meiner Studierenden und die Informatikkenntnisse unseres Webmasters wäre die Umsetzung von KNSU nicht möglich. Dieses Netzwerk lebt quasi durch seine Unterstützer. Und indem sich die Studierenden kreativ engagieren, lernen und profitieren sie am meisten.” Bewegungs- und Gesundheitsbildung im Fokus Im Laufe der Zeit konnte ein facettenreiches Angebot mit Ideen für Unterricht …

Entführt ihre Leser gern in eine Fantasiewelt: Jungautorin und KuWi-Studentin Laura Dümpelfeld. Foto: Greta Rettler

Zwischen Studium und phantastischen Welten

Das Verfassen von Abenteuern ist ihre Passion: Laura Dümpelfeld investiert viel Zeit und Energie in ihre Texte. Ihre ersten Kurzgeschichten sind bereits als Teil größerer Anthologien im Handel erhältlich. Doch das reicht der Kulturwissenschaftsstudentin noch nicht. Ihr Traum ist es, als Autorin vom Schreiben leben zu können. Zu ihrem neunten Geburtstag bekam Laura Dümpelfeld ein ganz besonderes Geschenk: Den alten Computer ihres Vaters. Mithilfe der Programme Word und Paint begann sie, eigene Kurzgeschichten zu schreiben. Inspiration fand die heute 27-Jährige in Kinderbüchern wie Hanni und Nanni oder Fünf Freunde. Aus ihrer Liebe zum Lesen entstand eine Leidenschaft für das Schreiben, die bis heute anhält. Realität und Fantasie Die Jungautorin bewegt sich im Genre der Phantastik. Egal ob Fantasy, Science-Fiction oder Horror – in ihren Texten lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf: „Ich liebe die Phantastik. Sie bietet mir so viele Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen. Die Realität ist oft ernüchternd genug, da tut es gut, nicht immer an sie gebunden zu sein“, erzählt Dümpelfeld. Neben dem Spaß an der Sache verbindet sie vor allem Schweiß, Tränen und Disziplin mit …

Anna Lauermann berät Studienzweifler. Foto: Greta Rettler

Hilfe bei Zweifeln im Studium

Habe ich mich für das richtige Studium entschieden? Sehe ich darin wirklich meine berufliche Zukunft? Oder wäre etwas anderes nicht doch besser? Wen diese Fragen nachts wach halten, der kann sich seit 2016 an NeuStArt wenden. Unter dem Dach des Kompetenzzentrums Studium und Beruf (KSB) bietet das Projekt Hilfestellung, zeigt neue Perspektiven auf und unterstützt so beim Entscheidungsprozess für oder gegen einen Studienausstieg. “Manchmal muss man einfach nur zuhören, das hilft vielen Studierenden bereits ein gutes Stück weiter”, weiß Anna Lauermann. Die Erziehungswissenschaftlerin ist Projektkoordinatorin von NeuStArt und nimmt sich den Sorgen von Studierenden an, die an ihrer Studienfachwahl zweifeln. Zu Beginn sei es das Wichtigste, potenziellen Studienaussteigern die gewünschte Hilfe zukommen zu lassen. In der Eingangsberatung werden die Probleme der Betroffenen ermittelt und konkrete Ziele für die Zukunft formuliert. “Mit einer neutralen Person über die akuten Abbruchgedanken oder die Studienzweifel zu sprechen, fällt vielen leichter.” Eine gute Vertrauensbasis ist für das anschließende Coaching unumgänglich. Durch den Aufbau von Motivation werden die Studierenden in ihrer Entscheidungsfindung gestärkt. Ab 2017 sollen auch Workshops angeboten werden, die der Orientierung dienen, …

Mike Simonsen engagiert sich im Koblenzer AStA und ist Ansprechpartner für die O-Phase. Foto: Greta Rettler

Im Einsatz für Koblenzer Erstsemester

Mike Simonsen ist Student der Pädagogik und seit November 2014 Mitglied des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. Angefangen als Referent für Mobilität, bekleidet er nun das Referat für Erstsemester. Dabei kommt es vor, dass er in der Orientierungswoche der Erstsemester zwischen 60 und 100 Stunden arbeitet. “Ich komme quasi vor Sonnenaufgang und gehe erst wieder, wenn sie untergegangen ist”, berichtet Mike Simonsen. Außerhalb der ‘heißen’ Orientierungsphase reduziert sich seine Stundenzahl auf zehn bis 15 Stunden in der Woche. In dieser Zeit kann er sich wieder mehr auf sein Pädagogik-Studium konzentrieren. Angefangen hat der Student sein Engagement beim AStA im Mobilitätsreferat und im Arbeitskreis der Orientierungsphase. Während dieser Zeit lernte er den AStA-Alltag kennen und schätzen und sein Interesse für die Hochschulpolitik wurde geweckt: “Ich dachte mir, was die können, kann ich noch besser.” Aber nicht nur im AStA ist Simonsen engagiert dabei, er sitzt außerdem im Verwaltungsrat des Studierendenwerks Koblenz: “Irgendwann hat sich bei mir die Denkweise eingestellt: Machen statt meckern”, erklärt Simonsen. Als offizieller Ansprechpartner der Erstsemester fällt die Gesamtplanung der O-Phase in seine Hände. Dazu …

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Alltagshelden gesucht

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. René Lang wurde inspiriert – und zwar von keinem Geringeren als dem Superhelden Spiderman. Was er wohl von ihm gelernt hat? „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ – ein Satz, der sich bei mir als bekennender Fan von Comic-Verfilmungen eingebrannt hat. Es sind die dramatischen letzten Worte eines Onkels an seinen Neffen. Sie veranlassen den Jungen dazu, ein rotblaues Kostüm anzulegen, von Dach zu Dach zu schwingen und Jagd auf Verbrecher in New York City zu machen – Spiderman ist geboren. In mir ruft dieses Zitat jedes Mal aufs Neue starke Emotionen hervor: Trauer über die tragische Hintergrundgeschichte des Helden, Wut über die skrupellosen Handlungen der Kriminellen, Freude, weil der Held am Ende doch meist siegt. Aber vor allem spüre ich, wie der heimliche Wunsch in mir aufsteigt, selbst übermenschliche Kräfte zu besitzen. Dabei mangelt es mir nicht an Auswahlmöglichkeiten, welchem Superhelden ich nacheifern möchte, denn die Zahl der Comic-Verfilmungen aus dem Hause Marvel oder DC nimmt stetig zu. Wir gehen …

Kann sich ihre Arbeitszeiten frei einteilen und mag den Kontakt zu den Gästen: Kellnerin Kathi Höpfner. Foto: René Lang

Nebenjobserie: Servicekraft in einer Cocktailbar

Kommunikativ, freundlich und in brenzligen Situationen cool: Das sind die Anforderungen für einen Job als Servicekraft in der Gastronomie. Dass es nicht immer leicht ist, diese Anforderungen zu erfüllen, weiß Kathi Höpfner. Die Studentin ist trotzdem Kellnerin aus Überzeugung. An ihrem Nebenjob schätzt sie vor allem den Kontakt zu Menschen, die gute Stimmung und die flexiblen Arbeitszeiten. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Kathi Höpfner, ich bin 22 Jahre alt und studiere Kulturwissenschaft im dritten Semester am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite seit November 2015 als Kellnerin im Enchilada, einer mexikanischen Cocktailbar in der Altstadt von Koblenz. Abgesehen davon, dass ich bis spät in die Nacht arbeite, gestaltet sich der reguläre Arbeitsalltag sehr entspannt und lässt sich gut …