Autor: Nina Seel

Digital Detox ist in aller Munde. Doch ist die temporäre Internet-Abstinenz wirklich sinnvoll, wenn man danach wieder weiter macht wie zuvor? Foto: Unsplash/Nick West

Offline

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Nina Seel der Frage nach, wie sehr das Online-Sein unser Leben bestimmt und was am Offline-Trend so wohltuend sein soll. Gleich vorweg: Ich mag diesen Ausdruck nicht. Aber Digital Detox – die digitale Entgiftungskur – ist in aller Munde. Was man heute nicht alles fasten kann: Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten und sogar Online-Zeit. Von allem, was Sucht-Potenzial hat, kann man sich über einige Wochen der Entbehrung hinweg lossagen. Weg von den Alltags-“Drogen”, clean werden und den Körper von innen reinigen. Bis man das persönliche Suchtmittel nach der selbst auferlegten Auszeit zum ersten Mal wieder konsumiert und sich die Spirale aufs Neue beginnt zu drehen. Natürlich strukturiert das Online-Sein unseren Alltag und unser Denken. Morgens die Bahn-App zum Check der Abfahrtszeiten, in der Mittagspause der Blick in die Online-Speisekarte vom Lieblingsrestaurant und abends im Bett das Dauer-Scrollen durch sämtliche Social-Media-Kanäle. Kaum fehlt das WLAN oder neigt sich das Datenvolumen dem Ende zu, sind wir auf kaltem Entzug. Weil wir es …

Die Schnecke hat es gut, sie hat ihr Zuhause immer dabei. Das ist aber manchmal auch ganz schön beschwerlich und unflexibel. Campus-Reporterin Nina Seel sinniert in der heutigen Studi-Kolumne über den Unterschied zwischen Zuhause und Heimat. Foto: Fotolia/Fotoschlick

Home is where your heart is

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Diesmal versucht Nina Seel zu ergründen, wieso Heimweh weh tut und was eigentlich Heimat bedeutet. Vier Jahre Bachelor hier, ein halbes Jahr Erasmus dort, zwei Jahre Master im Westen, drei Monate Praktikum im Osten. Immer wieder wechselt man als Student seinen Standort und verlagert seinen Lebensmittelpunkt, in der Hoffnung, dass es sich an jedem neuen Ort möglichst schnell nach Zuhause anfühlt. Die Ortswechsel führen unweigerlich dazu, dass man sich irgendwann in einer Art Heimat-Ellipse bewegt. Eine Umlaufbahn voller Stationen, an denen man gelebt hat und die man in unregelmäßigen Abständen immer wieder besucht. Aber wo genau ist eigentlich das richtige Zuhause? Bei den Eltern? In den eigenen vier Wänden? Oder dort, wo man sich am wohlsten fühlt? Heimat vs. Zuhause Wie inflationär man den Begriff Zuhause verwendet, fällt mir immer im Urlaub auf. Nach zwei Nächten in der Unterkunft geht man bereits nach Hause. Immer dort, wo man sich über kurz oder lang aufhält, hat man ein Domizil, in das man …

Campus-Reporterin Nina Seel macht sich Gedanken zum Thema Organspende. Wie haben Sie sich entschieden? Foto: Unsplash

Würde ich mein Herz spenden?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Nina Seel hat sich in letzter Zeit intensiv Gedanken über ein kritisches Thema gemacht, dem in unserer Gesellschaft noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit zu Teil wird – der Organspende. Durch ein Seminar in der Uni wurde ich kürzlich damit konfrontiert, dass das Thema Organ- und Gewebespende ein echtes Aufmerksamkeits- und Imageproblem hat. Ich stellte fest, dass auch ich seit Jahren einen unausgefüllten Organspendeausweis in der Schreibtischschublade liegen habe. Daraufhin habe ich ein wenig recherchiert und mich in meinem Bekanntenkreis umgehört. Allgemeiner Konsens: Es wäre gut, wenn man einen hätte. Aber warum hat man denn keinen? Aus einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geht hervor, dass die deutsche Bevölkerung dem Thema zwar aufgeschlossen ist und Organ- und Gewebespende grundsätzlich befürwortet. Jeder weiß, dass Spenderorgane Leben retten können. Sich selbst so genau festlegen möchten sich aber nur die Wenigsten. 58 Prozent geben an, ihre Entscheidung getroffen zu haben, aber nur 27 Prozent haben diese auf dem einem rechtsgültigen Papier dokumentiert. …

Jan Magg arbeitet bereits seit fünf Jahren als Zoopädagoge in der Zooschule und übt sich im Lehrer-Dasein. Foto: Lisa Leyerer

