Autor: Nina Seel

Studentin Gerlind Lohff schätzt die internationalen beruflichen Möglichkeiten und die Praxisnähe, die sich im Master Ecotoxicology ergeben. Foto: Lisa Leyerer

Master Ecotoxicology: Internationaler Studiengang zur Umweltforschung

Gerlind Lohff kam aus Lübeck in die Pfalz, um sich im englischsprachigen Master Ecotoxicology mit den Auswirkungen von Schadstoffen auf die Umwelt zu befassen. Nach ihrem ersten Semester berichtet die 25-Jährige im Interview von der praktischen und forschungsorientierten Ausrichtung ihres Fachs. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Ecotox? Ich habe meinen Bachelor in Agrarwissenschaften gemacht und mich damit beschäftigt, welche Schwierigkeiten die Ernährung einer Bevölkerung durch Landwirtschaft nach sich zieht. Mit den Auswirkungen der Agrarwirtschaft wollte ich mich in meinem Master weiter befassen, um erforschen zu können, wie die Bereitstellung von Nahrung gewährleistet werden kann, ohne dass die Umwelt weiter geschädigt wird. Warum haben Sie sich für Landau entschieden? An vielen Unis gibt es Ökotoxokologie auf Deutsch, Landau ist der einzige Ort, an dem der Studiengang Ecotoxicology englischsprachig angeboten wird. Das war mir wichtig, um auch international arbeiten zu …

Paula Kirpal studiert den Bachelor-Studiengangs Mensch und Umwelt. Foto: Lisa Leyerer

Bachelor Mensch und Umwelt: Eine einzigartige Verbindung

Mit Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie bietet die Universität Koblenz-Landau einen neuen und einzigartigen Bachelor-Studiengang am Campus Landau an. Paula Kirpal gehört zu den ersten, die diese innovative Fächerkombination studieren. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Mensch und Umwelt? Ich empfinde ein großes Bedauern darüber, wie schlecht viele Menschen mit der Umwelt umgehen. Durch das Studium hoffe ich, die Zusammenhänge und Auswirkungen dieses Handelns besser nachvollziehen zu können. Deswegen finde ich es auch so wichtig und bemerkenswert, dass die verschiedenen Perspektiven aus Psychologie, Kommunikation und Ökonomie Bestandteil dieses Studiengangs sind. Warum haben Sie sich für Landau entschieden? Den Studiengang gibt es in dieser Form nur in Landau. Zudem gefällt es mir hier gut, die Stadt ist hübsch und hat eine angenehme Größe, sodass man sich schnell zurechtfindet und alles gut erreichen kann. Was machen Sie genau in Ihrem …

Überdüngung beeinträchtigt Struktur und Funktion der Lebensgemeinschaften in Steh- und Fließgewässern. Dr. Carola Winkelmann vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften und ihr Team erforschen, was dem entgegenwirkt. Foto: Greta Rettler

Eutrophierung: Wenn Gewässer umkippen

Wenn Gewässer umkippen, steckt dahinter ein systematisches Umweltproblem. Der Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft birgt Gefahren, denn diese Nährstoffe gelangen in Flüsse und Seen und können glasklare Gewässer in eine trübe Brühe verwandeln. Im Rahmen des Projekts Eutrophierung untersuchen Dr. Carola Winkelmann und ihre Kollegen am Campus Koblenz, welche Maßnahmen der Überdüngung entgegenwirken können. Eutroph bedeutet nährstoffreich. Im Gegensatz zu oligotrophen – also nährstoffarmen – Gewässern finden sich in eutrophen Gewässern Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die ein übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen und Algen verursachen. Sie gelangen durch die Behandlung landwirtschaftlicher Flächen mit natürlichen Düngemitteln in Flüsse und Seen. In der Folge bringt ein massives Wachstum von Algen das ökologische Gleichgewicht in den Gewässern durcheinander. Durch die Überdüngung werden Struktur und Funktion der Lebensgemeinschaften in Steh- und Fließgewässern stark beeinträchtigt. Dieser Entwicklung will das Forscherteam um Dr. Carola Winkelmann vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften entgegenwirken. Ziel des Projekts Eutrophierung ist es, geeignete Untersuchungs- und Messmethoden zu finden, um das Eutrophierungspotenzial von Fließgewässern abschätzen zu können und geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Algenmassen zu finden. Dramatische Lage für das Ökosystem Durch die Eutrophierung droht dem Ökosystem …

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel.

