Autor: Esther Guretzke

Sinja Lorenz möchte bei kleinen Kindern die Freunde am Sprechen wecken und arbeitet deshalb neben dem Pädagogikstudium in Kitas. Foto: Esther Guretzke

Sprachförderin in der Kita

Sinja Lorenz arbeit als Sprachförderkraft in verschiedenen Kindertagesstätten. Ihre Aufgabe ist es, in Vorschulkindern die Freude am Sprechen zu wecken. Durch Spiel, Gesang, Basteln und Erzählen und vor allem Zeit möchte sie die Kinder in ihrer Sprachentwicklung unterstützen und fördern. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Sinja Lorenz, ich bin 24 Jahre alt und studiere im Bachelor Pädagogik am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Seit September 2016 arbeite ich in zwei Kindertagesstätten in Koblenz als Sprachförderkraft. Was sind Ihre Aufgaben? Ich unterstütze die Kinder im Ausbau ihrer sprachlichen Fähigkeiten. Das geschieht meist in Kleingruppen, in denen wir zu verschiedenen Themen singen, spielen, erzählen und basteln. Durch diesen handlungsorientierten Ansatz erweitern die Kinder ihren Wortschatz und verinnerlichen grammatikalische Regeln. In einer …

Juliana Siemes beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Bildung im Kontext des Tabuthemas Tod. Foto: Esther Guretzke

Sterbebegleiter im Hospiz: Vom Tod für das Leben lernen

In ihrer Bachelorarbeit erforscht Juliana Siemes die Bildungsprozesse ehrenamtlicher Sterbebegleiter und beschreibt, welche Auswirkungen die Grenzerfahrungen haben, die Sterbebegleiter im Hospiz machen, während sie Menschen auf der Schwelle zwischen Leben und Tod zur Seite stehen. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Ich bin Juliana Siemes und ich habe Pädagogik am Campus Koblenz studiert. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Meine Bachelorarbeit Bildungsprozesse in der Sterbebegleitung befasst sich damit, inwiefern bei den ehrenamtlichen Sterbebegleitern Bildungsprozesse im Rahmen ihrer Tätigkeit ablaufen und wie sie ablaufen. Ich habe dafür Interviews mit Sterbebegleitern geführt, sie transkribiert und ausgewertet. Es geht in der Arbeit um die Frage, welche Auswirkungen das Ehrenamt als Sterbebegleiter auf den Menschen hat und ob dadurch Bildungsprozesse angestoßen werden. Bildungsprozesse werden durch das Moment der transformatorischen Bildung charakterisiert. …

Romina Rudolphi verdient sich neben dem Studium ihr Geld mit dem Verkauf von Brot, Teilchen und Kaffee. Foto: Esther Guretzke

Mit Brötchen Brötchen verdienen

Romina Rudolphi studiert den Master Erziehungswissenschaft am Campus Koblenz. Nebenbei arbeitet sie in einer Bäckerei und genießt neben dem Kundenkontakt den Duft nach frischen Brötchen. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Romina Rudolphi. Ich bin 24 Jahre alt und studiere im ersten Fachsemester den Master Erziehungswisseenschaft am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Aushilfe in einer Bäckerei. Was sind Ihre Aufgaben? Zu meinen Aufgaben gehört der Verkauf von Backwaren, Brötchen und Getränken, die Beratung von Kunden, das Backen der Teigwaren und das Aufräumen und Säubern des Ladens nach Ladenschluss. Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit? Ich habe feste Arbeitszeiten und ständigen Kontakt mit Kunden. Ich kann sie beraten und habe das Gefühl, sie glücklich zu …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Couchsurfing: Willkommen Fremde

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Esther Guretzke berichtet von ihren Bedenken, die Plattform Couchsurfing auszuprobieren und warum es eine gute Idee war, diese über Bord zu werden. Mein Mann und ich lieben das Reisen. Weil das leider ein teures Hobby ist, meldete ich mich vor einigen Wochen auf der Plattform Couchsurfing an. Jahre zuvor hatte ich davon gehört, mich aber nicht getraut, es auszuprobieren: Man kann doch keine wildfremden Menschen auf seinem Sofa übernachten lassen, oder? Über den eigenen Schatten springen Doch, kann man. Man muss sich nur trauen. Ich füllte mein Profil aus und bekam schon bald Anfragen. Koblenz scheint ein beliebtes Ziel für Weltenbummler in Deutschland zu sein. Unsere erste Erfahrung war dann jedoch alles andere als geplant. Eines Abends erreichte mich um 23 Uhr eine Mail: “Hallo Esther, mein Kumpel und ich reisen per Anhalter durch Deutschland und sind sehr spontan und spät nach Koblenz gekommen. Daher stecken wir in einer etwas schwierigen Situation und suchen für heute Abend eine Bleibe.” …

