Autor: Emily Nolden

Daniel Zacharaias studiert Informationsmanagement in Koblenz. Mit Freunden entwickelte er die Schulapp "Sdui". Foto: Teresa Schardt

Wenn aus dem Schulprojekt ein eigenes Unternehmen wird

„Stay hungry, stay foolish“, sagte Steve Jobs einmal. Der ehemalige Apple-Chef ist das Vorbild des 21-jährigen Gründers Daniel Zacharias. Er ist CEO des Unternehmens Sdui mit Sitz im TechnologieZentrum Koblenz. Mit seinem Team entwickelt und vermarktet Zacharias eine Schul-App, die als WhatsApp-Alternative den Alltag zahlreicher Schüler und Lehrer verändern soll. Wie kommt man auf die Idee, eine Schul-App zu entwickeln? Die allermeisten Bildungseinrichtungen haben keine Affinität zu Technik oder können nicht damit umgehen. Darüber ärgern sich die Schüler oft. Niemand steht gern um 6 Uhr morgens auf, um dann in der Schule zu erfahren, dass der Lehrer krank ist und die ersten beiden Stunden ausfallen. An diesem Punkt setzten wir an. Die App ist eine Art Whatsapp-Alternative für die Kommunikation in der Schule. Schüler, Lehrer und Eltern sollen mit Sdui schneller informiert werden. Als Sie die App entwickelten, waren Sie selbst noch Schüler… Stimmt. Gemeinsam mit meinen besten Freunden Jan und René nahm ich 2016 an dem Wettbewerb Jugend forscht teil. Sdui konnte zu diesem Zeitpunkt aber nur den individuellen Stundenplan der Schüler unseres Gymnasiums anzeigen. …

Sarah Sauer hat ein Praktikum einer heilpädagogischen Kindertagesstätte absolviert. Die Arbeit stellte sie vor besondere Herausforderungen. Foto: Teresa Schardt.

Frühförderung: Praktikantin an einem Ort für besondere Kinder

Trisomie 21, Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsbeeinträchtigungen sind Hürden, die teilweise bereits im Kleinkindalter bewältigt werden müssen. Doch wer kümmert sich um die Kinder, wenn die Eltern einem Beruf nachgehen müssen? Sarah Sauer, Studentin der Pädagogik, berichtet von ihrem Praktikum in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte in Koblenz. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Praktikum in einem heilpädagogischen Kindergarten zu absolvieren? Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Schon zu Schulzeiten habe ich an einem Projekt mit Jugendlichen an einer Förderschule teilgenommen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass der Umgang mit beeinträchtigten Menschen eine schwierige, aber sehr interessante Aufgabe ist. Um herauszufinden, welche neuen Hürden die Arbeit mit behinderten Kindern mit sich bringt, entschied ich mich für ein Praktikum in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte. Was ist eine heilpädagogische Kindertagesstätte? Und was unterscheidet sie von einer normalen Kita? Eine heilpädagogischer Einrichtung ist auf die Frühförderung behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder ausgerichtet. In meiner Einrichtung gab es beispielsweise geistig und seelisch behinderte Kinder und Kinder, die in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigt sind. Sie müssen aufgrund ihres Verhaltens in …

Tara Mona Malik hat erfolgreich ihre Bäckermeister-Ausbildung absolviert. Doch jetzt hat sie größere Ziele und studiert Pädagogik am Campus Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Nach der Schule stehen viele Menschen vor der Frage: Ausbildung oder Studium? Manchmal entscheidet man sich für etwas und merkt anschließend, dass der andere Weg vielleicht doch der bessere gewesen wäre. Tara Mona Malik absolvierte nach ihrem Realschulabschluss eine Lehre zur Bäckerin. Obwohl ihr die Ausbildung Spaß machte, hatte sie das große Ziel, zu studieren. Parallel zu ihrer Meisterprüfung holte die 24-Jährige ihr Abitur nach und studiert heute Pädagogik am Campus Koblenz. Sie haben den besten Meisterbrief Ihres Jahrgangs geschafft. Und jetzt noch ein Studium obendrauf. Hut ab! Woher nimmt man soviel Motivation? Ohne Abi studieren?Klar, das geht! Informationen und einen Wegweiser zum Studieren ohne Abitur finden Sie auf den Seiten von Ressourcen². Ich wollte mir beweisen, dass ich meine Ziele erreichen kann. Und ich möchte später meinen Kindern ein Vorbild sein. Also führte ich mir immer wieder vor Augen, dass ich mehr erreichen möchte. Außerdem ist mein Ziel, die aktuelle Bildungssituation zu verbessern. Viel zu wenige der Berufschullehrer sind gelernte Bäckermeister. Zu meiner Lehrlingszeit wurde unsere Klasse öfter von zu wenig Personal aus der …