Tierische Nachbarn: Zu Besuch in der Landauer Zooschule

Auf dem Weg zum Campus Landau wird man täglich von Vogelgezwitscher und mit einem Blick auf die Geparden des Landauer Zoos begrüßt. Mit auf dem Gelände befindet sich seit fast 25 Jahren die Zooschule, gegründet von Dr. Gudrun Hollstein. Im Interview erläutert die Leiterin der Zooschule die besondere Kooperation zwischen Uni und Zoo. Im Video gibt Zoopädgoge Jan Magg einen Einblick in das einzigartiges Praxisfeld für Studierende. Welches Konzept steht hinter der Zooschule? Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der Universität und dem Landauer Zoo. Der Grundgedanke besteht darin, mit der Zooschule ein Praxisfeld vor allem für angehende Lehrer anzubieten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Studium sehr praxisfern sein kann. Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter an der Uni und empfand die örtlichen Gegebenheiten mit der unmittelbaren Nähe zwischen Campus und Zoo als eine tolle Möglichkeit, im Zoo ein pädagogisches Veranstaltungsprogramm einzurichten. Da es wichtig ist, sich auszuprobieren und Erfahrungen im Unterrichten von Kindern zu sammeln, wollte ich mit der Gründung der Zooschule 1992 eine Plattform dafür …

Studentin Gerlind Lohff schätzt die internationalen beruflichen Möglichkeiten und die Praxisnähe, die sich im Master Ecotoxicology ergeben. Foto: Lisa Leyerer

Master Ecotoxicology: Internationaler Studiengang zur Umweltforschung

Gerlind Lohff kam aus Lübeck in die Pfalz, um sich im englischsprachigen Master Ecotoxicology mit den Auswirkungen von Schadstoffen auf die Umwelt zu befassen. Nach ihrem ersten Semester berichtet die 25-Jährige im Interview von der praktischen und forschungsorientierten Ausrichtung ihres Fachs. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Ecotox? Ich habe meinen Bachelor in Agrarwissenschaften gemacht und mich damit beschäftigt, welche Schwierigkeiten die Ernährung einer Bevölkerung durch Landwirtschaft nach sich zieht. Mit den Auswirkungen der Agrarwirtschaft wollte ich mich in meinem Master weiter befassen, um erforschen zu können, wie die Bereitstellung von Nahrung gewährleistet werden kann, ohne dass die Umwelt weiter geschädigt wird. Warum haben Sie sich für Landau entschieden? An vielen Unis gibt es Ökotoxokologie auf Deutsch, Landau ist der einzige Ort, an dem der Studiengang Ecotoxicology englischsprachig angeboten wird. Das war mir wichtig, um auch international arbeiten zu …

Paula Kirpal studiert den Bachelor-Studiengangs Mensch und Umwelt. Foto: Lisa Leyerer

Bachelor Mensch und Umwelt: Eine einzigartige Verbindung

Mit Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie bietet die Universität Koblenz-Landau einen neuen und einzigartigen Bachelor-Studiengang am Campus Landau an. Paula Kirpal gehört zu den ersten, die diese innovative Fächerkombination studieren. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Mensch und Umwelt? Ich empfinde ein großes Bedauern darüber, wie schlecht viele Menschen mit der Umwelt umgehen. Durch das Studium hoffe ich, die Zusammenhänge und Auswirkungen dieses Handelns besser nachvollziehen zu können. Deswegen finde ich es auch so wichtig und bemerkenswert, dass die verschiedenen Perspektiven aus Psychologie, Kommunikation und Ökonomie Bestandteil dieses Studiengangs sind. Warum haben Sie sich für Landau entschieden? Den Studiengang gibt es in dieser Form nur in Landau. Zudem gefällt es mir hier gut, die Stadt ist hübsch und hat eine angenehme Größe, sodass man sich schnell zurechtfindet und alles gut erreichen kann. Was machen Sie genau in Ihrem …

Überdüngung beeinträchtigt Struktur und Funktion der Lebensgemeinschaften in Steh- und Fließgewässern. Dr. Carola Winkelmann vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften und ihr Team erforschen, was dem entgegenwirkt. Foto: Greta Rettler