Katja Savcenko (links) mit einer Kommilitonin im kleinen Café im Kaufladen. Hier arbeitet die 20-Jährige neben dem Studium - und hat sichtlich Spaß dabei. Foto: Esther Guretzke

Kaffee, Kuchen und Konsum in nostalgischer Kulisse

Katja Savcenko studiert im Zwei-Fach-Bachelor Psychologie und Soziologie. Um ihr Sparschwein zu füttern, arbeitet sie in einem kleinen Café und serviert den Gästen Kaffee und hausgemachten Kuchen ganz wie bei Oma. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Katja Savcenko, ich bin 20 Jahre alt und studiere im 5. Semester Psychologie und Soziologie am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Neben dem Studium arbeite ich in einem kleinen Café in der Altstadt, das Café im Kaufladen. Was sind Ihre Aufgaben? Zu meinen Aufgaben zählen hauptsächlich das Servieren, das Zubereiten von Getränken und Kuchen, der Verkauf von Dekorationsartikeln, Geschenken und Stoffen. Wie der Name des Cafés bereits andeutet, handelt es sich nicht um ein normales Café, sondern um eine tolle Kombination aus einem …

Glück kann vieles bedeuten: Gesundheit, Geld, Familie oder einfach nur ein leckeres Stück Schokoladenkuchen. Inwiefern wir für unser Glück selbst verantwortlich sind, erklären zwei Koblenzer Wissenschaftlerinnen in Interview. Foto: Fotolia/jakkapan

Die Suche nach dem Glück

Rotraut Walden und Diana Boer sind Expertinnen in Sachen Glück. Im Interview sprechen die beiden Wissenschaftlerinnen darüber, was Glück eigentlich ist, wie man es erreicht und was es für jeden Einzelnen bedeutet. Ein schönes Haus, gute Noten, toller Job, eine gesunde Familie: Jeder Mensch hat eigene Vorstellungen davon, was zum glücklich sein dazu gehört ist. Wie definiert die Wissenschaft Glück? Walden: Vor 1979 hatte kaum eine psychologische oder medizinische Fachzeitschrift etwas zu Glück oder gar der Psychologie des Glücks verfasst. Boer: In den letzten Jahren wurde das Thema Glück immer zentraler in der Psychologie. Es stellte sich heraus, dass Menschen, die sich als glücklich bezeichnen, sich eher als Meister ihres Lebens sehen. Geld gehört zum Beispiel nicht zu den Faktoren, die glücklich machen. Dies ist eine reine Wunscherfüllung oder kurzweilige finanzielle Befriedigung, jedoch kein Glücksfaktor. Sagt man nicht, dass Menschen mit Geld weniger Sorgen haben? Boer: Richtige Armut hat langfristig negative Konsequenzen für das Wohlbefinden. Abgesehen davon würde ich aber sagen, dass reiche Menschen nicht unbedingt wenigerSorgen haben; sie haben andere. Einkommen ist generell ein Paradoxon. Der …

Marco Böhm verbringt viele Stunden in dem Büro des AStA, verhandelt, koordiniert und organisiert. Foto: Esther Guretzke

