Autor: Lisbeth Wolf

Kristin Haurand studiert im Zwei-Fach-Bachelor Naturschutzbiologie und Geographie. Sie schätzt vor allem die Entscheidungsfreiheit ihrer beiden Fächer. Foto: Philipp Sittinger

Zwei Fächer und viele Wahlmöglichkeiten

Manche Studierende wollen sich für ihr Studium ungern auf ein bestimmtes Fach festlegen. Doch mehr Individualität ist kein Problem, der Zwei-Fach-Bachelor ermöglicht durch seine Kombinationsmöglichkeiten eine einzigartige Erfahrung. Kristin Haurand studiert nicht nur Naturschutzbiologie, sondern auch Geographie. Im Interview erzählt sie, was dieses etwas andere Studienkonzept so besonders macht und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Woher kommt Ihre Begeisterung für die Fächer Naturschutzbiologie und Geographie? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. Ich war schon immer ein sehr naturverbundener Mensch. Als Kind habe ich mit meinen Eltern viel Natururlaub gemacht, wir waren zelten, wandern und immer an der frischen Luft. Dadurch liegt mir die Natur seit jeher am Herzen. Als ich dann in der 11. Klasse ein halbes Jahr in Kanada lebte, bin ich mit dem dortigen Konsumverhalten konfrontiert worden. Das hohe Maß an Lebensmittelverschwendung hat mich zum Nachdenken gebracht …

Lisbeth Wolf verbrachte nach ihrem Abitur einige Zeit in Costa Rica. Hier arbeitete sie als freiwillige Schildkrötenschützerin. Foto: Philipp Sittinger

¡Pura Vida!: Freiwilligendienst in Costa Rica

Wie viele Abiturientinnen wollte Lisbeth Wolf nach der Schule erst einmal raus aus Deutschland. Raus aus allem, was sie seit Kindheitstagen kannte und hinaus in die unbekannte Welt. Da sie unbedingt bei einem Naturschutzprojekt arbeiten wollte, fiel ihre Wahl auf Costa Rica – ein Land, das als Biodiversitäts-Hotspot für seinen unglaublich hohen Artenreichtum bekannt ist. Elf Monate habe ich in dem kleinen Land in Lateinamerika verbracht. Ich lebte in dem winzigen Dorf El Progreso, was auf Deutsch übersetzt der Fortschritt heißt und auf der Halbinsel Peninsula de Osa liegt. Dort habe ich in einem Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten gearbeitet, die jedes Jahr von Juli bis Dezember an den Stränden der Bahia Drake ihre Eier ablegen. Vom Flair des Dorflebens Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität. El Progreso besteht aus drei größeren Sandstraßen und gefühlt hundert Einwohnern. Es gibt zwei Lebensmittelläden, eine Schule, zwei Kirchen und sogar ein kleines Non-Profit-Hostel. Außerdem befindet sich in der Nähe eine Landebahn für kleine …

Julian Vollbracht leitet Seminare zum Thema „Möglichkeiten der Förderung“. Dort sollen Studierenden sich mit den Bestandteilen systemischer Beratung auseinandersetzen. Foto: Philipp Sittinger

Auf den Spuren von… Julian Vollbracht, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik

Julian Vollbracht hat nach seinem Abschluss nicht den üblichen Weg über das Referendariat in den Lehrerberuf eingeschlagen. Stattdessen verfolgte er seine Interessen und arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter am sonderpädagogischen Institut am Campus Landau. Im Interview erzählt er von seinen Aufgaben, sowie den Vorzügen und Herausforderungen seiner Arbeitsstelle. Sie sind wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik am Campus Landau: Wie sind Sie an den Job gekommen? Während des Studiums habe ich gemerkt, dass es für mich noch ungeklärte Fragen gibt. Fragen, die über das hinausgehen, was gelehrt wird und mit denen ich mich weiter beschäftigen wollte. Als ich dann Anfang des Jahres meinen Abschluss in der Tasche hatte, war gerade eine neue Stelle am Institut für Sonderpädagogik geschaffen worden, auf die ich mich bewarb. Was sind Ihre Aufgaben? Ich leite zwei Seminare zum Thema Möglichkeiten der Förderung. Dort sollen die Studierenden eine selbst durchgeführte systemische Beratung mit Schülern reflektieren und sich mit den Bestandteilen systemischer Beratung auseinandersetzen. Außerdem betreue ich Haus- und Bachelorarbeiten und bin als Zweitprüfer tätig. Hinzu kommen interne Arbeiten am Institut, wie …