Generationen von Studierenden haben die WG in der Koblenzer Südstadt geprägt, in der es zwei Regeln gibt: Was einmal an den Wänden aufgehängt wurde, darf nicht mehr abgenommen werden. Und: Es muss Kuchen geben! Fotos: Teresa Schardt

Die WG als Kunstwerk – 30 Jahre Gestaltung zeigt hier mehr als nur Kreativität

Diese Wohnung in der Südstadt von Koblenz kann man als Kunstwerk bezeichnen: Schon beim ersten Schritt durch die Tür spürt man den ganz eigenen Charakter der WG, die seit drei Jahrzehnten besteht. Verblichene Poster, alte Zeitungsartikel und kreative Wandverzierungen geben erste Hinweise auf die spannende Vergangenheit dieser “Familie”, die für Uniblog ihre Türen öffnet, aber anonym bleiben möchte.  In dieser WG gibt es kaum eine freie Stelle an den Wänden. Was für eine Geschichte steckt hinter dahinter? Man munkelt, dass die WG seit 30 Jahren besteht. Hier findet ein ständiger Wechsel statt. Über die Jahrzehnte hindurch zogen die verschiedensten Charaktere ein. Daraus ergibt sich auch die kreative Gestaltung der Wohnung. Es kommt immer etwas Neues dazu, doch nie darf etwas Altes abgehangen werden. Das ist so eine Art unausgesprochene Regel. Wer wohnt hier und wieviel Miete bezahlt ihr? Unsere Wohngemeinschaft besteht aus zwei Frauen und drei Männern, darunter vier Studierende und eine Berufstätige. Wir sind zwischen Mitte und Ende Zwanzig. Innerhalb der letzten zwei Jahre sind wir hier nacheinander eingezogen und zu einer Familie geworden. Die …

Helfen Studienzweiflern im Rahmen des regionalen Netzwerkes Studienausstieg: Rolf Müller von der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, Florian Wagner von der HWK Koblenz, Melanie Becker von der IHK Koblenz und Anna Lauermann, Leiterin des Projekts NeuStArt an der Uni Koblenz-Landau (von links nach rechts). Foto: Jan Reutelsterz

Alternative Wege für den Berufserfolg

Ist mein Studiengang der richtige für mich? Oder sollte ich lieber in ein anderes Fach wechseln? Vielleicht ist ein Studium generell nichts für mich… Mit diesen Fragen hat sich fast jeder Studierende schon einmal auseinandergesetzt. Die verschiedenen Beratungsstellen des regionalen Netzwerks Studienausstieg Koblenz können in solchen Situationen helfen. Was ist das regionale Netzwerk Studienausstieg Koblenz? Das regionale Netzwerk Studienausstieg Koblenz richtet sich an alle Studienzweifler, potenzielle Studienabbrecher und bereits vollziehende Studienabbrecher der Universität und der Hochschule in Koblenz. Studierende können sich an die verschiedenen Anlaufstellen wenden und individuell beraten werden. Der erste Kontakt ist die Allgemeine Studienberatung sowie die Beratungsstelle des Projekts NeuStArt . Hier analysieren die Mitarbeitenden gemeinsam mit den Ratsuchenden die aktuelle Situation, in der sie sich befinden und entwickeln geeignete Entscheidungs- und Handlungsoptionen. Darüber hinaus kann eine Person an die Partnerstellen des Netzwerkes weitervermittelt werden: Die Handwerkskammer Koblenz (HWK) bietet Beratungsgespräche an, wenn der Wunsch besteht, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. Analog dazu existiert eine Beratungsstelle für Studienzweifler von der Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK). Das Projekt ProFIM der Hochschule Koblenz unterstützt Frauen in …

Winfried Gebhardt schwärmt im Interview von seiner eigenen Studienzeit und wünscht sich, dass Studierende "Abenteurer des Geistes" werden. Foto: Emily Nolden

Unsere Profs: Winfried Gebhardt

Professor Winfried Gebhardt entdeckte schon als Teenager seine Leidenschaft für die Soziologie und kaufte seine ersten Bücher von Karl Marx und Co. Heute besitzt der selbsternannte „Dinosaurier der Universität” nicht nur rund 15.000 Bücher, sondern auch eine Vielzahl spannender Erinnerungen aus seiner Studienzeit in den 1970er-Jahren. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Herr Gebhardt, was meinen Sie: Hat sich das heutige Studentenleben im Vergleich zu Ihrer Studienzeit verändert? Auf jeden Fall. Heute ist Studieren etwas vollkommen anderes als zu meiner Zeit. In den Siebzigern durfte in den Veranstaltungen noch geraucht werden, damals war das etwas Selbstverständliches. Es gab keine Theorieeinheit ohne den „blauen Dunst“. Abgesehen davon ist die Universität heute wesentlich verschulter. Noch bis vor zehn Jahren gab es keine Module. Studierende hatten die freie Wahl über die Belegung …