Wundertüten-Momente

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute sinniert Nina Seel über falsche Vorsätze, komplizierte Lebensweisheiten und ein neues Jahr 2017 voller Bausteine und Ungewissheiten. Silvester. Anstoßen auf ein neues, frisches Jahr, frei von Altlasten. Bereit die Welt zu erobern. Dieses Jahr ganz bestimmt! Ich könnte jetzt etwas über gute Neujahrsvorsätze schreiben, über Vorhaben, die man immer wieder hat und die im Laufe eines Jahres doch wieder vergessen gehen. Pläne, die nicht gelingen wollen und uns letztlich enttäuscht zurücklassen, können wir viele schmieden. Zu den Klassikern gehören sicherlich Gewicht verlieren, sich gesünder ernähren, mehr Sport machen, mehr Zeit für die Familie haben, gelassener werden, öfter mal Nein sagen. Diese Liste an Ideen, die das Leben im Ratgeber-Jargon besser machen, könnte man endlos fortführen. Ich für meinen Teil habe derzeit noch keine konkreten Vorstellungen vom kommenden Jahr. Meine Jahresplanung gestaltet sich weniger in guten Vorsätzen, denn in definitiv zu erledigenden Aufgaben. Bislang kenne ich lediglich die Bausteine, die mich erwarten und die noch mit Inhalt gefüllt werden …

Werkstudent bei Airbus

Sea Lion, Dauphin oder Super Puma – die zivilen und militärischen Hubschraubermodelle der Firma Airbus tragen imposante Namen und sehen nicht weniger beeindruckend aus. Jörg Michel begeistert sich nicht nur für gewaltige Flugmaschinen, sondern hat auch ein Händchen für das Schreiben. Als Werkstudent in der Abteilung für interne Kommunikation des Unternehmens versorgt er die Mitarbeiter mit Neuigkeiten aus dem Konzern. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Jörg Michel, ich bin 24 Jahre alt und studiere Sozial- und Kommunikationswissenschaften im dritten Master-Semester am Campus in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Werkstudent in der Kommunikationsabteilung von Airbus Helicopters, einem der weltweit größten Hubschrauberhersteller. Das Unternehmen ist Teil des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus und hat seinen deutschen Hauptsitz in Donauwörth …

Feldarbeit am Altrhein: Landauer Forscher während der Etablierung eines Feldversuchs im Rahmen des Forschungsprojektes Moscofee. Fotos: Dr. Carsten Brühl

Schnakenbekämpfung: Landauer forschen zu BTI-Alternativen

Warmes, feuchtes Klima sorgt für die massenhafte Vermehrung von Stechmücken in den Rheinauen. Um Anwohner vor dem stechenden Plagegeist zu schützen, wird seit 30 Jahren das Instektenbekämpfungsmittel BTI in der Region Rheinpfalz versprüht. Ob das Konsequenzen für Mensch und Umwelt hat, untersucht Dr. Carsten Brühl gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern am Campus Landau im Rahmen des Projekts Moscofee. Stechmücken tun uns Menschen wenig Gutes. Sie verursachen juckende Stiche und stören gemütliche Grillabende unter freiem Himmel. Um der starken Vermehrung der Insekten entgegenzuwirken, gründete sich in den 1970er Jahren der Verein Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) und begann, das Bekämpfungsmittel BTI gegen die Larven einzusetzen. BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) ist ein für die Mücken tödlicher Eiweißstoff. Das Biozidprodukt in Form eines Eisgranulats wurde hier in der Region entwickelt und das Modell der großflächigen Schnakenbekämpfung wird weltweit exportiert. Laut Informationen von KABS hat BTI für Mensch und Umwelt keinerlei negative Konsequenzen, da es sich um einen biologischen Wirkstoff handelt. “Wissenschaftlich gesichert ist das jedoch nicht”, weiß der Landauer Ökotoxikologe Brühl. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes AufLand untersuchen …

Jeder von uns hat seine ganz individuelle Identität. Aus evolutionspsychologischen Gründen möchten Menschen aber auch gern Teil einer Gruppe sein. Werden wir ausgeschlossen, kann uns das sehr weh tun Foto: Colourbox.de

Wir Menschen: Unikat und Herdentier

Das Wir-Gefühl liegt im Trend. Wir sind Weltmeister, wir waren Papst, wir sind für oder gegen eine politische Entscheidung. Fußball-WM und Demonstrationen haben eines gemeinsam: Menschen entwickeln eine gemeinschaftliche Euphorie im Kontext eines bestimmten Themas. Prof. Dr. Melanie Steffens, Leiterin der Arbeitseinheit Sozial- Umwelt- und Wirtschaftspsychologie, erklärt im Interview, warum wir uns so stark mit Gruppen identifizieren. Wie entwickeln wir Menschen unsere Identität? Wir haben eine individuelle Identität, bestehend aus Eigenschaften, die unsere Persönlichkeit ausmachen, und Merkmalen, die nur uns selbst betreffen. Darüber hinaus entwickeln wir eine soziale Identität im Kontakt mit anderen Menschen. Zum einen gehören wir angeborenen sozialen Kategorien wie den unterschiedlichen Geschlechtern an. Zum anderen gibt es Normen, die wir im Umgang mit anderen Menschen erlernen. Evolutionspsychologen würden sagen: Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse. Dazu gehört das Bedürfnis nach Sicherheit: In der Gruppe haben wir Überlebensvorteile und fühlen uns deshalb sicherer. Unsere gesamte Kultur ist daher auf Gruppen ausgelegt. In Familien, Freundeskreisen, Arbeitsgruppen, Vereinen und andere Organisationen – überall leben wir mit anderen Menschen zusammen und entwickeln anhand verschiedener Gruppennormen unsere soziale Identität. …

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel.

