Autor: Giovanna Marasco-Albry

Der UniBlog verabschiedet sich in die Weihnachtspause. Danke für Ihre Treue und bis zum nächsten Jahr! Foto: Fotolia/elaborah

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch

LIEBE LESERINNEN UND LESER, wieder naht das Weihnachtsfest und wir blicken auf ein Jahr voller spannender Geschichten rund um den Uni-Alltag in Koblenz und Landau zurück. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die uns 2015 die Treue gehalten haben. Es macht uns große Freude, für unsere Leser Themen auf den Grund zu gehen, zu recherchieren, Interviews zu führen, zu fotografieren und zu filmen. Auch denen, die mit uns zusammengearbeitet haben und den UniBlog damit überhaupt erst möglich machen, gilt unser Dank. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016. Auch wir freuen uns nun auf eine kleine Auszeit. Am 11. Januar starten wir wieder mit der Berichterstattung und hoffen, Sie schauen mal wieder rein. Herzlichst! GIOVANNA MARASCO-ALBRY UND DAS UNIBLOG-TEAM

Ungebliebte Gegenstände finden beim Treppenflohmarkt im K-Gebäude am Campus Landau einen neuen Besitzer. Foto: Osterland/Fotolia

3,2,1, meins: Treppenflohmarkt im K-Gebäude

Menschen in größeren Städten kennen das Phänomen: Man platziert ungeliebte, aber noch brauchbare Gegenstände vor der Haustür und bereits wenige Minuten später hat das ausrangierte Objekt einen neuen Besitzer gefunden. Am Campus Landau hat sich mit dem Treppenflohmarkt im K-Gebäude ein ähnliches Phänomen etabliert. Uniblog-Reporterin Constanze Schreiner hat den Selbstversuch gewagt und ein ausgesprochen hässliches Deko-Objekt dort deponiert. Die gläserne Schiebetür des K-Gebäudes öffnet sich. Es geht links vorbei am Aufzug in den ersten Stock, acht Treppen hoch, und schon steht man vor dem kleinsten Dauerflohmarkt am Campus Landau: Bei meinem ersten Besuch liegen dort vor allem Bücher. Mein Favorit ist der Titel „Eine ungehorsame Frau“. Aber auch Kosmetikprodukte wie Nivea-Creme und diverse Handcremes tummeln sich dort. Ich rieche an der Sorte „Weiße Schokolade“ – und dank der stechenden Süße, die mir entgegen schlägt, ist mir klar, warum sein Besitzer oder seine Besitzerin keinen Gefallen daran finden konnte. Eine Woche später ist die Creme tatsächlich weg. Dafür offeriert der Treppenflohmarkt neben einem Brita Wasserfilter eine cognacfarbene Handtasche, einen Schulkalender fürs nächste Schuljahr und ein olivgrünes …

Sandra Schönenberger liebt das Zeichnen und gibt ihr Wissen an einer Volkshochschule weiter. Foto: Privat.

Zeichenlehrerin an der Volkshochschule

In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” spricht die Landauerin Sandra Schönenberger über ihre Arbeit als Zeichenlehrerin. Sie leitet Kurse an einer Volkshochschule und lebt ihre Leidenschaft für die Kunst auch im Nebenjob aus. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Sandra Schönenberger, ich bin 22 Jahre alt und studiere im achten Semester Gymnasiallehramt mit den Fächern Kunst und Deutsch. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin seit drei Jahren als Dozentin für Zeichenkurse tätig und biete Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. In den Kursen greife ich deshalb sowohl praktische Übungen als auch theoretische Grundlagen auf. Hauptsächlich werden die Kurse von Erwachsenen besucht, aber manchmal sind auch Jugendliche dabei. Meistens besteht ein Kurs aus sieben bis zwölf Teilnehmern und …

Mit jedem Los unterstützt die Hochschulgruppe „Freilos“ regionale Organisationen. Foto: Greb.