Sprachrohr der Koblenzer Studis

Mit 24 ein verantwortungsvolles Amt innehaben – das geht, und zwar schon im Studium. Marco Böhm macht es vor: Der Mathe- und Informatikstudent ist Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. In verschiedene Referate unterteilt, setzt sich der AStA für die Interessen der Studierenden der Universität ein und fördert gesellschaftliches Engagement. Bei Böhm laufen alle Fäden zusammen.  „Manchmal arbeite ich 20 Stunden in der Woche“, sagt Böhm mit Blick auf seinen Terminkalender. Seit Juni hat er das Amt des Vorsitzenden inne, zuvor war er ein Jahr lang Referent für Hochschulinternes beim AStA. Als Vorsitzender fungiert er als eine Art Teamleiter für die 17 Mitarbeiter in den 14 Referaten. Er ist Ansprechpartner und Koordinator. Gerade in den heißen Phasen kurz vor großen Events wie der Orientierungsphase für die Erstsemester oder Themenwochen ist Einsatzbereitschaft und gutes Zeitmanagement gefragt. Die viele Arbeit macht dem Lehramtsstudenten nichts aus, für ihn gehört ehrenamtliches Engagement einfach dazu: Neben seinem Amt im Studierendenausschuss spielt Böhm Tuba in verschiedenen Vereinen und ist im Vorstand des Junggesellenvereins seines Heimatdorfes. Öffentlichkeitsarbeit stärken Das AStA-Team des …

Julie Capric sieht in dem Studiengang B.A. Pädagogik viele Chancen und Möglichkeiten. Foto: Esther Guretzke

Pädagogik: Vielfalt und Herausforderung

Julie Cabric studiert Pädagogik am Campus Koblenz. Schon zur Schulzeit interessierte sie sich für das Fach, das sich mit Fragen im Bereich Erziehung und Bildung befasst. Am Studium schätzt sie vor allem die Bandbreite des Studiengangs und fand dank einem Praxisprojekt und Praktika schnell heraus, in welchem Bereich ihre berufliche Zukunft liegt. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren?“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Pädagogik? Schon in der Schule hatte ich Pädagogik als Leistungskurs belegt. Dort konnte ich erste Einblicke bekommen und fand das Feld sehr interessant. Ich wollte mehr erfahren und habe mich deshalb für den Studiengang Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau beworben. Warum haben Sie sich für Koblenz entschieden? Das lag vor allem an der räumlichen Nähe zu meiner Familie. Ich bin daheim stark eingebunden und die Option wegzuziehen hat sich für mich nicht ergeben. Koblenz ist aber generell eine gute Wahl. Die Stadt ist …

Florian Witzler befasst sich in seiner Abschlussarbeit mit Menschen mit Behinderung in der professionellen Tanzbranche. Foto: Esther Guretzke

Tanzen ohne Grenzen

Mit Menschen mit Behinderung setzen sich Sportstudierende meistens aus therapeutischer Perspektive auseinander. Florian Witzler interessiert sich hingegen für deren berufliche Perspektiven im Bereich Sport. Für seine Masterarbeit beschäftigte sich der Lehramtsstudent mit dem professionellen Tanz bei Menschen mit Behinderung. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Florian Witzler, ich bin 25 Jahre alt und habe Englisch und Sport auf Lehramt für die Realschule Plus studiert. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Es geht um den professionellen Tanz bei Menschen mit Behinderung, bei dem weder Freizeit noch ein therapeutischer Charakter im Vordergrund stehen. Der Fokus liegt auf dem sportlich-künstlerischen Aspekt. Ich diskutiere Begriffe wie Ästhetik und Tanz und biete neue Auslegungen an. Die Arbeit zeigt aber auch, wie dünn der aktuelle Forschungsstand ist. Ein Signal für den Stellenwert des Thema und das Bild …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Eltern sind auch nur Menschen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag.Esther Guretzke über die Selbstverständlichkeit, mit der Eltern häufig betrachtet werden, und über die Erkenntnis, das sie eben nicht nur Eltern, sondern auch Individuen sind. Meine Eltern waren stets meine Eltern. Lange Zeit dachte ich, dass ihre Lebensaufgabe darin bestünde, mir das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich musste mich um nichts sorgen. Was ich bei meinem Kellnerjob verdiente, diente rein meinem persönlichen Vergnügen. Mein Auto war noch nicht ganz abbezahlt, aber ich hatte mir das Geld von Papi geliehen. Der lieh es mir zinsfrei – ist ja klar. Alles hat seine Zeit Wir hatten immer ein gutes Verhältnis, aber irgendwann hatten wir einfach keine Lust mehr aufeinander. Ich kochte anders als meine Mutter und sie beschwerte sich immer häufiger, dass ich nicht mitessen wollte. Und ich wunderte mich, warum sie meine vegetarische Ernährung nicht verstand. Gut, grüne Smoothies sind wirklich nicht jedermanns Sache. Meinem Vater musste ich erklären, dass ich volljährig bin und eben ab und an …