Date mit dem inneren Schweinehund

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute erzählt Nina Seel von ihrem neuen Hobby, von dem sie nie geglaubt hätte, dass es jemals eins werden würde.  Status Juli: Null Kondition Joggen gehen ist blöd. Leute, die einfach mal so eine Runde laufen gehen, sind total nervig. So jedenfalls meine Auffassung bis zu diesem Sommer. Woher nehmen die bitte aus dem Nichts diese Kondition? Und noch dazu diese Begeisterung für eine völlig anstrengende Sache? Gefühlt war ich der einzige Mensch, für den es ein großes Rätsel war, wie Menschen es schaffen, einfach so drauf los zu laufen. Ich fragte mich ernsthaft: Wie geht das? Und wollte es herausfinden. Seit Beginn meines Studiums habe ich mich jedoch in eine Couchpotatoe verwandelt. Ich habe zwar kein Auto, fahre Fahrrad und bin zu Fuß in der Stadt unterwegs. Aber Landau ist klein und als Sport würde ich das nicht bezeichnen. Fitnessstudios habe ich hinter mir gelassen und im kalten Winter zum Unisport… Meine Kondition ging also gegen Null. Status …

Der Forschungsroboter Roboy ist das Herzstück der Studie. Der Einsatz von Robotern zu psychologischen Forschungszwecken ist noch immer eine Besonderheit. Foto: Martina Mara

Roboter und künstliche Intelligenz: Unheimliche Faszination

Die Zukunft der Menschheit liegt in der Robotik. Schon jetzt nehmen uns computergesteuerte Maschinen Arbeit ab und intelligente Systeme erleichtern den Alltag. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen: Markus Appel, Professor für Medienpsychologie am Campus Landau, untersucht, wie Menschen Roboter wahrnehmen und ob sie humanoide Roboter als helfende Hand akzeptieren oder ablehnen. Obwohl sie aus Plastik, Metall und Drähten zusammengebaute Maschinen sind, sind sie offenbar clever und können Dinge, die Menschen auch tun. Sie führen mechanische Bewegungen aus und erledigen kleine Aufgaben. Kannte man Roboter einst nur aus Film und Fernsehen, sollen sie in naher Zukunft Teil unseres Alltags werden, zum Beispiel als Haushaltsassistenten oder in Krankenhäusern und im Pflegebereich. Für uns Menschen ist die künstliche Intelligenz der Roboter faszinierend und unheimlich zugleich: “Wir begeistern uns für Außergewöhnliches und für Dinge jenseits des Menschseins. Wir mögen Horrorfilme, Krimis und im Allgemeinen Dinge, die außerhalb des alltäglichen Lebens geschehen. Zombies und andere Halbwesen üben eine gruselige Faszination auf uns aus”, erklärt der Landauer Medienpsychologe Prof. Dr. Markus Appel. Grund dafür ist, dass uns diese Kreaturen einerseits ähneln, sich andererseits …

Torben Furkert zog für sein Masterstudium von Hamburg in die Pfalz. Foto: Lisa Leyerer

Master SoKo: Kommunikation in allen Facetten

Wer mehr über Kommunikation, PR und Medien erfahren will, der sollte sich den Master Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau genauer anschauen. Auch Torben Furkert hat sich nach einem Bachelor in Politikwissenschaft für diese Fächerkombination entschieden. Für den 26-Jährigen gehören Politik und Kommunikation untrennbar zusammen. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Sozial- und Kommunikationswissenschaften? Der besondere Reiz liegt für mich im Bereich der Kommunikationswissenschaften. Ich habe zwar Politikwissenschaft im Bachelor studiert, hatte aber während meines Praktikums in einer PR-Agentur mehr mit der Kommunikation zu tun. Mit ihr wollte ich mich noch intensiver in der Theorie beschäftigen. Schließlich haben wir es tagtäglich und in allen Lebenslagen mit Kommunikation zu tun. Warum haben Sie sich für Landau entschieden? Nach meinem Studium in Hamburg wollte ich einen Standortwechsel. Dass es Landau geworden ist, lag vor allem an der Paarung von Sozial- und Kommunikationswissenschaften. …