Spendenaktion in der Losbox: „freiLOS“ hilft Landauer Organisationen

Eine Spendenaktion der besonderen Art: Die Hochschulgruppe „freiLOS“ unterstützt seit dem vergangenen Wintersemester gemeinnützige Organisationen in Landau durch einen Losverkauf am Campus. Der Gewinn ist nicht materiell, denn im Lostopf stecken Angebote wie Tennisstunden oder Kochkurse, die ehrenamtlich von Uni-Mitarbeitern und Studierenden angeleitet werden. So wurden seit dem vergangenen Wintersemester bereits fast 500 Euro Spendengelder weitergegeben.  Dreimal pro Semester rührt Rainer Winters (46) die Lostrommel für den guten Zweck. Zusammen mit den Psychologie-Studierenden Rebekka Aust und Felix Göttert organisiert er eine Losziehung, von der Vereine und Organisationen in Landau profitieren. Winters erklärt die Idee hinter der Hochschulgruppe so: „Ich suche seit längerer Zeit nach alternativen Modellen des Wirtschaftens. Die Vorteile der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens werden häufig verkannt, weil Menschen ohne finanzielle Not angeblich nicht freiwillig arbeiten würden. Wir haben so viele junge Menschen, die engagiert sind und gute Ideen haben, die aber vom Arbeitsmarkt vermittelt bekommen, dass ihre Aussichten schlecht sind. Mir kam dann die Idee zum Projekt freiLOS. Mein Gedanke war, dass wir freigiebiger werden und dadurch unser Freiheitsgefühl stärken.“ Auf dem Arbeitsmarkt benötige man …

Fabain Jakobs als PES-Kraft in der Grundschule Emmelshausen. Foto: Privat

Rein ins Klassenzimmer

In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” berichtet der Koblenzer Student Fabian Jakobs von seinem Nebenjob als PES-Kraft (Personalmanagement im Rahmen Erweiterter Selbstständigkeit von Schulen) an der Konrad-Adenauer-Grundschule in Emmelshausen. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Fabian Jakobs, ich bin 24 Jahre alt und studiere im 8. Semester Grundschulbildung. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin PES-Kraft, besser gesagt Vertretungslehrkraft an der Konrad-Adenauer-Grundschule in Emmelshausen. Meistens werde ich je nach Bedarf eingesetzt, arbeite aber mittlerweile jede Woche eine Stunde fest an der Schule. Was sind Ihre Aufgaben? Ob Mathe, Deutsch oder Reli – ich übernehme die Vertretung in allen Unterrichtsfächern der Klassenstufen 1 bis 4. Meistens bekomme ich Vorgaben zu Inhalt und Thema der zu unterrichtenden Stunde. Seit einem …

Das Landauer WiPP-Team um Geschäftsführerin Frau Dr. Zaby (3.v.r.). Foto: Privat.

Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

Die Psychotherapeutische Universitätsambulanz am Campus Landau bietet seit einiger Zeit einen Weiterbildungsstudiengang im Bereich der Psychologischen Psychotherapie (WiPP) an. Absolventen mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie haben hier die Möglichkeit, ihre Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten zu erhalten. „Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Selbstreflexion ist unabdingbar für die Arbeit im psychotherapeutischen Bereich“, erklärt Frau Dr. Zaby, Geschäftsführerin des WiPP. Wer mit dem Gedanken spielt, sich für den Weiterbildungsstudiengang im Bereich der Verhaltenstherapie für Erwachsene zu bewerben, sollte diese persönlichen Voraussetzungen mitbringen. Es ist auch von Vorteil, wenn Interessenten über praktische Erfahrungen im klinischen Bereich verfügen, denn während des Studiums geht es schnell in die Praxis. Praktische Ausbildung und Selbsterfahrung Die Studierenden arbeiten während ihrer Studienzeit als Psychotherapeuten in Ausbildung (PiAs) in kooperierenden Kliniken und Praxen sowie in der hauseigenen Universitätsambulanz. Dort lernen sie stationäre und ambulante Umgebungen kennen und dürfen früh selbst therapeutisch tätig werden: Schon im dritten Semester führen die Studierenden selbstständig Behandlungen von Patienten durch und werden von anerkannten und erfahrenen Therapeuten unterstützt. Die geleisteten Therapiestunden werden vergütet und geben einen ersten Einblick ins …

Isabell Kroeff (r.) steht ihrem Wölfling Melanie Mannheim mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Esther Bauer