Eutrophierung: Wenn Gewässer umkippen

Wenn Gewässer umkippen, steckt dahinter ein systematisches Umweltproblem. Der Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft birgt Gefahren, denn diese Nährstoffe gelangen in Flüsse und Seen und können glasklare Gewässer in eine trübe Brühe verwandeln. Im Rahmen des Projekts Eutrophierung untersuchen Dr. Carola Winkelmann und ihre Kollegen am Campus Koblenz, welche Maßnahmen der Überdüngung entgegenwirken können. Eutroph bedeutet nährstoffreich. Im Gegensatz zu oligotrophen – also nährstoffarmen – Gewässern finden sich in eutrophen Gewässern Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die ein übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen und Algen verursachen. Sie gelangen durch die Behandlung landwirtschaftlicher Flächen mit natürlichen Düngemitteln in Flüsse und Seen. In der Folge bringt ein massives Wachstum von Algen das ökologische Gleichgewicht in den Gewässern durcheinander. Durch die Überdüngung werden Struktur und Funktion der Lebensgemeinschaften in Steh- und Fließgewässern stark beeinträchtigt. Dieser Entwicklung will das Forscherteam um Dr. Carola Winkelmann vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften entgegenwirken. Ziel des Projekts Eutrophierung ist es, geeignete Untersuchungs- und Messmethoden zu finden, um das Eutrophierungspotenzial von Fließgewässern abschätzen zu können und geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Algenmassen zu finden. Dramatische Lage für das Ökosystem Durch die Eutrophierung droht dem Ökosystem …

Heute schreibt Uniblog-Reporterin Nina Seel. Foto_ Fotolia.de/ Masson

Wundertüten-Momente

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute sinniert Nina Seel über falsche Vorsätze, komplizierte Lebensweisheiten und ein neues Jahr 2017 voller Bausteine und Ungewissheiten. Silvester. Anstoßen auf ein neues, frisches Jahr, frei von Altlasten. Bereit die Welt zu erobern. Dieses Jahr ganz bestimmt! Ich könnte jetzt etwas über gute Neujahrsvorsätze schreiben, über Vorhaben, die man immer wieder hat und die im Laufe eines Jahres doch wieder vergessen gehen. Pläne, die nicht gelingen wollen und uns letztlich enttäuscht zurücklassen, können wir viele schmieden. Zu den Klassikern gehören sicherlich Gewicht verlieren, sich gesünder ernähren, mehr Sport machen, mehr Zeit für die Familie haben, gelassener werden, öfter mal Nein sagen. Diese Liste an Ideen, die das Leben im Ratgeber-Jargon besser machen, könnte man endlos fortführen. Ich für meinen Teil habe derzeit noch keine konkreten Vorstellungen vom kommenden Jahr. Meine Jahresplanung gestaltet sich weniger in guten Vorsätzen, denn in definitiv zu erledigenden Aufgaben. Bislang kenne ich lediglich die Bausteine, die mich erwarten und die noch mit Inhalt gefüllt werden …

Werkstudent bei Airbus

Sea Lion, Dauphin oder Super Puma – die zivilen und militärischen Hubschraubermodelle der Firma Airbus tragen imposante Namen und sehen nicht weniger beeindruckend aus. Jörg Michel begeistert sich nicht nur für gewaltige Flugmaschinen, sondern hat auch ein Händchen für das Schreiben. Als Werkstudent in der Abteilung für interne Kommunikation des Unternehmens versorgt er die Mitarbeiter mit Neuigkeiten aus dem Konzern. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Jörg Michel, ich bin 24 Jahre alt und studiere Sozial- und Kommunikationswissenschaften im dritten Master-Semester am Campus in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Werkstudent in der Kommunikationsabteilung von Airbus Helicopters, einem der weltweit größten Hubschrauberhersteller. Das Unternehmen ist Teil des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus und hat seinen deutschen Hauptsitz in Donauwörth …

Feldarbeit am Altrhein: Landauer Forscher während der Etablierung eines Feldversuchs im Rahmen des Forschungsprojektes Moscofee. Fotos: Dr. Carsten Brühl

Schnakenbekämpfung: Landauer forschen zu BTI-Alternativen

Warmes, feuchtes Klima sorgt für die massenhafte Vermehrung von Stechmücken in den Rheinauen. Um Anwohner vor dem stechenden Plagegeist zu schützen, wird seit 30 Jahren das Instektenbekämpfungsmittel BTI in der Region Rheinpfalz versprüht. Ob das Konsequenzen für Mensch und Umwelt hat, untersucht Dr. Carsten Brühl gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern am Campus Landau im Rahmen des Projekts Moscofee. Stechmücken tun uns Menschen wenig Gutes. Sie verursachen juckende Stiche und stören gemütliche Grillabende unter freiem Himmel. Um der starken Vermehrung der Insekten entgegenzuwirken, gründete sich in den 1970er Jahren der Verein Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) und begann, das Bekämpfungsmittel BTI gegen die Larven einzusetzen. BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) ist ein für die Mücken tödlicher Eiweißstoff. Das Biozidprodukt in Form eines Eisgranulats wurde hier in der Region entwickelt und das Modell der großflächigen Schnakenbekämpfung wird weltweit exportiert. Laut Informationen von KABS hat BTI für Mensch und Umwelt keinerlei negative Konsequenzen, da es sich um einen biologischen Wirkstoff handelt. “Wissenschaftlich gesichert ist das jedoch nicht”, weiß der Landauer Ökotoxikologe Brühl. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes AufLand untersuchen …