Campus-Ranger: Hilfe für Erstis im Uni-Dschungel

Eine neue Stadt, ein neuer Lebensabschnitt, unendlich viele Informationen und jede Menge neue Eindrücke: Der Start in das Leben als Student ist nicht immer leicht. Dabei möchte das Ranger-Projekt des Lehramt e.V. helfen.  Isabell Kroeff ist 22 Jahre alt und Rangerin. Ihr Einsatzgebiet sind jedoch keine Wälder oder Gebirge, sondern der Campus Koblenz, der seit zwei Semestern Schauplatz für ein Projekt namens Ranger ist. Initiiert vom Verein Lehramt e.V. hilft es Erstsemestern beim Einstieg ins Unileben. Durch ihren Freundeskreis wurde Kroeff auf das Projekt, das von den Lehramtstudentinnen Christina Morandell (23) und Annkathrin Schmidt (23) geleitet wird, aufmerksam. Auch Kroeff studiert Lehramt mit den Fächern Ethik und Deutsch im sechsten Semester und kann sich noch gut an ihre Zeit als Erstsemester erinnern: “Die Uni kann gerade in der Anfangszeit ein undurchdringbares Dickicht sein, mit viel zu vielen Informationen, die auf einen einprasseln und möglichst schnell verarbeitet werden sollen.” Einer von von drei Schützlingen, die Kroeff im aktuellen Semester betreut, ist Melanie Mannheim. “Für mich ist das Studium ein neuer Lebensabschnitt. Da informiert man sich, so gut es …

Nadine Ketterer: Stipendiatin und Stipendiumsbotschafterin in Landau. Foto: Privat

Aufstiegsstipendium unterstützt beim Weg vom Beruf ins Studium

Wer an einem Studium interessiert ist und bereits eine Berufsausbildung und Erfahrung im Job vorweisen kann, für den könnte das Aufstiegsstipendium interessant sein. Es bietet die Möglichkeit, sich nach einer beruflichen Ausbildung akademisch weiter zu qualifizieren. UniBlog sprach mit Nadine Ketterer, Stipendiumsbotschafterin am Campus Landau, über das Angebot. Ungewöhnliche Ausbildungswege – damit kennt sich Nadine Ketterer aus: Sie ist Botschafterin des Aufstiegstipendiums und selbst Stipendiatin, studiert im sechsten Semester Psychologie und weiß, welche Chancen die Förderung bietet. Darum ermutigt sie Interessierte zu einer Bewerbung. Angeboten wird das Aufstiegsstipendium von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB), die das Programm für das Bundesministerium für Bildung und Forschung durchführt. Seit 2008 wird das Programm konstant ausgebaut und ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung „Aufstieg durch Bildung“. Chance für Berufserfahrene mit Talent und Engagement Das Förderprogramm eignet sich für Berufserfahrene, die einen ersten akademischen Hochschulabschluss anstreben. Die Bewerbung ist schon vor Studienbeginn möglich, wer bereits studiert, kann sich bis zum Ende des zweiten Semesters bewerben. Da es Teil der Begabtenförderung ist, unterstützt es Menschen, die in Ausbildung und Beruf …

Eines der Porträts von Martin Lilkendey zeigt den zwölfjährigen Enisa aus dem Kosovo. Foto: Lilkendey

Flüchtlingsschicksale in Nahaufnahme

Martin Lilkendey ist Akademischer Oberrat für künstlerische Praxis und Didaktik am Institut für Kunstwissenschaft. Seine neuste Reihe „Where are we going“ porträtiert Flüchtlinge, die in Köln untergekommen sind. Seit September 2014 fotografiert Martin Lilkendey Personen in einem Kölner Container. Das Set ist ein ganz einfaches: ein schwarzer Hintergrund, ein Stativ mit Kamera und eine Fotoleuchte. Die Bilder sind intensiv. Vor allem wenn man weiß, welche Geschichten die Menschen haben, die der Koblenzer Dozent vor seiner Linse hat: Es sind Flüchtlinge. Seine Reihe “Where are we going” ist zur Zeit im Internet zu sehen. „Ich versuche, den Begriff Flüchtling zu personifizieren, meiner Ansicht nach ist der Begriff zu beschränkt und zu negativ behaftet für die Menschen, die damit gemeint sind“, meint Lilkendey. Seitdem die Medien verstärkt über das Thema berichteten, ist es ihm wichtig, die Problematik mit der Sprache anzugehen, die er am besten spricht. „Xenophobie, also Fremdenangst, führt zu Fremdenhass. Diese Angst verschwindet normalerweise, wenn man sich mit den Menschen beschäftigt, sie kennenlernt, sie ansehen kann“, sagt Lilkendey. Die Fotografie bietet in seinen Augen die …